Erstklassige Referenten aus allen Teilen der Erde geben sich die Ehre beim Oral Reconstruction Global Symposium Ende April im legendären New Yorker Marriott Marquis direkt am Times Square. Dem zugunsten einer intensiven Lernerfahrung auf 1.500 Teilnehmer begrenzten Publikum bietet sich eine breite Palette aktueller Themen in der Implantologie und Geweberegeneration sowie der inspirierende Austausch mit Kollegen und Meinungsbildnern weltweit. pip sprach mit Prof. Dr. mult. Robert Sader als Präsident der Oral Reconstruction Foundation.

pip: Wofür steht der Symposiumstitel ,20/20 Vision‘?

Robert Sader: Lustig, dass Sie den Ausdruck nicht kennen – ging mir übrigens genauso. Nach all den ‚360-Grad-Implantologie‘ ist das hier einmal etwas anderes: Der Begriff ist im englischen und amerikanischen Sprachraum sehr gängig, stammt aus der Ophthalmologie und bezeichnet eine uneingeschränkte und klare Sicht oder, um die Bildsprache ins Deutsche zu übertragen, man hat den absoluten Durchblick.

pip: Welche thematischen Schwerpunkte setzt die Veranstaltung?

Robert Sader: Die Teilnehmer treffen auf ein ganzes Potpourri wichtiger Themen für die moderne
implantologische Praxis: Die Behandlung der Extraktionsalveole
in der ästhetischen Zone zählt
dazu ebenso wie der State of the Art in der Geweberegeneration,
unter anderem auch der Einsatz
von L-PRF. Auf großes Interesse werden daneben die
mit Falldarstellungen und einer Experten-Podiumsdiskussion präsentierten ‚Lösungen für herausfordernde Situationen‘ stoßen, Konzepte
zur langfristigen Nachhaltigkeit
in der Implantologie und der sofortigen Full-Arch-Behandlung. Breiten Raum bekommt daneben der digitale Workflow in einer Vielzahl von Versorgungskonzepten.

pip: Sind auch praktische Lern-Module geplant?

Robert Sader: Aus den positiven Erfahrungen der vergangenen globalen OR-Symposien haben wir diesen Bereich sogar nochmals erweitert. Die Teilnehmer werden also in einer Vielzahl von Breakout-Sessions und praktischen Übungen Gelegenheit haben, ihre individuellen Fragen und Problemstellungen anzubringen und theoretische Erkenntnisse direkt praktisch einzuüben. So ist allein der gesamte Donnerstagvormittag für praktische Workshops geplant, in denen die Teilnehmer von international wirklich führenden Experten die neuesten Techniken erlernen können. Ebenso direkten praktischen Wert werden sicherlich am Samstagnachmittag die anspruchsvollen Fallplanungen haben, die in paritätisch gemischten Sessions von internationalen Experten diskutiert werden. Es wird spannend, hier das Weltwissen der dentalen Implantologie zu erleben, mit ihren ja doch oft unterschiedlichen Philosophien und Herangehensweisen, um sich für die eigene Praxis die überzeugendsten und zum eigenen Konzept am besten passenden Strategien und Therapieansätze aneignen zu können.

pip: Was hat die OR Foundation bewogen, erstmalig mit dem Symposium in die USA zu gehen?

Robert Sader: Schlicht pragmatische Gründe. Camlog als Hauptsponsor ist durch den Zusammenschluss mit Henry Schein nun mit BioHorizons verwachsen als Global Dental Surgical Group. Nachdem die letzten sieben (Montreux, Basel, Stuttgart, Luzern, Valencia, Krakau, Rotterdam) globalen Symposien der einstigen Camlog und seit drei Jahren OR Foundation in Europa stattfanden, ist es nur konsequent, nun auch einmal in die USA und sicher auch eines Tages nach Asien zu gehen. Nicht einmal nur aus einer gewissen globalen politischen Korrektheit – wir können von den unterschiedlichen Philosophien und Herangehensweisen unserer Kollegen aus aller Welt viel lernen, wie ich es bei meinen häufigen Auslandsaufenthalten immer wieder bestätigt finde.

pip: Sagen Sie unseren Lesern, warum sie sich das OR Global Symposium in New York nicht entgehen lassen sollten?

Robert Sader: Persönlich glaube ich ja nun eh, dass New York zu einer der lebendigsten und abwechslungsreichsten Städte der Welt zählt, die mit ihrem enorm breiten Angebot in Kunst und Kultur für jeden etwas zu bieten hat – nicht zuletzt auch für eventuelle Begleitungen der Teilnehmer aus Europa. Und warum soll man, auch mit Blick auf die durchaus ausgeglichenere Work-Life-Balance der jüngeren Generation, das Praktische nicht mit dem Angenehmen verbinden? Die Stadt New York erfindet sich immer wieder neu und bietet stets Neues zu entdecken – damit ist sie unserer doch ungebrochen sehr dynamischen Fachdisziplin gar nicht so unähnlich – und bietet alle Jahre wieder hinreichend attraktive Gründe für einen Besuch. Der sehr zentrale Ausrichtungsort des Symposiums direkt am Times Square macht es umso leichter, die Annehmlichkeiten der Stadt mit dem anspruchsvollen inhaltlichen Programm zu verbinden.

pip: Herzliches Danke, Herr Prof. Sader, für das Gespräch.