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Biologisierung von Augmentationsmaterialien?

Frau C. aus Salzgitter fragt

Hallo, pip-Redaktion, kürzlich sah ich an einer Fortbildung, wie ein Kollege partikuläres Knochenersatzmaterial mit einem Blutkonzentrat vermengte und es als sogenannten sticky bone in den Defekt einbrachte. So wie ich es verstanden habe, spart man sich damit aufwändige Nahtarbeiten und auch die Membran. Mir erscheint das alles ein bisschen zu schön,  um wahr zu sein. Gibt es einen Haken und welche Erfahrungen haben andere Kollegen damit?

Danke und schöne Grüße

pip antwortet

Liebe Frau C.,

die Biologisierung von Augmentationsmaterialien ist ja sehr en vogue, und bietet tatsächlich einige Vorteile. Neben der besseren Formbarkeit und Stabilität des partikulären Materials erfolgt auch eine Modifizierung der proinflammatorischen Antwort und so eine Optimierung der Weichgewebsheilung. In der Regel bildet sich auf dem Augmentat kein Biofilm und die entsprechenden Infektionen werden vermieden. Allerdings sollte auch dieser Alleskönner in der Einheilphase keinem Druck ausgesetzt werden, damit je nach verwendetem KEM die Knochenregeneration und der -umbau ungestört verlaufen können. Viel Erfolg beim Ausprobieren und alles Gute Ihnen und Ihren Patienten,

Ihre pip Redaktion