Dentamedic in Bad Neustadt an der Saale zählt zu den größten zahnärztlichen Praxisgemeinschaften Deutschlands. Die Nähe zum Patienten hat das dynamische Wachstum der Gruppe allerdings nicht abgeschwächt. Im Gegenteil, aus dieser Nähe hat sich ein besonderes Netzwerk von Spezialisten auf allen Gebieten der Zahnmedizin entwickelt, mit dem gemeinsamen Ziel, den Patienten bestmöglich zu versorgen. Als Vorbildpraxis gibt Dentamedic sein gesammeltes Wissen in Form von Workshops, Fortbildungen, Hospitationen, der Experten-Lernplattform Dentamedic Campus und zahlreichen weiteren Hilfestellungen für den Berufsalltag weiter. Ein Highlight des Jahres 2018 bilden die Flowdays im November. pip sprach mit Dr. Harald Streit.

pip: Sie trauen sich was – allerorten schwinden die Teilnehmerzahlen und Sie legen direkt drei Tage Fortbildung auf?

Harald Streit: Sie werden den großen Unterschied erkennen, wenn Veranstaltungen aus der Praxis selbst gestaltet werden. Wir haben ein breites, aber sehr praxisbezogenes Themen-Angebot. Die einzelnen Tage sind auch separat buchbar, man kann sich also sein Programm für seine individuelle Praxis-Situation und seine aktuellen Informationsbedürfnisse ideal zusammenstellen. Wir sind damit sicher, dass sich speziell für die vielen Zahnärzte an der Schwelle zum Praxisalltag von morgen und für junge Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner aus den Flowdays viele direkt umsetzbare Impulse ergeben.

pip: Wie unterteilen sich die Tage im Einzelnen?

Harald Streit: Der Donnerstag ist praktischen Workshops zu brandaktuellen Themen wie der DVT-Nutzung, 
dem Einsatz intraoraler Scanner,
 dem digitalen Workflow, den Besonderheiten bei Keramikimplantaten und dem Einsatz des Lasers unterstellt. Alles Themen, über die heute auch Ihr Patient informiert ist und von Ihnen ein Angebot und Lösungen erwartet. Selbst wenn Sie sich gegen den Einsatz einer bestimmten Technik in Ihrer Praxis entscheiden sollten, sollten Sie wissen, wie sie funktioniert. Wobei Sie sich im eigenen Interesse den vielen Vorteilen der digitalen Arbeitsprozesse nicht entziehen sollten.

Wir haben in unserer Klinik akribisch nicht nur die Behandlungs-, sondern auch die wirtschaftlichen Vorteile einiger Techniken dokumentiert, und glauben Sie mir, es lohnt sich für Ihre Patienten ebenso wie für Sie. Dabei kommen auch Aspekte wie der Aufbau eines interdisziplinären Netzwerkes nicht zu kurz – wenn Sie selber Spezialist sind, müssen und sollten Sie nicht alles selber machen wollen.

Am Freitag liegt der Fokus auf dem Digitalen Workflow mit Updates aus Forschung und Klinik und tollen internationalen Referenten. Hier geht es vor allem auch um die Schnittstellen zwischen Praxis und Labor und die Vorteile einer bereits gemeinsamen Diagnostik und Planung. Am Samstag präsentieren wir mit Dr. John Kois aus Seattle klar unser Highlight. Nach zehn Jahren ist es uns erstmalig gelungen, ihn wieder nach Deutschland zu holen. Sein Name ist Programm, und jeder sollte sich beeilen, der ihn einmal live erleben möchte, ohne sich über den Atlantik aufmachen zu müssen.

Selbst der Unterhaltungsteil am Abend bietet mit dem bekannten Physiker und Kabarettisten Vince Ebert und dem Mountainbiker und Abenteurer Harald Philipp für den Zahnmediziner ganz neue und sicherlich impulsgebende An- und Einsichten. Natürlich bleibt noch genügend Zeit, sich über die gewonnenen Erkenntnisse mit den Kolleginnen und Kollegen in entspanntem Rahmen auszutauschen.

pip: Was zeichnet Dr. Kois denn besonderes aus, dass alle so den Atem anhalten?

Harald Streit: Den müssen und sollten Sie als ambitionierter Zahnarzt einfach einmal erlebt haben. John Kois ist nicht nur Synonym für Fortschritt und Erneuerung, sondern ein so leidenschaftlicher und begeisterungsfähiger Lehrer, dass Sie selbst als Zahnarzt im tiefsten Motivationsloch danach mit ganz neuer Begeisterung und vielen frischen Ideen zu Werke gehen. John Kois ist dabei tief in der evidenzbasierten Zahnmedizin verwurzelt und hinsichtlich der topaktuellen Studienlage sattelfest wie wenige – allerdings bleibt es bei ihm nicht in theoretischen Sphären, sondern er setzt diese fundierten Erkenntnisse in ganz konkrete praktische Konzepte und Arbeitsschritte um. Zahnärzte und -techniker aus aller Welt pilgern ins Kois Center nach Seattle, seine Kurse sind weit im Voraus ausgebucht – ohne uns nun zu sehr auf die Schulter zu klopfen, allein das dürfte eine einmalige Gelegenheit sein, für die sich die Flowdays bereits lohnen.

pip: Herzliches Danke für dieses Gespräch, Herr Dr. Streit.