2018 war durchgehend ein bedeutsames Jahr für das koreanische Unternehmen: Im Januar hatte Megagen in Daegu, einem bedeutenden koreanischen Zentrum für Healthcare-Unternehmen, eine neue und die damit derzeit größte automatisierte Medizinprodukte-Fertigung des Landes errichtet. Auf 2187 qm und mit mehr als 350 Mitarbeitern ist Megagen für die Aufgaben der Zukunft und seine ambitionierten Ziele in Forschung und Entwicklung gut gerüstet. Die XPEED-Oberfläche legte dieses Jahr klinische 10-Jahres-Studien vor,  die den Langzeiterfolg untermauern. Parallel begeht das Anyridge-Implantat seinen erfolgreichen 10. Jahrestag. Mit der innovativen R2Gate-Software wurden bis heute weltweit beeindruckende 50.000 klinische Fälle digital gestützt geplant und vorgenommen.

Dr. Kwang Bum Park, CEO des privat geführten Unternehmens, eröffnete das das Symposium mit der Megagen-Vision der dentalen Implantologie der Zukunft und mit einigen Ausblicken auf kommende Neuerungen. Das digitale R2Studio ermöglicht die vollständige Kreation eines virtuellen Patienten in einer Kombination aus DVT mit einem FOV von 20x20, 3D-Gesichtsscan und digitaler Abformung. In Verbindung mit der R2Gate-Software wird ein nahtloser digitaler Workflow ermöglicht.

Eine internationale Referentenriege, u. a. Dres Miguel Stanley, Souheil Bechara, Prof. Christian Makary, Dres Maurice und Henry Salama, Prof. Thomas Han und Prof. Dennis Tarnow, fesselte die Zuhörer im Anschluss mit aktuellen Konzepten moderner implantologischer Versorgungen und innovativen Hart- und Weichgewebsrestaurationen.

“Die Forschung und Entwicklung in der neuen Fertigungsstätte in Daegu sieht aus wie in einem James-Bond-Film”, schwärmte Miguel Stanley. Carey Lyons, CEO des US-Partners Integrated Dental Solutions (IDS), lobte die technologische Reaktionsschnelligkeit und Innovationsfreude Megagens. Dies sei einer der wesentlichen Vorteile eines nicht börsennotierten Privatunternehmens, das seine Ideen und Entwicklungen vor allem am Nutzen des Zahnarztes ausrichten könne. Impulse aus dem Kreis der Anwender würden schnell in Produktverbesserungen und -entwicklungen umgesetzt. So ermögliche z. B. die besondere Gewindegeometrie der Anyridge-Implantate, die sich an die verschiedenen Knochendichten adaptiere, eine Belastung der Implantate bereits nach vier Wochen.

Mit seinen Studien und Ergebnissen zur Verschmutzung von Implantatoberflächen weckte Dr. Dirk Duddeck am folgenden Morgen selbst die Nachtschwärmer auf. Megagen habe von Anbeginn an die Bedeutung der CleanImplant Foundation erkannt und bereits 2015  seine Implantatoberflächen elektronenmikroskopisch untersuchen lassen. Das Unternehmen wurde 2017 als einer der ersten Implantathersteller mit dem Trusted Quality-Zertifikat der Foundation ausgezeichnet.

Der weitere Verlauf stand im Zeichen des digitalen Workflows. Dres. Dean Vafiadis, Isaac Tawil und Scott Ganz demonstrierten in einer abgestimmten Teamwork-Session einen vollendeten digitalen Prozess mit dem Anyridge-Implantatsystem – von der Diagnostik bis hin zur Okklusionskontrolle.

Mit einem Ausblick in eine künftige cloudbasierte Zahnmedizin und virtuelle Behandlungsplanung begeisterte Dr. Christian Coachman: “Lassen Sie uns Planungsfehler lieber am Computer machen, anstatt am Patienten !” Nicht nur behandlungstechnisch, auch in der Patientenkommunikation und -führung zeigen virtuelle Planungsinstrumente ihre Stärken.

Die exzellent vorhersagbare navigierte Planung und Chirurgie mit R2Gate zeigte Dr. Jong Cheol Kim, der die Software maßgeblich mitentwickelt hat. Die Vorteile des Anyridge bei der Behandlung hochbetagter Patienten demonstrierte Dr. Vladimir Sobolevskiy. Davide Farronato sieht die Formel für dauerhafte Ästhetik in der dritten Dimension der biologischen Breite. Dr. Miltiadis Mitsias gab nach 12 Jahren und 250 behandelten Fällen einen Update zur Root Membrane Technik. Dr. Steffen Hohl, der “Smile Changer”, beeindruckte mit der Gesamtrehabilitation einer langjährig massiv vernachlässigten, schwer kompromittierten Patientin.

Mit dem Mikro-CT-Scan zeigte Dr. Jonathan P. Kang eine neuartige Methode der digitalen Diagnostik. Ein letztes Highlight setzte der mit Begeisterung empfangene Dr. John Kois. Er gab eine umfassende Übersicht der implantatprothetischen Optionen von heute, um vorhersagbar die periimplantäre Ästhetik zu sichern. “Das periimplantäre Ergebnis wird im zahntechnischen Labor und nicht im OP entschieden!”

Der durchgehend freundschaftliche und wertschätzende Umgang sowohl der Referenten untereinander als auch seitens der Leitung und der Repräsentanten des Unternehmens – für die deutsche Delegation Geschäftsführer Stephan Weber – war auch bei diesem Kongress das Markenzeichen der Megagen-Community. Das internationale MINEC (Megagen International Network of Education & Clinical Research)-Netzwerk hat erfolgreich  ein globales kollegial-freundschaftliches Miteinander etabliert.

Trotz der hohen Teilnehmerzahl bewahren die internationalen Symposien ein familiäres Miteinander. In diesem Geiste gefeiert wurde auch die Megagen Night: Das Temperament und die Tanzbegeisterung der Teilnehmer brachte selbst die an Spektakel gewöhnte Stadt in der Mojave-Wüste zum Beben. 2020 gibt es ein Wiedersehen in Shanghai!