Im modernen Kongresszentrum Kap Europa in Frankfurt am Main trafen Ende Mai 750 Zahntechniker und Zahnärzte zum 6. Camlog Zahntechnik-Kongress (Fokus: Implantatprothetik) zusammen. Im Mittelpunkt stand die interdisziplinäre Zusammenarbeit durch kluge Vernetzung von Wissen und Qualität.

Voller Vorfreude begrüßten die beiden Moderatoren Dr. Marcus Beschnidt und ZTM Gerhard Neuendorff das Auditorium zum 6. Camlog Zahntechnik-Kongress mit dem Fokusthema: Implantatprothetik. Leidenschaft und die Neugier für den Beruf des Zahntechnikers waren die Treibfedern aller Referenten – ob im Team oder als Einzelkämpfer. Die Digitalisierungswelle macht auch vor der Dentalbranche keinen Halt, erklärte Michael Ludwig, Geschäftsführer der Camlog Vertriebs GmbH, in seiner Eröffnungsrede. „Diesen Schwung mitzunehmen, sich intelligent zu vernetzen oder Kooperationen einzugehen bietet viele Chancen die Zukunft nach seinen Präferenzen zu gestalten.“

Lernen – Zuhören – Hinterfragen

Im ersten Teamvortrag zur Implantatprothetik demonstrierten Prof. Dr. Michael Stimmelmayr und ZTM Michael Zangl, beide Cham, die lösungsorientierte Herangehensweise einer andernorts versorgten und fehlgeschlagenen Implantatrekonstruktion. Die gute Kommunikation und systematische Vorgehensweise sowie der extrem engagierte Einsatz und die hohe fachliche Kompetenz aller Teammitglieder mündeten in der Neuversorgung eines anschließend sichtlich zufriedenen Patienten. Dr. Detlef Hildebrand und ZTM Andreas Kunz, beide Berlin, arbeiten schon seit 20 Jahren mit Camlog zusammen. Sie besprachen den Wechsel im Behandlungskonzept festsitzender und abnehmbarer Implantatrekonstruktionen vor allem im zahnlosen Kiefer. Dr. Hildebrand gibt seine Erfahrungen gerne weiter und ermahnt, ständig weiter zu lernen, zuzuhören und Misserfolge zu hinterfragen sowie die richtigen Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Die jungen Wilden von heute

In der Kongressmitte zeigte die junge Generation, welchen Weg sie für sich gewählt haben. ZTM Kathrin Rohde aus Schorndorf beeindruckte mit tollen Bildern, Zahntechnik mit viel Liebe zum Detail und emotionalen Geschichten. Wie Freundschaft die Weiterbildung in der Zahntechnik beflügeln kann, demonstrierte das Team ZTM Claus-Peter Schulz, Baden-Baden, und ZT Anthimos Maki Tolomenis, Essen. Sie lernten sich bei einer Fortbildung kennen und besprechen seither ihre Arbeiten und Methoden manchmal bis zu viermal am Tag über ihre Social-Media-Kanäle.

ZTM Maxi Grüttner leitet im Familienunternehmen mit mehreren Niederlassungen das Fräszentrum. Sie erörtert mit ihren Kunden via Teamviewer die Designs und Lösungen der CAD/CAM-gefertigten Rekonstruktionen zwischen „Utopie und Realität“.

Wünschenswerte Zukunftsperspektiven

ZTM Björn Roland zeichnete ein Bild der Zahntechnik im Jahr 2025. Er appellierte an die Zuhörer, die Chancen anzunehmen, die sich durch den digitalen Wandel bieten. Die Camlog-Referenten ZT Martin Steiner und ZT Ulf Neveling stellten die Vorteile des De- dicam Implantatplanungs-Services im digitalen Workflow vor. „Wir erleben einen einzigartigen Innovationsschub in der Geschichte der Menschheit. Ganze Branchen, Lebensmodelle und der Alltag verändern sich“, leitete Wissenschaftsredakteur und Diplomphysiker Ranga Yogeshwar seinen Vortrag ,Nächste Ausfahrt Zukunft – eine Gesellschaft im Umbruch‘ ein. Pointiert skizzierte er diesen Wandel und richtete den Blick auf mögliche zukünftige Szenarien. Am Ende blickten die Teilnehmer auf einen kurzweiligen, informativen sowie emotionalen Kongresstag zurück, bei dem stets der Patient im Fokus stand.