Frau Dr. K. aus S.

Sehr geehrte  pip-Redakteurinnen und -Redakteure,

die einen sprechen von 10 % Periimplantitis, die anderen von bis zu 45 %, die einen meinen eine Mukositis, die anderen eine wie auch immer zu definierende „periimplantäre Entzündung“, die dritten dann eine manifeste Periimplantitis. Hat man sich auf irgendeine klare Definition und diagnostische Abgrenzung geeinigt?

 

pip antwortet

Liebe Frau Dr. K.,

tatsächlich war die genaue Diagnostik und Abgrenzung der einzelnen Symptome auch Gegenstand unseres in  pip 02/19 veröffentlichten ersten Teils der wissenschaftlichen Zusammenfassungen zum Thema Periimplantitis (Link).

Eine einheitliche Definition periimplantärer Erkrankungen bzw. eine konsentierte Diagnostik konnte anhand der aktuellen Studienauswahl nicht bestätigt werden. Aktuell arbeitet eine Forschergruppe innerhalb der EFP (European Federation of Periodontology) an genau diesem Thema. Als Faustregel derzeit darf gelten: Blutung bei einer schonenden Sondierung, Schwellungen, Erytheme und Suppuration: Mukositis. Bei Übergriff auf den Kieferknochen und Freiliegen von Gewindegängen: Periimplantitis.

Beste Grüße

Ihre pip-Redaktionsteam