Der 32. Jahreskongress der DGI im Kongresszentrum Wiesbaden ist im vollen Gange. Scheinbar gibt es kaum noch Kontraindikationen für eine implantologische Versorgung: Einstige Risikogruppen können dank verbesserter bildgestützter Diagnostik und auch vieler technologischer Hardware- und regenerativer Innovationen der jüngsten Zeit sicherer und vorhersagbarer therapiert werden, und engmaschige Nachsorge-Konzepte sichern den Langzeiterfolg. Also „Implantologie für alle “ – sowohl beim Patienten als auch beim Behandler?

 

Der 32. Jahreskongress der DGI im neuen Kongresszentrum von Wiesbaden unter Kongresspräsident Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz gibt darauf eine differenziertere Antwort. Die Praxen werden sich künftig aufgrund des demographischen Wandels und komplexer allgemeinmedizinischer Therapien vermehrt auf Risikopatienten einstellen müssen. Entsprechend bedarf es einer individualisierten, auf die ganz eigenen gesundheitlichen Gegebenheiten des Patienten angepassten Implantatchirurgie und -prothetik. Damit erstreckt sich die Frage „Implantologie für alle?“ gleichzeitig aber auch auf den Behandler. Bis zu welchen Eingriffen ist der Generalist ausreichend gewappnet, und ab wann sind Sepzialisten gefordert? Den steigenden Anforderungen und immer komplexer werdenden Konzepten muss auch die Fortbildung Rechnung tragen.

Neben den klassischen Themen stehen daher kompromittierte und Risiko-Patienten ebenso wie die Alterszahnheilkunde unter dem Schlagwort „zahnlos-Demenz-Heim“ am Jahreskongress im Mittelpunkt. Die Ästhetik kommt dabei nicht zu kurz, unter Betonung von Patienten, die aufgrund der direkten Sichtbarkeit ihrer Restauration besondere Zuwendung benötigen.

Eine „Speaker´s Corner“ im internationalen Forum sorgt für lebendige Diskussionen im engeren Kreis, und auch der traditionelle Gala-Abend ersteht in frischem neuen Gewand als ein lockeres Get-Together in der großen Industrieausstellung. Bei Rheingauer Riesling und im Sinne des Wortes kunst-voll gerahmt von der großartigen Light Air von Prof. Dr. Rainer Schmelzeisen zeigt sich die größte deutsche implantologische Fachgesellschaft von einer ganz neuen Seite.

Einblicke in den DGI-Jahreskongress 2018

Der 32. DGI-Kongress in Wiesbaden mit dem Motto „Personalisierte Implantologie – Implantologie für Alle?“ bot über 1.500 Teilnehmern Raum zur Wissenserweiterung und zur Diskussion.

Jan Worlitz, Geschäftsführer von medical instinct, hielt schon immer perfekt mehrere Bälle in der Luft.