Einer von rund 600 Menschen leidet auch heute noch an Fehlbildungen im Bereich des Gesichts. Verantwortlich dafür sind vor allem unterschiedliche Genvariationen, die zusammen mit Umweltfaktoren zu Fehlbildungen wie beispielsweise Lippen-Kiefer-Gaumenspalten führen können. Diese Risiken besser und vor allem früher zu erkennen, hat sich ein Forscherteam der Abteilung für Genomik an der Universität Bonn zur Aufgabe gemacht. Durch diese Studien konnten bisher zahlreiche genetische Varianten erkannt werden, die das Risiko von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten erhöhen. Inwieweit diese Erbgutveränderungen in die biologischen Prozesse eingreifen, untersucht nun eine neue Emmi-Noether-Nachwuchsgruppe und wird dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

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