Zur bildgebenden Diagnostik in der Implantologie und der Implantatprothetik zählen in erster Linie dreidimensionale bildgebende Verfahren wie die Digitale Volumentomografie (DVT), Computertomografien (CT), sowie verschiedene optische Scansysteme, wie sie u. a. zur intraoralen Abformung verwendet werden. Bei der Evaluation von bildgebenden Systemen spielt naturgemäß die Genauigkeit eine große Rolle, mit welcher die klinische Situation digitalisiert wird. Hierbei ist es wichtig, Begrifflichkeiten wie die „Wirklichkeitstreue“ (Trueness) und die „Präzision“ (Precision) eines Verfahrens zu bestimmen und voneinander abzugrenzen. Wirklichkeitstreue beschreibt die Genauigkeit der digitalen Wiedergabe der klinischen Situation. Die Präzision steht für die Konsistenz des Scanverfahrens, d. h. für die Übereinstimmung der einzelnen Scanvorgänge. Wichtig ist bei der vorliegenden Literatur die Feststellung, dass es sich in der großen Mehrheit der Studien um Wirksamkeitsstudien handelt, die die Aufgabe haben, eine bestimmte Technologie zu beschreiben und ihre Wirksamkeit in einem technischen Zusammenhang zu identifizieren. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass mehrheitlich In vitro-Studien zur Verfügung gestanden haben.