Vor genau einem Jahr zur EAO in Madrid ist das damals neue, erste CleanImplant „Trusted Quality Mark“ der CleanImplant Foundation vergeben worden. In Wien wurde nun die Reihe der ausgezeichneten Implantatsysteme ergänzt und bredent medical für das Implantatsystem blueSKY mit diesem inzwischen international anerkannten Qualitätssiegel der CleanImplant Foundation ausgezeichnet. pip sprach anlässlich der Verleihung des Gütezeichens mit bredent-Geschäftsführer Peter Brehm.

pip: Was bedeutet die Auszeichnung für die bredent Group?

Peter Brehm: Diese Auszeichnung ist eigentlich nur eine weitere formelle Anerkennung unseres firmeneigenen steten Strebens, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, und in unserem Gebiet zu den Besten zu zählen. Manche geben sich mehr Mühe, andere weniger – wir sind eben immer um das gewisse Etwas mehr bemüht. Gesundheit beginnt im Mund. Die bakterielle Belastung im Mund muss so gering wie möglich gehalten und Mukositis oder Periimplantitis müssen reduziert oder besser eliminiert werden. Eine klinische Reinheit unserer Implantate ist für uns eine Selbstverständlichkeit, für Zahnarzt und Patient aber eine der wesentlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Therapieanwendungen. Schon vor fast 40 Jahren haben wir postuliert, dass Zahntechniker parodontalhygienischen Zahnersatz herstellen müssen –  umso mehr sehen wir hier die Verpflichtung bei Implantaten.

pip: Welch eine Rolle spielt die besondere Fokussierung Ihres Unternehmens auf die Sofortimplantation?

Peter Brehm: Die Sofortimplantation als eine der segensreichsten, gleichzeitig komplexesten Therapieformen bedarf ganz besonders idealer Umgebung und Verhältnisse – wir wollen mit unseren Implantaten die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Wir denken in Indikationen und lernen kontinuierlich von unseren Anwendern. Dadurch präferieren wir nur konsequent möglichst atraumatische Therapien unter Ausnutzung des ortsständigen Knochens wie z. B. bei SKY fast & fixed zur Versorgung des zahnlosen Kiefers oder bei SKY Elegance zur Einzelzahnversorgung. Unser Ziel ist eine Hinwendung zu Patientenwünschen und -meinungen bei gleichzeitig strenger Berücksichtigung der medizinisch-klinischen Aspekte.

pip: Sie entwickeln damit also auch eigenständig neue prothetische Konzepte?

Peter Brehm: … in enger Kooperation mit Meinungsbildnern, selbstverständlich. Dabei steuern wir aus unserer Verantwortung und konzeptionell den funktionsfähigen, parodontalhygienischen und physiologischen Zahnersatz bei – ganz besonders bei implantatgetragenen Versorgungen. Neue Werkstoffe wie z. B. Hochleistungskunststoffe spielen dabei eine sehr große Rolle, denn damit erreichen wir eine ausgezeichnete Rehabilitation des Patienten mittels einer natürlichen Biomechanik. Die verbesserte Schockabsorption und eine kontrolliertere Krafteinleitung beim Implantat sind ebenfalls von großer Bedeutung. All dies trägt zur Schonung der periimplantären Gewebe und damit zu unserem Ziel einer lebenslangen Parodontalhygiene bei. Wir wollen Patienten und ihre Zahnärzte ein Leben lang begleiten und entwickeln also auch Lösungen für einen bedarfsweisen Umbau von Implantatprothetik. Wissen Sie, wie viel Zeit in Pflegeeinrichtungen durchschnittlich für die Mundhygiene bleibt? 15 Sekunden! Es ist unsere Aufgabe, in diesem Bereich einerseits massive Aufklärungsarbeit zu leisten als auch mit geeigneten Materialien und Konzepten dafür zu sorgen, dass durch verringerte bakterielle Anlagerungen die Mundgesundheit verbessert wird.

Herzliches Danke, Herr Brehm, für Ihre Zeit und dieses Gespräch.