Während in der Bevölkerung teils erhebliche Kosten für kosmetische Behandlungen bereitwillig investiert werden, diskutiert man beim Zahnarzt den Geldwert einer professionellen Zahnreinigung oder einer implantatprothetischen Versorgung.  Es ist an der Zeit, das Thema „Ästhetische Zahnheilkunde“ seriös seitens medizinischer, aber eben auch wirtschaftlicher Aspekte zu beleuchten. Straumann Group Deutschland geht als Initiator in Kooperation mit der Agentur M:Consult neue Wege in der Kongresslandschaft. pip sprach mit Deutschland-Geschäftsführer Holger Haderer.

pip: Welche Überlegung stand im Hintergrund der neuen Veranstaltung?

Holger Haderer: Wir wissen, dass heute schon jeder zweite Patient aufgrund ästhetischer Anliegen in eine Praxis kommt. Diesem Trend im Patientenverhalten wollen wir entsprechen und genau in diese Richtung geht auch unsere Vision: Als Komplettanbieter wollen wir den Behandlern und Zahntechnikern Lösungen anbieten, damit sie ihren Patienten nicht nur ein Lächeln schenken, sondern Selbstvertrauen zurückgeben. Unser neues Kongresskonzept ist genau auf dieses Thema ausgerichtet. 

pip: Wie sieht das neue Konzept im Detail aus?

Holger Haderer: Mit den Esthetic Days bieten wir einen Kongress der besonderen Art. Unter dem Dachthema ‚Ästhetik‘ führen wir Entscheider aus der Dentalmedizin und Zahntechnik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. In einem wissenschaftlichen Forum stellen über 30 renommierte Referentinnen und Referenten in eineinhalb Tagen die Perspektiven und das Potential der ästhetischen Zahnmedizin vor. Dabei widmen wir uns den Fokusthemen Ästhetik in der Implantologie und Prothetik, präventive Zahnmedizin, Biomaterialien, Kieferorthopädie, Zahntechnik und Digitaler Workflow. Zusätzlich werden wir auch immer die entsprechenden wirtschaftlichen Aspekte für die Praxis beleuchten. Die Teilnehmer können sich im Vorfeld entscheiden, welches der Themen sie für sich vertiefen möchten.

pip: Haben Sie keine Angst vor der Diskussion, die Zahnmedizin würde über diese Positionierung zu sehr in die reine Kosmetik-Ecke gedrückt?

Holger Haderer: Das ist ein guter Punkt, den wir sehr ernst nehmen. Für uns geht es um den Wunsch der Patienten nach ästhetischen und medizinisch sinnvollen und vertretbaren Lösungen. Die Qualität der Referentinnen und Referenten wird sicherstellen, dass nichts in die falsche Ecke gedrückt wird! Wer sich die Mühe macht und sich das wissenschaftliche Programm anschaut, wird mir zustimmen. Es ist alles sehr seriös – im Gegenteil, es wird endlich an der Zeit, dass das Thema in die richtige Ecke kommt!

pip: Warum muss ich als implantologisch tätiger Zahnarzt, Oralchirurg oder Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg nach Baden-Baden?

Holger Haderer: Liebe Frau Steinbeck, genau diese Frage wurde mir vor zwei Wochen von einem etablierten Behandler gestellt. Ein Fokusthema des Kongresses ist natürlich die Implantologie, dazu werden wir einerseits über neue Behandlungskonzepte und andererseits über ästhetische Materialien sprechen. Wir haben etliche Spitzenreferenten innerhalb der genannten Fachgebiete eingeladen, um empirisch und wissenschaftlich zu den Themen Stellung zu nehmen. Darüber hinaus geht es aber auch sehr stark um die Zusammenarbeit im Netzwerk, d. h. die Kollaboration mit meinen Zahntechnikern und Überweisern. Ich bin davon überzeugt, dass das beste Ergebnis erzielt wird, wenn diese Zusammenarbeit exzellent funktioniert.

pip: Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Haderer.