In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Keramikimplantaten stark gestiegen. Viele Patienten fragen offensiv nach einem hochästhetischen und einem besonders gewebefreundlichen Zahnersatz. Als Innovationsträger beschäftigt sich Camlog bereits seit einigen Jahren intensiv mit Keramikimplantaten und übernahm im Herbst 2016 die Mehrheit an der Schweizer Axis biodental SA, einem auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen Dentalimplantatlösungen aus Hochleistungskeramik spezialisierten Unternehmen. Durch die Zweiteiligkeit erlaubt das neue Ceralog-Implantat reversibel verschraubbare Prothetiklösungen und bietet dadurch mehr Sicherheit und Freiheit für ästhetische Versorgungsmöglichkeiten. Ceralog überzeugt daneben mit guten mechanischen Eigenschaften, die man bisher nur von Titan kannte.

Das Portfolio der Zirkoniumdioxidimplantate umfasst zwei verschiedene Implantate. Das zweiteilige Ceralog Hexalobe Implantat setzt auf eine echte Zweiteiligkeit in Verbindung mit reversibel verschraubbaren Abutments aus dem Hochleistungspolymer PEKK. Das Abutment kann wahlweise mit einer Titan- oder Goldschraube im Implantat befestigt werden. Für rein keramische Lösungen steht optional das einteilige Ceralog Monobloc Implantat zur Verfügung. Beide Implantate sind in den Längen acht, zehn und zwölf Millimetern sowie einem Durchmesser von vier Millimetern lieferbar. Die Farbe Elfenbein, die nahe am Farbton des natürlichen Zahnes ist, sowie die Eigenschaften des Zirkoniumdioxid fördern hohe ästhetische Ergebnisse.

Mehr als zehn Jahre Erfahrung

Ceralog basiert auf einer über zehnjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Im Jahr 2007 starteten die ersten klinischen Untersuchungen mit der heutigen Materialzusammensetzung und Oberflächentextur. Die Vermarktung begann mit dem einteiligen Monobloc Implantat. Seit Anfang 2013 wird das zweiteilige Hexalobe Implantat in der heutigen Konfiguration klinisch erfolgreich eingesetzt. Damit besteht mit Ceralog Hexalobe eine langjährige klinische Erfahrung im Bereich von zweiteiligen, reversibel verschraubten Zirkoniumdioxidimplantaten. Die duale Oberflächentextur vereint zwei definierte Rauigkeiten auf einem Implantat. Die Implantate sind dabei im Halsbereich weniger rau, um die Weichgewebsadaption zu fördern. Der enossale Bereich des Implantatkörpers ist mit einer mikrorauen Textur für eine gezielte Anlagerung der Knochenzellen versehen. Ermöglicht wird dies mithilfe von Ceramic Injection Molding (CIM), einem einzigartigen Keramikspritzguss-Verfahren, mit dem die Ceralog-Implantate produziert werden. Diese Spitzentechnologie erlaubt es, komplexe Formen mit unterschiedlichen Oberflächentexturen ohne zusätzliche abrasive Bearbeitungsschritte herzustellen.

Innovatives Abutment mit optimaler Implantat-Abutment-Verbindung

Ob zementierte Lösungen oder Hybridkronen, mit den Ceralog Hexalobe-Abutments ist beides möglich. Das PEKK-Abutment ist ideal für extreme Beanspruchungen geeignet, da die Duktilität von PEKK den Stressfaktor reduziert und zahnähnliche Eigenschaften simuliert. Unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von Zirkoniumdioxid wurde die Hexalobe Implantat-Abutment-Verbindung speziell für diesen Werkstoff entwickelt und optimiert. Dabei werden die Eindrehkräfte tangential in das Implantat eingeleitet, wodurch ein wesentlich höheres Drehmoment als beispielsweise mit einer hexagonalen Verbindung übertragen werden kann. Neben dem Standard-Abutment ist ab Mai 2017 für das zweiteilige Implantat auch ein individuelles Vollzirkoniumdioxidabutment erhältlich. Dieses wird in zwei Farben verfügbar sein und wahlweise mit einer Gold- oder Titanschraube geliefert. Damit schließt sich der Kreis zum digitalen Workflow mittels Dedicam und es entsteht eine einzigartige patientenindividuelle Lösung: ein zweiteiliges, reversibel verschraubbares Keramikimplantatsystem mit einem individuell geformten Keramikabutment. Jedes einzelne Ceralog Implantat unterliegt einer Qualitätskontrolle. Dabei wird das Implantat in einem kontrollierten Prozess optisch, hinsichtlich der Maße und mit angemessener mechanischer Belastung getestet.

Neue Wege

Auch bei der Markteinführung seines neuen Keramikimplantates geht Camlog neue Wege und setzt konsequent auf besondere Qualität – denn Keramik ist nicht gleich Titan. Um bei Kunden das keramikspezifische Know-how aufzubauen, wurde ein Spezialistenteam aufgestellt, dass im Rahmen eines eigens geschaffenen Ceramic-Excellence-Partner-Programms die erste OP begleitet.