Frau S. aus Dreieich fragt:

Sehr geehrte  pip-Redaktion,

ich bin begeisterter Verfechter vom Einsatz gesunder Nahrungsmittel zu therapeutischen Zwecken, u.a. bin ich fest von der entzündungshemmenden Wirkung von Omega-3-Fettsäuren überzeugt, und rate meinen entsprechenden Patienten zur Subsitution und zum Genuss besonders Omega-3-haltiger Lebensmittel. Nun hielt ein Kollege mir quasi Schamanismus vor – was sagt denn die wissenschaftliche Literatur dazu ? Danke und schöne Grüße!

pip antwortet

Liebe Frau S.,

Omega-3-Fettsäuren aus Fischölen werden im Körper in hormonähnliche Substanzen,  Eicosanoide und Docosanoide, umgewandelt, denen u.a. entzündungshemmende, immunregulierende und antioxidative Eigenschaften attestiert werden. So werden solche Präparate seit etlichen Jahren auch in der unterstützenden Behandlung rheumatoider Arthritis eingesetzt . Etliche klinische Studien und experimentelle Untersuchungen legen auch günstige Effekte bei einer Supplementierung von Parodontitspatienten nahe, es fehlt allerdings bisher die wissenschaftliche Evidenz, weshalb auch in der neuen S3-Leitlinie zur PA-Behandlung die adjuvante Behandlung mit Omega-3-Fettsäuren ablehnend behandelt wurde. Da Sie Ihren Patienten damit aber nicht schaden, spricht nichts dagegen, sich weiter von Ihrer Überzeugung und den positiven klinischen Beobachtungen vieler Kollegen leiten zu lassen. Ihnen und Ihren Patienten alles Gute

Ihr pip-Redaktionsteam

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