Mit mehr als 14.000 Live-Demonstrationen und 300 Produktkursen während der IDS-Woche an zwei Messeständen mit insgesamt mehr als 2.000 Quadratmetern unterstrich Dentsply Sirona eindrucksvoll seinen Führungsanspruch als intensiv forschendes und entwickelndes globales Dentalunternehmen. „Inspired by your needs“ zeigte die kompromisslose Hinwendung und Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden. pip sprach mit Gene Dorff, den kurz vor der IDS ins Amt berufenen Group Vice President Implants.

pip: Die Märkte verändern sich gerade in einem rasenden Tempo – sehen Sie die Zukunft der dentalen Implantologie mehr in den Händen der Generalisten oder der Spezialisten?

Gene Dorff: Die Antwort darauf gibt Ihnen allein die Tatsache, dass wir mit Ausbildungszentren in über 80 Ländern und pro Jahr mehr als 11.000 Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen sicherlich eine führende Rolle beim Thema Training & Education spielen. Wir betreiben diesen hohen Aufwand nicht umsonst, und bauen, egal ob es sich um die Zielgruppe Chirurgie oder Prothetik handelt, auf erfahrene Anwender. Wobei sich auch der Generalist durch solide Weiterbildung und ein entsprechend technologisch ausgereiftes Produktangebot in einer bestimmten Teildisziplin qualifizieren kann – dabei können wir helfen. Schon aus eigenem Interesse möchten wir, dass unsere Lösungen mit einem nachhaltigen, vorhersagbaren und stetigen Erfolg angewendet werden.

pip: Zahnärzte, die bereits vor der IDS mit Ihrer neuen Lösung Azento in Berührung gekommen sind, argwöhnen, dass sich mit diesem All-in-one-Paket auch implantologische Anfänger ermutigt fühlen könnten, einfach mal loszulegen. Was war Ihre Idee dahinter?

Gene Dorff: Wenn wir neue Lösungen für die Implantattherapie entwickeln, orientieren wir uns stets am klinischen Bedarf bzw. den Wünschen der Anwender. Azento ist die neueste digitale Workflow-Lösung für das „working horse“ in der implantologisch tätigen Praxis: den Einzelzahnersatz. Es optimiert den gesamten Prozess von der Implantatplanung über die Bestellung der Komponenten bis hin zu deren Eingliederung. Ganz wesentlich ist, dass nun auch die nahtlose und effiziente Zusammenarbeit mit qualifizierten Laboren inklusive ist.Alles, was der Behandler tun muss, ist Scanaufnahmen des Patienten anzufertigen und die Bestellung hochzuladen. Bereits kurze Zeit nach dem Einreichen der Scans über das Fall-Management-Portal von Azento erhält er einen individuell erstellten und bis ins Detail auf den Patienten abgestimmten digitalen Behandlungsplan, der dann nur noch freigegeben werden muss.

Azento BoxAlle für die Implantatbehandlung erforderlichen Komponenten und Instrumente einschließlich Bohrschablone, das jeweilige Implantat – Astra Tech Implant System oder Xive – und dem patientenindividuellen Gingivaformer werden fünf Arbeitstage nach Freigabe des Behandlungsplans versendet.Über das Azento Fall-Management-Portal ist es dann auch möglich, „Core File“-Daten unkompliziert für das Dentallabor hochzuladen, sodass die Restaurationen erstellt werden können, ohne die Fälle vorher scannen zu müssen. Dieser digitale Workflow verbessert die Effizienz und die Möglichkeit, qualitativ hochwertige Versorgungen herzustellen. Wir haben also die Arbeitsprozesse und auch die Vorhersagbarkeit und Reproduzierbarkeit nachhaltig verschlankt und verbessert. Es ist wichtig zu verstehen, dass Azento den fachlich qualifizierten Anwender jedoch auf keinen Fall ersetzen kann, es macht nur die Arbeit in der Praxis deutlich leichter.

Mit Azento hebt Dentsply Sirona Implants die digitale Zahnmedizin auf eine neue Stufe, denn nie zuvor waren patientenindividuelle Implantatlösungen so schnell und reibungslos möglich. Von den hervorragenden Ergebnissen profitieren alle Beteiligten: die Praxis, das Labor und insbesondere der Patient.Und ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, dass die Durchführung einer Implantatbehandlung eine angemessene klinische Ausbildung sowie Erfahrung erfordert.  

pip: Wie war bisher die Reaktion in Anwenderkreisen auf das neuartige Retentions-Element Acuris?

Gene Dorff: Wie so oft im Leben geht auch hier probieren über studieren. Mit Acuris beleben wir eigentlich ein ganz altes und bewährtes zahnmedizinisches Prinzip: die Retention als Halte-Element. Hier machen wir es dem Anwender schmackhaft, , seine bisherige Philosophie zu ändern. Denn Acuris bietet im Grunde das Beste aus zwei Welten: eine Lösung, die für den Patienten festsitzend ist, für den Zahnarzt aber herausnehmbar. Das Prinzip von Acuris ist ein konometrisches Konzept, das den abschließenden prothetischen Schritt der Implantatbehandlung, die Befestigung der Krone und der Kappe auf dem Abutment allein durch Friktion bewältigt – ohne Schrauben und ohne Zement. Diese neue Lösung spart Zeit, verbessert die Vorhersagbarkeit und glänzt durchweg mit qualitativ hochwertigen Ergebnissen.

Und nebenbei optimiert sie zudem den Workflow im Labor. Mit Acuris dauert das Eingliedern der finalen Krone nur noch Sekunden statt wie zuvor mehrere Minuten, weil sich die Krone mit dem einzigartigen Befestigungsinstrument einfach einklicken lässt. Weitere Vorteile sind ein geringeres Komplikationsrisiko und nicht zuletzt auch die wesentlich leichtere „Wartung“ der Versorgung durch den Zahnarzt. Übrigens ist diese zunächst nur für Ankylos eingeführte Technologie jetzt auch für das Astra Tech Implant System und für Xive erhältlich. Ich kann wirklich nur jeden herzlich einladen, Acuris einfach einmal zu verwenden, um den Aha-Effekt persönlich zu erleben.

pip: Herzliches Danke für dieses Gespräch.