Häusliches chemisches Biofilmmanagement ist eine effektive Maßnahme zur Unterstützung der Prävention und Therapie von Gingivitis. Die entsprechende S3-Leitlinie der Fachgesellschaften unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie gibt dazu entsprechende evidenzbasierte Empfehlungen ab. Sowohl Chlorhexidin (z. B. in meridol med CHX 0,2%) als auch Aminfluorid/Zinnfluorid (z. B. in meridol Mundspülung) sind je nach Indikation geeignete Inhaltsstoffe für Mundspüllösungen.

Eine Gingivitis, das heißt die Entzündung des Zahnfleisches, kann unbehandelt zu einer Parodontitis führen. Zur Prävention wie auch zur Behandlung beider Krankheitsbilder ist eine angemessene häusliche Mundhygiene unerlässlich. Viele Menschen erreichen alleine durch die mechanische Entfernung des Biofilms mit Zahnbürste, Zahnpasta und Interdentalraumreinigung jedoch keine zufriedenstellende Mundhygiene – aus unterschiedlichen Gründen. Für die neue S3-Leitlinie „Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis“ haben die beteiligten Fachgesellschaften daher die klinische Wirksamkeit der zusätzlichen Anwendung von Mundspüllösungen bewertet [1].

Ergänzung der Gingivitis-Therapie

Bei einer bereits vorliegenden Gingivitis sprechen die Experten eine starke Empfehlung für den Wirkstoff Chlorhexidin aus: Hier soll den Patienten ergänzend zur mechanischen Reinigung zusätzlich die Anwendung entsprechender Lösungen empfohlen werden. Dafür eignet sich zum Beispiel meridolmed CHX 0,2% Mundspüllösung. Auch für die Kombination Aminfluorid/Zinnfluorid gibt die Leitlinie eine Empfehlung ab, um Gingivitis zu reduzieren. Sowohl Aminfluoride als auch Zinnfluorid verfügen über plaquehemmende und antimikrobielle Wirkung [2]. Als patentierte Kombination sind sie zum Beispiel in meridolMundspülung enthalten.

Präventiver Schutz für besondere Risikogruppen

Patienten, deren mechanische Zahnreinigung nur eingeschränkt gelingt, können laut Leitlinie zur Vorbeugung einer Gingivitis ebenfalls antimikrobielle Mundspüllösungen, zum Beispiel mit Aminfluorid/Zinnfluorid, anwenden. Dazu gehören auch besondere Risikogruppen wie Pflegebedürftige oder Patienten, die etwa nach einer Chemotherapie unter besonderer Medikation stehen. In Situationen, bei denen eine kurzfristige Keimzahlreduktion angestrebt wird, sollte eine Mundspüllösung mit mindestens 0,1% Chlorhexidin empfohlen werden, zum Beispiel meridol med CHX 0,2%.

[1] S3-Leitlinie „Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis“, AWMF-Registernummer: 083-016, November 2018.

[2] Stösser L et al., Zahn Mund Kieferheilkd Zentralbl. 1990;78(8):691-694.