Mit Acuris bietet Dentsply Sirona Implants ein konometrisches Konzept, mit dem Implantologen bei der Befestigung der Krone und der Kappe auf dem Implantat eine weitere Option erhalten – die Retention durch Friktion ohne Schrauben oder Zement. Zudem wurden mehrere Neuigkeiten im digitalen Implantologie-Workflow für Einzelzahnversorgungen vorgestellt.

Nach der ersten Ankündigung der neuen Implantatlösung auf dem Internationalen Ankylos-Kongress von Dentsply Sirona Implants im Juni in Berlin wurde Acuris in Wien zum Jahreskongress der European Association for Osseointegration (EAO) offiziell vorgestellt. „Wir freuen uns, beim 27. Annual Scientific Meeting der EAO in Wien als Diamantsponsor aufzutreten und Implantologen zu zeigen, wie wir ihnen helfen können, exzellente Ergebnissen zu verwirklichen. “, so Simon Fraser, Group Vice President von Dentsply Sirona Implants.

Acuris – feste Retention neu definiert

Acuris basiert auf einem konometrischen Konzept, das die Befestigung der Krone und der Kappe auf dem Abutment durch Friktion ermöglicht – ohne Schrauben und ohne Zement.

Acuris wird als Durchbruch in der Implantologie bezeichnet, da die Lösung die feste Retention neu definiert. Die Innovation repräsentiert das Beste aus zwei Welten: eine konische Retention, die für den Zahnarzt herausnehmbar, für den Patienten jedoch festsitzend ist. Acuris basiert auf einem konometrischen Konzept, das die Befestigung der Krone und der Kappe auf dem Abutment durch Friktion ermöglicht – ohne Schrauben und ohne Zement. Die spart Zeit, verbessert die Vorhersagbarkeit, sorgt für qualitativ hochwertige Ergebnisse und verbessert den Workflow im Labor. Das Einsetzen der finalen Krone dauert nur Sekunden anstelle von Minuten – es ist nur ein einziger Klick erforderlich, um die Krone mit dem patentierten Befestigungsinstrument zu platzieren.

Dr. Marco Degidi, Bologna/Italien, war an der Entwicklung des konometrischen Konzepts beteiligt. „Ich bin überzeugt, dass dies die Zukunft ist, auch für den Patienten, da die Lösung ihm Vorteile bietet, wie höhere Zufriedenheit und mehr Komfort. Der Behandler kann eine präzise Versorgung einsetzen, die bei Bedarf jederzeit herausgenommen werden kann“, so Dr. Degidi. Bei dem Branchensymposium „Inspiration TALKS with Dentsply Sirona Implants“ führt Dr. Degidi das Publikum durch klinische Fälle, bei denen Acuris mit dem Ankylos-Implantatsystem verwendet wurde.

Studien vorgestellt

Auf der EAO-Posterausstellung wurden drei F&E-Studien von Dentsply Sirona Implants vorgestellt.  Die Studien bewerteten die Stabilität einer konometrischen Verbindung unter dynamischer lateraler Belastung, die konometrische Haltekraft im Zeitverlauf unter dynamischer Belastung sowie die Verbindung und simulierte maximale Bisskräfte.

„Wir haben gesehen, dass die neue Verbindung der getesteten Proben ihre Stabilität im Zeitverlauf unter zyklischer Belastung behält, ohne dass ein Verschleiß festgestellt wird. Darüber hinaus ist Acuris mit seiner konometrischen Retention in der Lage, lateralen Kräften standzuhalten, die hauptsächlich im Frontzahnbereich (den Schneidezähnen) auftreten. Das bedeutet, dass diese Befestigungsform für den Einsatz bei Einzelzahnversorgungen im Frontzahnsegment möglich ist“, so Florian Tebbel, Manager Lab and Test Engineering, Forschung und Entwicklung bei Dentsply Sirona Implants.

Zu Acuris gehören Abutments mit unterschiedlichen Angulationen, die für alle drei Implantatsysteme – Ankylos, Astra Tech Implant System und Xive – von Dentsply Sirona Implants erhältlich sein werden und für alle Positionen im Mund für Einzelzahnversorgungen verwendet werden können.

Digitaler Implantologie-Workflow für Einzelzahnversorgungen

Cerec Guide 3 komplettiert den Digital Implant Workflow und ermöglicht eine klinisch sichere Umsetzung der prothetisch orientierten Planung durch eine vollgeführte Insertion.

