Seit 2017 bietet das Bielefelder Startup Zahnarzt-Helden dentale Großgeräte wie Behandlungseinheiten, Röntgengeräte und Intraoralscanner online und zu fairen Preisen an. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie eine Langzeitgerätemiete und ein Festpreismodell für technische Servicearbeiten ermöglichen Zahnärzten dabei monatlich planbare Kosten – und bilden damit den Grundstein unternehmerischen Handelns. Doch nicht nur in puncto Finanzierung setzen die Jungunternehmer auf Alternativen; Zahnarzt-Helden vertritt die Ansicht, dass unbekannte Hersteller keine zweite Wahl sein müssen – stehen sie den Großen doch oft in Nichts nach.

Das japanische Familienunternehmen Morita wiederum ist mit seinen Röntgengeräten auf dem internationalen Dentalmarkt alles andere als unbekannt, vielmehr gilt der Premium-Hersteller als Innovationsführer im Bereich der bildgebenden Verfahren. Allerdings wissen die wenigsten, dass auch die Behandlungseinheiten von Morita zur Spitzenklasse zählen. In diesem Interview spricht Lukasz Hasske, Regional Sales Manager bei Morita, unter anderem über die Behandlungseinheit Signo T500, mit der Morita auch abseits ihrer Röntgengeräte ein Statement setzt.

pip: Herr Hasske, die hohe Bildqualität der Morita-Röntgengeräte ist schon lange kein Geheimnis mehr. Woran liegt es, dass den Behandlungseinheiten in Deutschland bislang weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird?

Lukasz Hasske: Bei Behandlungseinheiten wird der hiesige Dentalmarkt
stark von wenigen großen Herstellern bestimmt – das Bewusstsein für Alternativen muss bei
Zahnärzten noch wachsen. Meiner Meinung nach ist dahingehend aber viel im Umbruch, weil
die Qualität einiger Mitbewerber
heute nicht mehr die gleiche ist
wie vor 15 Jahren. Für Morita
kann ich nur festhalten, dass wir bei der Herstellung unserer Behandlungseinheiten genauso lösungsorientiert und leidenschaftlich vorgehen wie bei den Röntgengeräten. Technik-Weltmeister wollen wir schließlich in nicht nur einer Produktkategorie werden.

pip: Genauso wie Produkte anderer Branchen weisen Dentalgeräte stark verkürzte Lebenszeiten auf. Wie garantiert Morita die Langlebigkeit seiner Behandlungseinheiten?

Lukasz Hasske: Bei der Signo T500 hat kein Zahnarzt sogenannte Kinderkrankheiten zu befürchten. Die gesamte Signo T-Serie wird seit mehr als 40 Jahren in Tokio hergestellt und wurde weltweit über 100.000 Mal installiert. Außerdem durchläuft bei uns jede Einheit vor dem Versand umfassende Praxis-Tests. Dadurch, dass Morita-Produkte eine sehr hohe Fertigungstiefe besitzen, sind wir uns unserer Qualität genau bewusst.

pip: Worin sehen Sie den Hauptnutzen der Signo T500 für Zahnärzte?

Lukasz Hasske: Mit der Signo T500 holt Morita zwei Zielgruppen ab: Zum einen die designverliebten Zahnärzte, denn dieses Modell macht optisch eine Menge her. Wie bereits in der Vergangenheit wurde diese Einheit in Kooperation mit dem Porsche-Design- Team hergestellt und aus ganz persönlicher Erfahrung kann ich sagen: die Aufmachung begeistert. Nicht nur optisch bewegt sich die Signo T500 zwischen zeitlos, edel und robust, sondern auch die Haptik ist aufgrund der hochwertigen Materialien einzigartig. Zum anderen eignet sich dieses Modell für flexibilitätsorientierte Zahnärzte, denn egal, ob stehend oder sitzend – die Einheit bietet für jede gewünschte Position eine passende Lösung. Damit ist die Signo T500 prinzipiell in allen Fachrichtungen einsetzbar. Implantologen profitieren von Funktionen wie einer in der Einheit verbauten Schnellspülung oder der LED-Beleuchtung mit zwölf Strahlern – Endo-Spezialisten beispielsweise würde ich den in die Einheit integrierten Apexlokator empfehlen.

pip: Morita ist ein Familienunternehmen mit mehr als 100 Jahren Erfahrung. Welche Besonderheiten ergeben sich aus dieser Familienhistorie?

Lukasz Hasske: Wenn Wissen über mehrere Generationen weitergegeben wird, ist der zur Verfügung stehende Erfahrungsschatz enorm. Morita arbeitet nah am Kunden und holt sich zu diesem Zweck in regelmäßigen Treffen Feedback ein. Übrigens nicht nur von Zahnärzten, denn bei der Entwicklung der Signo T500 wurde genauso darauf geachtet, dass die Einheit Service-Technikern wenig Aufwand bereitet. Da Morita über die Jahre organisch gewachsen ist, konnte sich eine Innovationskultur entwickeln, die sich im Umgang mit den Mitarbeitern wiederfindet. Bei uns wird nun mal keine Idee ins Lächerliche gezogen.

pip: Vielen Dank für das angenehme Gespräch!