Mit dem Format Study Club fördert das ITI (International Team for Implantology) aktiv die Vernetzung und Fortbildung von Experten weltweit. In Deutschland können sich Kollegen auf nationaler Ebene in derzeit 40 regionalen Study Clubs in mehr als 100 Treffen pro Jahr fachlich austauschen und fortbilden. Aufgrund der vorherrschenden Schutzbestimmungen sind in Zeiten von COVID-19 die Möglichkeiten, sich vor Ort zu treffen, stark limitiert oder nicht gegeben. Um sich trotz dieser Einschränkungen ortsunabhängig weiterzubilden, wird seit Kurzem  die Teilnahme am Online Study Club angeboten.

Anfang beziehungsweise Mitte Mai fanden die ersten beiden Online Meetings unter der Leitung von Dr. Florian Will und PD Dr. Klaus-Kristian Würzler, Würzburg, und Dr. Hans Jürgen Nonnweiler, Kassel, statt. So berichtet Dr. Nonnweiler, dass zu seiner Veranstaltung „Hybridbrücken – neue Leitlinie oder neue Leidlinie?” am 13. Mai mehr als 20 Teilnehmer der Einladung folgten. Das seiner Meinung nach in Fachkreisen hochkontroverse und bei Patienten populäre Thema stellte er anhand zahlreicher Patientenfotos im Präsentationsmodus vor. Als Zahntechnik-Experte zugeschaltet war ZTM Christian Müller aus Freiburg, der zwei Patientenfälle zum Thema zeigte. Laut Dr. Nonnweiler habe während des Vortrags eine hochkonzentrierte Arbeitsatmosphäre geherrscht und in der anschließenden Fragen- und Diskussionsrunde sei es zu einem intensiven Dialog mit den Teilnehmern gekommen. Von allen gab es im Anschluss positives Feedback, ergänzt Dr. Nonnweiler. Dies bestätigte auch Dr. Andreas Koch, Witzenhausen, der als Teilnehmer die Qualität der Themenaufbereitung als absolut hervorragend bezeichnete. Darüber hinaus lobte er das einfache Handling beim Betreten des virtuellen Seminarraums.

Viele weitere Online Study Club Meetings geplant

Der Referent des Würzburger Online Study Club Meetings, ZTM Fabian Zinser, beschreibt die von Dr. Will initiierte Veranstaltung „Digital ist besser?” als thematisch äußerst facettenreich. In einem Wechsel von Präsentation und Bewegtbild erläuterte er dem Publikum das weitgefächerte Themenspektrum, das seiner Aussage nach bei den 20 Teilnehmern auf ein lebhaftes Echo stieß. Von allen Teilnehmern gab es laut Dr. Will durchweg positives Feedback. Resümierend betrachtet Dr. Will die Online-Veranstaltung als eine sehr gute neue Möglichkeit, auch ohne physische Präsenz Study Club Meetings zu veranstalten. Vor allem das Zuschalten von räumlich weiter entfernten Referenten sei ein großer Vorteil der Onlinealternative.

Dr. Anne Bauersachs, – Study Club Coordinator – der deutschen Sektion, zufolge sind in Abstimmung mit den Study-Club-Direktoren im Laufe des Jahres bereits viele weitere Online Study Club Meetings geplant. Man wolle dieses Onlineformat so lange es sinnvoll ist anbieten – ab Juli würden auch wieder vereinzelt persönliche Treffen möglich sein. Die Online Study Club Meetings sollen laut Dr. Bauersachs die Präsenztreffen nicht ersetzen – könnten aber in der Zukunft eine wertvolle Ergänzung sein.