Sichtlich erfreut durften das spanische Unternehmen Bti und sein Country Manager D/A/CH Andreas Nowak Mitte November über 170 Teilnehmer zum 4. Bti Day im Frankfurter Hilton „The Squaire“ begrüßen. Damit setzte sich der Erfolg der Veranstaltungsreihe fort, die 2013 mit 50 Teilnehmern begonnen hatte.

Mit dem Titel „Die Biologie der Geweberegeneration” griff der Kongress genau die Themen auf, die Praktiker täglich als Herausforderungen in der dentalen Implantologie erleben. Den ersten Höhepunkt setzte nach der Einführung von Moderator Dr. Jörg Brachwitz aus dem nordrhein-westfälischen Schwelm sofort Dr. Eduardo Anitua, Leiter des Bti-Forschungsinstitutes im baskischen Vitoria, mit einem ausführlichen Vortrag zu minimalinvasiven Konzepten bei schwer atrophen Verhältnissen und horizontalen Defekten. „Vergewissern Sie sich immer zuallererst der Qualität Ihres Knochens“, betonte Dr. Anitua den biologischen Ansatz. Dr. Anitua zeigte diverse Kammerweiterungs- und Weichgewebsverdickungstechniken und betonte stets einen biologischen und biomechanischen Ansatz. Minimalinvasive Methoden und reversible Konzepte seien die Forderungen von heute.

„Trusted Quality“ für UnicCa-Oberfläche

Als Überraschungsredner stellte Dr. Jörg Brachwitz nun Dr. Dirk Duddeck von der CleanImplant Foundation aus Berlin vor. In aufwendigen Untersuchungen gemeinsam mit der Charité Berlin hat die Non-Profit Organisation bei über zehn Prozent der geprüften Implantate Verunreinigungen festgestellt. „Genau dort, wo Sie eigentlich eine komplikationsfreie Osseointegration brauchen, kann es durch diese Partikel zu unerwünschten Fremdkörperreaktionen mit Knochenabbau und letztlich zu Implantatverlust kommen“, warnte Dr. Duddeck und zitierte Prof. Dr. Tomas Albrektsson als Mitglied des Scientific Advisory Boards der CleanImplant Foundation: „Wir sollten nicht hoffen, sondern sicher sein, dass die von uns eingesetzten Implantate unseren Patienten keinen Schaden zufügen.“ Das Bti Unic-Ca-Implantat, auf dem keinerlei Verunreinigungen gefunden wurden, erhielt soeben an der EAO in Madrid das „Trusted Quality“-Zertifikat. Warm eingeführt von Dr. Brachwitz ließ nun Prof. Dr. Dr. Ralf Schön, in niedergelassener MKG-Gemeinschaftspraxis in Hagen tätig, die Teilnehmer an seinen zum Teil dramatischen Fällen, Behandlungskonzepten und innovativen Rekonstruktionsverfahren teilhaben, bei denen er auch in hoch komplexen Situationen gern PRGF einsetzt, um die körpereigenen Regenerationsmechanismen anzuregen und zu unterstützen. Kieferchirurgin Dr. Aintzane Torre leitet die Fortbildungen in Vitoria und beschloss den Vormittag mit neuartigen Ansätzen zur Behandlung des oralen Lichen planus und des Pemphigus der Schleimhaut mittels Immunomodulation durch PRGF-Infiltration. Als besonders herausragend nannte sie bei der Präsentation überzeugender Heilungserfolge die bereits nach kurzer Zeit eintretende Schmerzverbesserung beim Patienten, die in der Schmerzskala von zehn auf eins bis zwei sank.

Biologisch gestützte Konzepte

Mit dem adjuvanten Perio-Healing stellte Prof. Dr. Joachim S. Hermann aus Stuttgart einen neuartigen Behandlungsansatz für Parodontitis- und Periimplantitis-Patienten vor. Aus einer Hochrisikotherapie wird durch seinen gemischten Ansatz aus pharmazeutischer Diagnostik, Therapie und mechanischer Reinigung ein neues, vielversprechendes Konzept in der Zahnmedizin. Dr. Christoph Wenninger aus der Münchner Maxvorstadt präsentierte seine von aufwendigen Literaturanalysen gestützte Behandlungsstrategie zur Sofortimplantation mit dem Bti-System, dem Unit Abutment, zur Membranabdeckung und unter Einsatz von PRGF im Alveolenmanagement. Sehr anschaulich bebildert, praxisbezogen und klar strukturiert führte er die Teilnehmer durch seine zunehmend digital gestützte Diagnostik und Planung und den durchdachten chirurgischen Ablauf. Einen letzten Höhepunkt setzte Dr. Anitua mit einer umfassenden Übersicht zu Sofortbelastungskonzepten, deren Indikationen und Ausschlusskriterien. Mit heutigen Bohrprotokollen und Implantatdesigns sind Sofortbelastungen in Situationen möglich, die einst ausgeschlossen waren. Komplexe Fälle von Schlafapnoe und deren Behandlung mit dem Apnia-Gerät von Bti beschlossen einen runden und dichten Fortbildungstag.