Mit Innovation, Teamwork, höchster Qualität, Kundennähe
 und Pepp zum Erfolg – für die Kundschaft und sich selbst:
 So liest sich die Bilanz der ersten zehn Jahre von Medical Instinct. Wie sich das international agierende Unternehmen aus Bovenden ferner von anderen Anbietern dentaler Implantologieprodukte unterscheidet, berichtet Geschäftsführer Jan Worlitz im pip-Interview.


pip: Wie haben Sie es in Zeiten globaler ‚Fusionitis‘ geschafft, sich im nun bald elften Jahr erfolgreich am Markt zu behaupten?

Jan Worlitz: Unser Erfolg basiert auf unserer Flexibilität und einem durchweg fantastischen Team. Weil eigentlich alle Mitarbeiter direkten Kundenkontakt haben, können wir jederzeit auf kurzem Weg Dinge verändern, voranbringen oder reagieren. Auch wenn wir mal auf dem Holzweg sein sollten (lacht). Viele unserer Kunden schätzen unsere überschaubare Unternehmensgröße und die damit verbundene Nähe, unsere Beständigkeit und die Werte, für die wir stehen und die wir leben.

pip: Was unterscheidet Sie noch von anderen mittelständischen Anbietern?

Jan Worlitz: Wir fokussieren uns nicht nur
auf Implantate, sondern wollten von
 Anfang an ein Erfolgsfaktor für unsere
 Kunden sein. Eine Unterstützung, die
 man anhand betriebswirtschaftlicher
 Daten auch messen kann. Und diese ist 
mit implantologischer Hardware allein
– auch wenn sie noch so gut ist – nicht
 zu leisten. Ein entscheidender Faktor
 ist unser Praxismarketing-Konzept, das
 wir mit einem eigenen Team realisieren. Als Implantologie-Profis kennen 
wir im Gegensatz zu Werbeagenturen
 den zahnmedizinischen Markt und die Besonderheiten in der Patientenansprache aus dem Effeff. Wir bieten alles aus einer Hand. Zahnmediziner wollen kein Marketing, sondern Erfolg. Wir halten unseren Kunden den Rücken frei und helfen ihnen individuelle und konkrete Ziele zu realisieren. Das verbindet.

pip: Sie sind kreativ und innovativ – das BoneTrust-Guide-Konzept, das für die Privatzahnklinik Schloss Schellenstein entwickelte Interimsimplantat oder auch die neue Linie mit Keramik-Implantaten sind nur einige Beispiele. Wo holen Sie sich Ihre Impulse?

Jan Worlitz: Weil wir in vielen Bereichen nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten der großen Wettbewerber haben, müssen wir eben um die Ecke denken. Darüber hinaus kommt der kreative Input oftmals von Kunden oder auch durchaus von Anwendern anderer Systeme. Nehmen Sie etwa das BoneTrust mini Implantat: Wir waren sehr dankbar, als uns die Privatzahnklinik Schloss Schellenstein fragte, ob wir in der Lage seien, ein völlig neues Interimsimplantat zu entwickeln. Wir haben das damalige Lastenheft sogar noch erweitert und ein zweiteiliges, verschraubtes Interimsimplantat aus Reintitan Grade 4 entwickelt, das uns seither viele Türen geöffnet hat. Für andere Hersteller wäre ein solches Projekt wirtschaftlich uninteressant. Für uns aber sind derartige Produkte enorm wichtig, da sie unser technologisches Know-how transportieren und wir uns damit auf dem Markt unterscheiden können. Das gleiche gilt auch für unser Guided Surgery Konzept oder das Sinusimplantat, das wir mit Kay Pehrsson von der Haranni Clinic in Herne entwickelt haben.

pip: Neben dem Implantat-Portfolio haben Sie ein Peripherie-Programm von Praxisbekleidung bis zu Praxismöbeln aufgebaut …

Jan Worlitz: … und wurden am Anfang von der Branche auch belächelt, als wir mit der Praxisbekleidung oder den OP-Hauben an den Start gegangen sind. Unsere Kunden sahen das aber als Bereicherung, da auch diese Peripherie-Produkte viel mit der Patientenwahrnehmung zu tun haben. Gerade aus Marketingsicht spielt es eine enorme Rolle, wie sich das Praxisteam kleidet, wie die Praxisräume oder das Wartezimmer gestaltet sind. Daraus haben sich eigene Unternehmensbereiche entwickelt. Wichtig ist für uns von Medical Instinct, dass wir auch bei diesen Produktgruppen Alleinstellungsmerkmale haben und so wirklich Interesse wecken.

pip: Mit dem gewünschten Effekt?

Jan Worlitz: Absolut. Gerade im Bereich der Praxisbekleidung haben wir in Deutschland allein über 3.000 Praxiskunden gewinnen können. Diesen Zugang hätten wir über das klassische Implantatgeschäft sicher nicht in diesem Ausmaß bekommen.

pip: In jeder pip steuern Sie seit Jahren den beliebten pip-Comic bei – auch hier gehen Sie einen sehr eigenen Weg …

Jan Worlitz: Der Comic in der pip verdeutlicht sehr gut, wie wir ticken. Wir lieben Humor, und Spaß ist Teil unserer Unternehmenskultur. Zum anderen lassen sich aktuelle oder kritische Themen durch die beiden Comic-Charaktere Dr. Gestern und Dr. Heute humorvoll und ohne erhobenen Zeigefinger thematisieren. Teilweise wird der Comic auch von Kollegen genutzt und so weiterverbreitet. Ich denke etwa an das Thema mit dem Antikorruptionsgesetz, das am Anfang für enormen Wirbel gesorgt hat.

pip: Wie lautet Ihr Geburtstagswunsch an Ihre bestehenden und potentiellen Anwender für die nächsten zehn Jahre?

Jan Worlitz: Wir wünschen uns, dass uns unsere Kunden weiterhin fordern und uns gewogen bleiben. Und von potentiellen Anwendern wünschen wir uns die Kontaktaufnahme, damit wir uns kennenlernen und mögliche Partnerschaften ausloten können.

pip: Lieber Herr Worlitz, vielen Dank für das interessante Gespräch.