Im digitalen Implantologie-Workflow von Dentsply Sirona für Einzelzahnversorgungen wurden mehrere Neuigkeiten vorgestellt – Cerec Guide 3, inLab SW 18, die Atlantis CustomBase-Lösung und Azento.

Mit Cerec Guide 3 können sich Zahnärzte auf eine neue Bohrschablone freuen, die sowohl die chirurgische Aufbereitung des Implantatbettes als auch die Insertion aller Implantate aus dem Hause Dentsply Sirona unterstützt. Cerec Guide 3 komplettiert den Digital Implant Workflow und ermöglicht eine klinisch sichere Umsetzung der prothetisch orientierten Planung durch eine vollgeführte Insertion.

Auf der Basis einer mit der Cerec Omnicam erstellten optischen Abformung und eines 3D-Röntgenbilds kann mit der Cerec-Software 4.6.1 und einer passenden Schleifeinheit eine Restauration leicht, schnell und kostengünstig in der Praxis hergestellt werden. Die wesentliche Neuerung im Arbeitsablauf besteht darin, dass in Cerec Guide 3 nach dem Ausfräsen Hülsen mit einem speziellen Komposit (Calibra, Dentsply Sirona) platziert werden – zusätzliche Bohrschlüssel entfallen. Mit Sirona Connect und den Atlantis-Lösungen via inLab-Software wird die digitale Verbindung verbessert. Die integrierte Lösung erleichtert es, auf die patientenindividuellen Atlantis-Lösungen zuzugreifen. Die aktuelle inLab Software 18 optimiert die Laborabläufe und bietet Zugang zu erstklassig gefertigten Abutments und Suprastrukturen. Im Bereich der Prothetik bietet die Atlantis CustomBase-Lösung für verschraubte Versorgungen nun ein erweitertes Sortiment. Außerdem hat Atlantis eine TemporayCrown für zementierte Interims-Versorgungen eingeführt.

Azento – neue Lösung für digitalen Workflow

Mit der Markteinführung von Azento wird bald eine Lösung für den digitalen Implantologie-Workflow zur Verfügung stehen, die die Planung, den Kauf und die Eingliederung von Implantaten optimiert.

Mit der bevorstehenden Markteinführung von Azento in 2019 werden Zahnärzte und Zahntechniker bald eine Lösung für den digitalen Implantologie-Workflow erhalten, die die Planung, den Kauf und die Eingliederung von Implantaten optimiert. Der Zahnarzt erhält einen präzisen, individualisierten digitalen Behandlungsablauf, der auf den digitalen Scans eines Patienten basiert. Azento enthält alle Komponenten und Instrumente, die für die Durchführung einer Implantatbehandlung erforderlich sind, einschließlich einer Bohrschablone, eines Implantats und eines individuellen Gingivaformerers, die innerhalb von fünf Werktagen nach Genehmigung des Behandlungsplans geliefert werden. Dadurch entfällt der Aufwand für die Koordination der Bestellungen bei mehreren Lieferanten und die Überwachung der Bestände in der Praxis. Die definitive Versorgung kann mit Atlantis und Cerec oder durch ein Atlantis-Dentallabor erfolgen. Die Lösung wurde im September 2018 auf dem US-Markt eingeführt und wird 2019 in Kanada und Europa verfügbar sein.

Neue Gingivaformer und Abformpfosten für das Xive-Implantatsystem ab Ende Januar 2019

Die neuen Xive-Gingivaformer und Abformpfosten sorgen für eine intelligentere Ausformung des Weichgewebes und damit für bessere ästhetische Optionen.

Die neuen Gingivaformer und Abformpfosten für das Xive-Implantatsystem sorgen für eine intelligentere und bessere Ausformung des Weichgewebes.Die Gingivaformer haben eine leicht konkave Form und damit verbesserte Geometrie, die das Einsetzen und Entfernen gerade bei unebenen Knochensituationen erleichtert. Sie bestehen zukünftig aus Titanlegierung, sind farbkodiert und lasermarkiert. Das neue Emergenzprofil macht die Ausformung vorhersehbarer und trägt dazu bei, das Weichgewebe zu erhalten und ästhetisch zu gestalten.

Der Abformpfosten folgt der Kontur des Gingivaformers und überträgt die Implantatposition und die Form des verheilten Weichgewebes mit hoher Präzision auf das Meistermodell. Die verbesserte Abdrucknahme, unter anderem mit Klick-Mechanismus bei der geschlossenen Abformung, bringt mehr Komfort in den Praxisalltag und gibt dem Zahnarzt mehr Optionen für eine bessere Ästhetik.