hero-ribbon

Neuigkeiten zur IDS hier auf www.frag-pip.de

Der digitale Workflow bei der Sofortversorgung

Nach einer misslungenen endodontischen Behandlung (Abb. 1) stellte sich ein 62-jähriger Patient bei uns vor. Nach ausführlicher Begutachtung und Diskussion mit dem Patienten kamen wir zu der Entscheidung, dass ein Implantat langfristig die beste Lösung darstellte. Die Extraktionslücke des Prämolaren ließ nur wenig Platz für das zu setzende Implantat und das ungleiche Knochenverhältnis der sehr schmalen Kortikalis stellte eine große Herausforderung dar. Die Anwendung des kompletten digitalen Implantologie-Workflows erlaubte die detailgetreue Behandlungsplanung und die Fertigung der notwendigen Prothetik anhand rein virtueller Daten.

Therapieansatz

Die Vorteile der computergestützten Implantologie kommen vor allem bei einer provisorischen Sofortversorgung zur Geltung. Durch Anwendung des digitalen Workflows verkürzte sich die Behandlungszeit für den Patienten erheblich. Die Sofortbelastung bringt dank des festsitzenden Provisoriums nicht nur ästhetische Vorteile, sondern beugt durch nahtlose Erhaltung der Belastung auch Knochenschwund vor.

Herstellung anhand digitaler Daten

Mit der Cerec Omnicam und einem Orthophos XG-3D Conebeam-Scanner (beides Dentsply Sirona) gewannen wir die digitalen Daten beider Kiefer. Vor der Extraktion des Prämolaren stellten wir mit ausschließlich diesen Daten folgende Elemente her:

  1. Den Simplant-Guide mit Markierung der „One-position-only“- Ausrichtung der Implantat-Aufbau-Verbindung
  2. Ein patientenindividuell gestaltetes Atlantis Abutment
  3. Ein CAD/CAM-gefrästes PMMA-Provisorium
  4. Das definitive CAD/CAM-gefertigte Zirkonoxidgerüst für die Einzelkrone
  5. Einen CAD/CAM-Positionierungsschlüssel für das Abutment
  6. Einen individuellen Abdrucklöffel zur Übertragung der definitiven Gerüstposition nach Einheilung.

Nach dem Intraoralscan wurden die Daten (Abb. 2) über das Dentsply Sirona-Portal an das Dentallabor übertragen und eine Farbnahme mit der Fotokamera und der gewählten Farbskala – sichtbar im Foto – durchgeführt.

Fazit

Diese Falldokumentation zeigt, wie die Kombination aus modernster Technologie und umfangreichem handwerklichen Können dem Anspruch von Behandler und Labor, immer das bestmögliche Ergebnis für ihre Patienten zu erreichen, in vollem Umfang gerecht werden kann.

Autor

Alexander Fischer, Zahnarzt

1988-1996 Studium Zahnmedizin an der HU Berlin
1996 Approbation
1997-2005 Tätigkeit in verschiedenen Zahnarztpraxen
Seit April 2005 Niederlassung in eigener Praxis, Berlin-Tegel
2007 Tätigkeitsschwerpunkt Funktionsdiagnostik
Seit 2010 Geprüfter Experte der Implantologie (DGOI) und „Diplomate“ of Implantology (ICOI)
2. Vorsitzender der Dentsply Implants PEERS Gruppe Spree
seit Gründung im Jahr 2014
2016 Anerkennung zum Zertifizierten Referenten (DGOI)
info@zahnfischer.de

www.zahnfischer.de

Ulrich Hauschild, Zahntechniker

Seit 1985 Zahntechnische Laboratorien in Deutschland, Italien und Frankreich
Langjähriger Experte in computergestützter Implantologie
Zertifiziertes Mitglied der internationalen Dental Excellence Laboratory Group
Internationalundnationalrenommierter Referent und Autor
Ab 2009 Dozent bei Masterstudiengängen der Zahnmedizin an den Universitäten Genua, Frankfurt, Varese, Padua, Toscana
2011-2012 Vorstandsmitglied der Cai Academy (CAI)
IPS Mastership Status (ICOI), USA
Seit 2015 Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft für
digitale Zahnmedizin (DDS)
Seit 2016 Beisitzer des Vorstands der Deutschen Gesellschaft
für orale Implantologie (DGOI)
Seit 2017 Mitglied des Präsidiums der Plattform für Education, Exchange, Research and Science PEERS Deutschland
info@dentaldesign.biz
www.dentaldesign.biz