Die Bereiche Hygiene und Infektionskontrolle sowie Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis ist ein Schwerpunktthema auf der IDS vom 12. bis zum 16. März 2019 in Köln. Zahnärzte und Praxisteam können sich von kompetenten Herstellern und Fachhändlern umfassend beraten lassen.

Die Desinfektion und Reinigung von Händen, Flächen, Instrumenten und Spezialbereichen stellt eine notwendige Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Praxis dar. Um die Sicherheit von Praxismitarbeitern sowie Patienten zu gewährleisten, gibt es zahlreiche Vorschriften: Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI), Medizinprodukte-Gesetz (MPG), Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), berufsgenossenschaftliche Arbeitsschutz-Vorschriften, Infektionsschutzgesetz (IfSG) – das Hygiene-Team muss viele Fäden zusammenhalten. Oft hat man das Gefühl: Wir könnten an der einen oder anderen Stelle noch etwas besser machen! Wo genau und wie? Das beantwortet ein Rundgang über die Internationale Dental-Schau, 12. bis 16. März 2019, in Köln.

Zurückgreifen kann das Team auf den Musterhygieneplan, erstellt von der BZÄK und dem DAHZ (Bundeszahnärztekammer und Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnarztpraxis), auf Angebote der Kammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen oder von externen Anbietern.

Fortschritte und Entwicklungen

Ein konsequentes Hygienemanagement unterstützen zudem die darauf spezialisierten Firmen der Dentalindustrie. Sogar erfahrene Anwender staunen, welche Fortschritte immer noch auf einem so reifen Feld möglich sind. Selbst die Zusammensetzung der Wirkstoffe wird immer wieder überdacht. Beispielsweise besteht ein Ziel bei Mitteln für die Händehygiene in einer noch besseren pflegenden Wirkung (z.B. durch spezielle Formulierungen auf der Basis von Propanol und Ethanol in neuen Mischungsverhältnissen sowie Dexpanthenol als hautregenerierender Komponente). Ein weiteres innovationsträchtiges Gebiet stellt die Aufbereitung von Sterilgut dar. Moderne Thermodesinfektoren stellen Rekorde beim Fassungsvermögen auf oder erleichtern dem Praxisteam durch komfortable Schnittstellen zur elektronischen Praxisverwaltung die Dokumentation und Organisation.

Die Netzintegration vieler Funktionseinheiten (z.B. Autoklaven, Thermodesinfektoren, Ultraschallgeräte) dürfte die Effizienz des Hygienemanagements in Zukunft weiter steigern. So bringt die automatisierte Beschriftung von Sterilgutverpackungen sowohl ein Plus an Sicherheit als auch einen Zeitgewinn. Mit spezialisierten Beratungsdienstleistungen unterstützt die Dentalindustrie das Hygiene-Team dabei, die abstrakten Vorgaben von Dokumentenvorlagen für das Qualitätsmanagement mit Leben zu füllen und die Chancen aktueller Innovationen bei Hygienemitteln sowie bei Hard- und Software auszuschöpfen.

„Über aktuelle Optimierungspotentiale im Bereich von Hygiene und Infektionskontrolle sowie des Qualitätsmanagements können sich Zahnärzte und Team umfassend auf der IDS informieren und von kompetenten Herstellern und Fachhändlern beraten lassen“, sagt Mark Stephen Pace, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI). „Uns allen ist die von pathogenen Mikroorganismen ausgehende Gefahr bewusst. Dies betrifft jede einzelne Praxis, und darüber hinaus wirkt sich das Hygieneregime vieler Teams letztlich auch global aus. Die richtige Antwort auf diese Herausforderung ist der Besuch der größten internationalen Messe für Zahnheilkunde.“

Foto: Koelnmesse