Eine Fallserie zum Vergleich einer Augmentation mittels autologer Knochenblöcke oder „Sandwich-Technik“ unter Verwendung der lateralen knöchernen Sinuswand.

Die Fortschritte in der Zahnmedizin und in der Oralchirurgie haben die implantatprothetische Rehabilitation von teilbezahnten und zahnlosen Patienten auch bei geringem Knochenangebot möglich gemacht. Zahlreiche Augmentationstechniken wie beispielsweise der Einsatz partikelförmigen Knochenersatzes (aus unterschiedlichen Materialien mit und ohne Membranen), die Gesteuerte Knochenregeneration (guided bone regeneration, GBE), Knochenblöcke autologen oder allogenen Ursprungs sowie die Distraktionsosteogenese eignen sich zur Vergrößerung des Knochenvolumens [1-3]. Diese Verfahren sind dadurch limitiert, dass nicht immer das erwünschte Knochenvolumen erreicht wird und weil nach der Augmentation mit einer Resorption infolge der knöchernen Modellierungsvorgänge im Augmentat gerechnet werden muss. Diese unterliegt teilweise großen Schwankungen. In der Literatur werden bei Knochenaufbaumaßnahmen mit Blockaugmentaten aus dem Unterkiefer Resorptionsraten genannt, die zwischen 5,0 % bis 28,0 % liegen [4-8].

Auch wenn autolog gewonnener Knochen noch immer als das Aufbaumaterial mit der besten Behandlungsprognose gilt, ist dessen Einsatz mit Nachteilen verbunden. Einerseits steht er nicht unbegrenzt zur Verfügung und andererseits ist er mit einer hohen Patientenmorbidität infolge des zusätzlichen Eingriffs zur Gewinnung des autologen Knochens und der möglichen postoperativen Beschwerden verbunden [9,10]. Mittels verschiedener Modifikationen wurde versucht, die Patientenmorbidität bei Gewinnung autologer Knochenblöcke zu reduzieren [11]. Eine dieser Modifikationen stellt die Verwendung der lateralen Sinuswand bei externen Sinusbodenelevationen dar. In Kombination mit partikelförmigem Knochen ist es möglich, eine erhöhte Patientenmorbidität zu verhindern und gleichzeitig die Effekte eines blockförmigen Augmentates mittels einer „Sandwich-Technik“ zu erzielen. Insofern könnte dieses neuartige und vielversprechende Behandlungsprotokoll eine Alternative zur Verwendung von blockförmigen autologen Knochenaugmentaten sein [11].
Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die klinischen und röntgenologischen Ergebnisse in Bezug auf den Volumengewinn und chirurgischer Komplikationen nach autologer Blockaugmentation und Sandwich-Technik mit autologem partikuliertem Knochen zu vergleichen [1-4,9-11].