Das Video zeigt das Vorgehen bei einer implantologischen Frontzahnrekonstruktion und das Zusammenspiel zwischen Implantatchirurgie, Implantatprothetik und Zahntechnik. Im Mittelpunkt steht die Patientin Anna.

Das Team Dr. Michael Gahlert, PD Dr. Stefan Röhling beschreibt den Fall: „Die junge Patientin hat ein völlig gesundes und kariesfreies Gebiß außer einem Problem: Als junges und Pferde begeistertes Mädchen hatte sie ein stumpfes Trauma auf den rechten mittleren Schneidezahn erlitten, sodass dieser abgestorben ist. Es folgte eine Wurzelbehandlung und Jahre später sogar ein chirurgischer Eingriff, wo die Wurzelspitze des Zahnes entfernt wurde. Im Erwachsenenalter machte der Zahn abermals Ärger. Es bildete sich eine Fistel oberhalb des Zahnes am Zahnfleisch, wo sich permanent Flüssigkeit absonderte, ein klinisches Zeichen einer chronisch schwelenden Entzündung infolge der Wurzelbehandlung und der Wurzelspitzenresektion. Als ich die Patientin das erste Mal sah und untersuchte, stellte sich heraus, dass der Frontzahn nicht mehr zu retten war. Ich klärte sie darüber auf, dass eine Frontzahnrehabilitation mit einem Keramikimplantat möglich sei, die Entzündung nach der Zahnentfernung aber erst ausheilen muss und dann entschieden werden sollte, ob vorher ein Knochenaufbau dieser inzwischen sehr geschundenen Region erforderlich ist. Dieser Knochenaufbau musste dann auch durchgeführt werden, ich hatte ja der Patientin versprochen, die Ästhetik in diesem Bereich wieder so zu gestalten, dass kein anderer Mensch merken sollte, das der „neue“ Zahn ein künstlicher ist. 3 Monate nach dem Knochenaufbau konnte ich das Keramikimplantat setzen und weitere 3 Monate später konnte die Zahnversorgung angefertigt werden. Nach Ausgestaltung der umgebenden Weichteilverhältnisse mit einer zuerst provisorischen Krone wurde die endgültige Krone eingesetzt. Als die junge Frau das Ergebnis erstmalig sah, kamen ihr vor Glück die Tränen.“