Einst als informeller Stammtisch gegründet, zeigte sich die Münchner Zusammenkunft von Bicon-Anwendern allein hinsichtlich der Teilnehmerzahl von zuweilen über 50 den Kinderschuhen entwachsen, und so wurde Anfang März im Seehaus im Englischen Garten der erste Bicon Study Club München unter der Leitung von Dr. Peter Chaloupka aus Garching ins Leben gerufen. Bicon-Präsident Dr. Vincent Morgan aus Boston war zu diesem Anlass als Ehrengast angereist und bestritt den Abend mit beeindruckenden Präsentationen zum Einsatz der „Shorties“ und zum neuartigen metallfreien prothetischen Werkstoff Trinia.

„Als implantierender Zahnarzt und Bicon-Anwender komme ich in meiner Praxis mit verschiedensten Fragen, Problemen und deren Lösung in Berührung, und so kam mir gemeinsam mit anderen Kollegen die Idee eines kollegialen Austausches im Rahmen eines Study Clubs“, begrüßte Dr. Peter Chaloupka die trotz Osterferien zahlreich erschienenen Kolleginnen und Kollegen.

Implantate bei Teenagern?

Gestern Indien, heute München – Dr. Vincent Morgan

„Ab welchem Alter würden Sie einen Patienten implantologisch versorgen?“, warf Dr. Morgan, frisch angereist von einer Mehr-Städte-Tour durch Indien und noch im traditionellen Gewand, die erste Frage in den Raum, und schon entspann sich eine heftige Diskussion: „Nie vor 20!“, – „Hängt vom Geschlecht ab!“ – „Hängt vom individuellen Wachstum ab!“ Genau solche Auseinandersetzungen sind der Sinn eines Study Clubs. Morgan präsentierte eine retrospektive Studie aus 2017 von Dr. Rudy Seemann von der Universität Wien über einen Beobachtungszeitraum von einem, fünf und zehn Jahren nach Implantatversorgung bei Jugendlichen. Aufgrund des besonderen Bicon-Implantatdesigns mit doppeltem Platform Switching und seitens der FDA bestätigter, bakteriendichter Verbindung konnte auch bei noch nicht abgeschlossenem Wachstum erfolgreich und ohne Knochenverlust implantiert werden. Durch Setzen eines kurzen Implantates als Platzhalter erfolgte im Erwachsenenalter dann direkt oder in Verbindung mit einer vorangehenden kieferorthopädischen Behandlung eine erfolgreiche endgültige prothetische Versorgung. „Würden Sie nach diesen Ergebnissen noch ernsthaft einen Jugendlichen mit einem ,Flipper‘ versorgen wollen?“, schloss Dr. Morgan herausfordernd.

CAD/CAM-Material der Zukunft

Aus einer multidirektionalen Vernetzung von Glasfasern und Kunstharzen bestehen die CAD/CAM-Discs und -Blöcke von Trinia und bieten Zahntechnikern und Zahnärzten damit ein metallfreies, dauerhaftes, biokompatibles und extrem leichtes Gerüstmaterial für die Herstellung von Käppchen, Untergerüsten von permanenten oder provisorischen Front- und Seitenkronen, Brückenkonstruktionen und teleskopierenden Restaurationen. Vor allem die einzigartigen mechanischen und hohen biegefähigen Druck-Eigenschaften und deren Vorteile demonstrierte Dr. Morgan in einer beeindruckenden Reihe prothetischer Versorgungen. Eine fünfgliedrige spannungsfreie Versorgung gelingt in zwei Sitzungen und effektiv zwei Stunden Behandlungszeit. „Der echte Aktivposten ist Ihre Zeit!“, betonte Dr. Morgan. „Mit Bicon verkaufen wir kein Implantat, sondern neue Möglichkeiten, Versorgungen vorzunehmen, die mit konventionellen Materialien und Designs schlichtweg nicht gelingen.“ „Im ländlichen Raum gelten Stammtische häufig als ein Treffpunkt von ausschließlich Männern eines Ortes“, definiert Wikipedia – so zeigte auch die rege Teilnahme von Damen, dass der einstige Münchner Stammtisch nun zu einem veritablen Study Club herangewachsen ist. Auch Nicht-Bicon-Anwender sind bei den künftigen regelmäßigen Zusammentreffen willkommen und können ihr Interesse unter germany@bicon.com anmelden.