Die Einführung eines intraoralen Scanners in der Zahnarztpraxis ändert einiges. pip befragt Dr. Mohsen Tehranian, London, zu seinen Erwartungen und den Indikationen beim Einsatz des Scanners. Dr. Tehranian hat seit 2002 eine eigene Praxis und ist seit 2005 begeisterter Invisalign-Behandler.

pip: Dr. Tehranian, was hat Sie in erster Linie bewogen, sich einen Intraoralscanner für die Praxis anzuschaffen?

Dr. Tehranian: Ich benutze den Intraoralscanner iTero tatsächlich bereits seit seiner Einführung, habe zunächst aber nur Kronen, Brücken und Veneers mit dieser Technik angeboten. Mittlerweile nutze ich iTero auch in der Behandlung mit Invisalign und ich muss sagen: In puncto Schnelligkeit und Effizienz war dieser Schritt bahnbrechend für meine Praxis!

pip: Was genau haben Sie sich von einem Intraoralscanner versprochen?

Dr. Tehranian: Zunächst hatte ich ein anders Gerät verwendet, bin aber schnell davon abgekommen. Ich konnte damit einfach nicht so schöne Kronen herstellen, wie ich es vom Labor gewohnt war – finiert, glasiert usw. Da ich also nicht die Qualität produzieren konnte, die ich mir wünschte und vor allem auch gewohnt war, habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Der Wechsel zu iTero ermöglichte es mir dann, sofort bessere Restaurationen herstellen zu können. Wie bei der Einführung jeder neuen Technologie war der Anfang natürlich etwas zäh – die ersten 20-30 Scans haben lange gedauert. Inzwischen habe ich die Dauer aber deutlich reduziert und liebe die Anwendung des Scanners! Ich würde nichts anderes mehr benutzen.

pip: War die Anwendung selbst leicht zu erlernen?

Dr. Tehranian: Man muss langsam anfangen; und natürlich passieren auch Fehler, aber man macht stetig deutliche Fortschritte. In die Anwendung muss man sich ein wenig einarbeiten, doch sobald man eine gewisse Lernkurve genommen hat, stellt man fest, wie einfach die Verwendung des iTero ist.

pip: Benutzen Sie den Scanner für jeden Ihrer Patienten?

Dr. Tehranian: Tatsächlich setzen wir den iTero für Kronen, Brücken und jede Restauration, die ein Labor erfordert, ein. Der Einsatz ist wirklich unproblematisch und geht sehr schnell: Ein Scan dauert weniger als zwei Minuten. Jede Anwendung lieferte bisher absolut präzise Ergebnisse, hat meine Behandlungszeiten verkürzt, meine Effizienz verbessert – und die Restaurationen passen perfekt. Der Einsatz von iTero bringt mir sehr viele Vorteile.

pip: In welcher Form unterstützt der Scanner die Patientenkommunikation?

Dr. Tehranian: Unsere Patienten sind zumeist beeindruckt von den 3D-Scans und der fortschrittlichen Technologie. Die meisten zeigen sich erleichtert, dass auf die unbequeme herkömmliche Abdrucknahme mittels Tray und Alginat verzichtet werden kann. An diesem Punkt ist der Patient bereits überzeugt. Wenn ich einen Scan durchgeführt und dem Patienten genau erklärt habe, warum ich z. B. eine bestimmte Fläche des Zahns abtragen muss, kann er den Grund für die Zahnreduktion, die Krone oder die Menge des Restzahns jetzt viel besser nachvollziehen. Die Software des Scanners dokumentiert präzise, welche Zahnbereiche abgenutzt oder durch Chipping abgesplittert sind, jedes einzelne Detail der Zähne wird ersichtlich – das lässt sich hervorragend in die Behandlung einbinden und erleichtert die Kommunikation ungemein. Denn ein Patient, der sich in die Behandlung einbezogen fühlt, hat ein viel besseres Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen.

pip: Unterstützt der Scanner dabei, dem Patienten die Nutzung einer Behandlung zu verdeutlichen?

Dr. Tehranian: Der iTero ist ein fantastisches Tool für die Behandlung unserer Patienten. Es kommt sogar gelegentlich vor, dass mir andere Zahnärzte ihre Patienten überweisen, weil eine konventionelle Abdrucknahme bei ihnen nicht möglich war. Bei jedem Patienten, der in unsere Praxis kommt, machen wir einen Routine-Scan. So können wir beispielsweise einem Patienten mit Engstand in kürzester Zeit zeigen, wie es aussehen würde, wenn die Zähne gerade sind. Es ist ja so: Die Welt von heute ist digital. Wenn man dem Patienten sagt, dass die gesamte Behandlung digital abläuft, sehe ich das als ein einzigartiges Verkaufsargument.

pip: Wie lange dauert es, bis sich der Scanner bezahlt macht?

Dr. Tehranian: Beim meinem ersten Scanner hat es ungefähr zwei Jahre gedauert, bis sich die Kosten amortisiert haben.

pip: Herzlichen Dank, Dr. Tehranian.