Drei von fünf Zahnärzten verweigern sich bisher der schablonengeführten Implantologie aufgrund vermuteter Unwirtschaftlichkeit wegen zu geringer Fallzahlen, eines zu komplizierten Handlings und vor allem der eingeschränkten Einsehbarkeit des OP-Feldes: Mit BoneTrust Guide können diese Behandler nun ein erwiesenermaßen zeitsparendes, effizienzsteigerndes und sicherheitsoptimiertes System auch in ihrer Praxis einsetzen.

Entscheidende Verbesserungen

Kunststoffschablone.

Konstruktiver Hauptunterschied beim Bone Trust Guide System ist die bilaterale Führung des Winkelstücks über „Legs“, spezielle Halter, mit denen konventionelle Führungshülsen überflüssig werden. Dadurch kann die Schablone sehr grazil gehalten werden. Das OP-Feld bleibt damit die ganze Zeit komplett einsehbar und frei zugänglich. Da es keine zentralen Führungshülsen gibt, können die Bohrer völlig frei laufen und optimal gekühlt werden – die für den Operateur so wichtige Rückmeldung bezüglich der Knochenqualität bleibt erhalten wie beim freien Implantieren, und eine Erhitzung des Bohrers oder gar Knochens wird vermieden. Auch eine Kontamination des OP-Gebietes durch Kunststoff – oder Metallabrieb ist damit ausgeschlossen. Eventuelles Knochenaugmentat kann durch die spezielle Schablonenkonstruktion und erneut dank des Verzichts auf Bohrhülsen sehr leicht und ohne Kontakt zur Schiene eingebracht werden. Sogar Expansionsschrauben können kontaktfrei eingebracht und direkt auf ihren korrekten Sitz hin überprüft werden. Konstruktionsbedingt ist die Nutzung deutlich kürzerer Bohrer möglich, was den Einsatz auch in schwer zugängliche Regionen oder bei verringerter Mundöffnung deutlich erleichtert.

Vollendeter Workflow.

Das System bietet einen geschlossenen Workflow von der konventionellen Abdrucknahme und einer DVT- oder CT-Aufnahme mit einem Steckbaustein über die Implantatplanung mit der 2Ingis Planungssoftware 2TCare oder auch kompatiblen Planungstools wie coDiagnostiX, smop etc. bis zur geführten Implantation. Nach der Modellherstellung erfolgt auf Basis der Implantatplanung ein Wax up der prothetischen Versorgung. Das Labor kann nach dem anschließenden Modell- und Wax up-Scan alle digitalen Daten matchen und prüfen, ob eine entsprechende Schienenproduktion möglich ist oder die Planung noch einmal geändert werden muss. Anschließend wird die Bohrschablone im DLP-Druckverfahren wahlweise in Metall oder Kunststoff gefertigt und nach Lieferung in die Praxis bei 135 Grad sterilisiert. Jede Bohrschablone wird mit einem individuellen Bohrprotokoll geliefert, das alle einzelnen Schritte bis zur Implantation aufzeigt.

Durchdachte neue Tools

Das BoneTrust Guide Chirurgietray enthält alle ergänzend zum konventionellen BoneTrust Implantatsystem benötigten Bohrer und Instrumente, u. a. speziell entwickelte kurze Vor- und Erweiterungsbohrer, die durch eine minimale Bauhöhe den Einsatz auch bei geringer Mundöffnung ermöglichen. Mit einem speziellen Flat Drill Planierbohrer kann eine ausreichend breite und plane Fläche an der geplanten Implantationsregion erzeugt werden. Der Gingiva Punch bietet eine minimalinvasive Alternative zu einer herkömmlichen Lappenpräparation. Das Instrumentarium insgesamt ist minimal und leicht handhabbar gehalten und vielseitig auch in anderen Bereichen einsetzbar – damit bleibt die Erstinvestition von ohnehin nur € 1490,00 überschaubar. Auch der Kauf einer Software ist nicht zwingend erforderlich, auf Wunsch kann die Nutzung fallbezogen abgerechnet werden.