Herr Dr. L. fragt,

Liebes pip-Team,

die Versorgung mit Keramik-Implantaten ist ja nun endgültig raus aus der „alternativen Szene“. Sollte ich dennoch meine Patienten speziell über diese Behandlungsalternative aufklären oder kann ich inzwischen davon ausgehen, dass Keramikimplantate normaler implantologischer Standard sind ? Wie halten das die Kollegen?

Danke für Ihre Antwort.

pip antwortet

Lieber Herr Dr. L.,

auch bei der Versorgung mit Titan-Implantaten sollte die Aufklärung immer auch die prothetischen Alternativen und die Besonderheiten der implantologischen Variante enthalten. Ihr Kollege Dr. Dr. Thomas Mehnert aus Köln, der über langjährige Erfahrung in der Behandlung mit Keramikimplantaten verfügt,  hat drei hilfreiche Aufklärungspunkte zusammengefasst:

  1. Über die allgemeine Aufklärung hinaus sollte auf Keramikimplantate als Alternative zu Titanimplantaten hingewiesen werden.
  2. Hinweis auf die vergleichbare Neuheit dieser Behandlungsmethode, die (noch) nicht als zahnmedizinischer Standard betrachtet werden kann.
  3. Die Nicht-Vorhersehbarkeit unbekannter Risiken in der Zukunft, da Langzeituntersuchungen über 10 und mehr Jahre noch ausstehen.

Sie sollten sich, wie immer, diese Punkte seitens des Patienten schriftlich bestätigen lassen und in der Patientenakte dokumentieren.

Schöne Grüße

Ihr pip-Redaktionsteam