Zahnextraktion – ein alltäglicher Eingriff

Die Extraktion ist der in der Oralchirurgie am häufigsten durchgeführte Eingriff1. So werden laut American Public Health Association in den USA beispielsweise jährlich 10 Millionen Weisheitszähne entfernt2. Zahnärzte sind dabei verpflichtet, zum Wohl des Patienten die am wenigsten traumatische und invasive Technik zu nutzen. So gehören die atraumatische Extraktion und Implantation heute zum Standard in der Implantatchirurgie.

Knochenerhaltung als Herausforderung bei der Extraktion mit herkömmlichen Instrumenten

In der zahnärztlichen Praxis kann es vorkommen, dass alle Versuche zur Zahnerhaltung ausgeschöpft sind, sodass der Zahn entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden muss. Mitunter ist es dabei schwierig, den Alveolarknochen zu erhalten, besonders bei klinischen Situationen wie einer Zahn- oder Wurzelfraktur oder einem ankylosierten Zahn. Durch den Einsatz von rotierenden Instrumenten wird oft der Alveolarkamm bei der Entfernung des Zahns oder der Zahnfragmente stark in Mitleidenschaft gezogen3. Beim Einsatz von Handinstrumenten wird wiederum oft zu viel Kraft ausgeübt, was zu einer Knochenschädigung und damit einer schlechten Erfolgsprognose für das Implantat führen kann. Dann muss ein Knochenaufbau in Erwägung gezogen werden, um das Setzen eines Implantats überhaupt erst zu ermöglichen. Daher sind derartige Extraktionstechniken nicht länger angemessen.

Piezotome – für eine verlässliche und minimalinvasive Extraktion

Alternativ kann jetzt Piezotome Cube von Acteon für die Zahnextraktion verwendet werden. Die Nutzung von solch zuverlässigen und sicheren Technologien hat herkömmliche Eingriffe verändert – hin zu minimalinvasiven Methoden für das bestmögliche Ergebnis für den Patienten.

Die dabei zum Einsatz kommenden Ultraschallinstrumente sind weniger traumatisch und haben weniger Auswirkung auf das Weichgewebe, wodurch die Notwendigkeit einer Lappenbildung bei der OP verringert wird. Die Ultraschallinstrumente wirken im Wesentlichen auf den Zahn und nicht auf den Knochen, sodass der Knochen erhalten wird (keine Alveolektomie), was für die Osseointegration und die Sofortimplantation von essentieller Bedeutung ist4. „Die Sofortimplantation nach der Extraktion ist zu einem sehr beliebten Verfahren geworden, das für den Patienten große Vorteile bringt“, so Dr. Books.
Eine Extraktion mit Hilfe von Piezotome Cube verringert dabei die benötigte Zeit sowie die Menge des benötigten Knochenersatzmaterials erheblich – so wird jeder Eingriff planbar, einfach und vom Patienten besser akzeptiert.

Besondere Spitzen

Acteon hat sechs Ultraschallspitzen entwickelt, die speziell auf dieses Verfahren angepasst sind. Die Spitzen werden zwischen Wurzel und Wurzelhaut eingeführt und erweitern so den Parodontalspalt. Somit wird die Wurzel aus ihrem Haltesystem gelöst und der Zahn kann schnell – fast ohne Kraftaufwendung – entfernt werden. Diese sanfte Avulsion verursacht kein Trauma, weder am Knochen noch am Weichgewebe:

  • LC1 & LC2: dünne Ultraschall-Periotome speziell für die Extraktion im Frontzahnbereich
  • LC1 90°: Ultraschall-Periotom speziell für den Zugang zu interproximalen, lingualen und distalen Bereichen der Molare
  • LC2L & LC2R: links- und rechtsorientierte Ultraschall-Periotome speziell für den hinteren Bereich
  • NINJA: Sägespitze speziell für Hemisektionen und Wurzelamputationen

Extraktion mit Piezotome – zum Wohl des Patienten und des Zahnarztes

Mit dieser minimalinvasiven Methode verringern sich Schmerzen und Schwellungen sowie die Einnahme von Schmerzmitteln nach der OP um über 50 Prozent5. Eingriffe mit Piezotome sind weniger traumatisch und sanfter zum Weichgewebe im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren mit rotierenden Instrumenten und verursachen beim Patienten erheblich weniger Schmerzen und Schwellungen nach der OP5.

Die Akzeptanz des Patienten für die Behandlung wird durch die besseren Heilungsergebnisse und die als höher empfundene Lebensqualität erhöht6. Des Weiteren ermöglicht die hydrodynamische Kavitation einen sauberen OP-Bereich und sichert somit die ideale Sicht auf den Eingriff.

Erfahrungsbericht von Elisabeth N., Wien (Ultraschalleingriff zur Extraktion eines Weisheitszahns, durchgeführt von Dr. Dr. A. Troedhan)

Vor einigen Jahren hatte ich wegen eines komplizierten Weisheitszahns einen kieferchirurgischen Eingriff an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Wien. Die OP und die Zeit danach waren für mich der reine Horror: Ich hatte 14 Tage lang starke Schmerzen, und weil mein Gesicht bis nach unten zum Dekolleté-Bereich stark geschwollen und verfärbt war, konnte ich 10 Tage lang das Haus nicht verlassen. Ich konnte nur flüssige Nahrung zu mir nehmen. Seitdem habe ich ein großes Loch im Knochen meines Unterkiefers, wo der Zahn entfernt wurde, in dem sich immer Essensreste ansammeln. Deshalb hatte ich große Angst vor dem nächsten kieferchirurgischen Eingriff wegen des noch schlimmeren Weisheitszahns auf der anderen Seite. Im Internet habe ich herausgefunden, dass solche Eingriffe mit Ultraschall viel weniger schlimm sind. Es war klar, dass der Eingriff gemacht werden muss, da ich durch den Weisheitszahn ständig Schmerzen hatte. Der Oralchirurg hat für den Eingriff ein Ultraschallinstrument verwendet – kein Vergleich zur OP auf der anderen Kieferseite! Der Eingriff ging viel schneller und es gab auch nicht diese schrecklichen Geräusche. Nach der OP hatte ich kaum Schmerzen, es gab kaum Schwellungen und keine Blutergüsse. Nach drei Tagen konnte ich wieder normal essen und fünf Tage nach der OP konnte ich wieder problemlos zur Arbeit gehen. Außerdem habe ich auf dieser Seite nun auch kein Loch im Knochen, das mich beim Essen stört. Ich hoffe, dass ich keine weiteren kieferchirurgischen Eingriffe mehr brauche – aber falls doch, dann nur mit der Ultraschall-Methode.

Ein weiterer Vorteil: Mit Piezotome CUBE können die Extraktion und Setzung eines benötigten Implantats am selben Tag durchgeführt werden, was für den Patienten weniger traumatisch ist und dem Zahnarzt Zeit spart. Chirurgische Eingriffe mit Piezotome sind so zum neuen Goldstandard der Oralchirurgie geworden.

Holen Sie sich das exklusive Extraktionskit von Acteon für zuverlässige und zugleich sanfte Extraktionen!

  1. Cicciu M, et al. Experimental Study on Strength Evaluation Applied for Teeth Extraction: An In Vivo Study. Open Dent. J. 2007;7:20-26
  2. American Public Helath Association https://www.vox.com/2015/1/13/7539983/wisdom-teeth-necessary
  3. Troedhan A., Tarek Mahmoud Z., Is Piezoelectric Surgery the New Gold-Standard in Oral Surgery and Implantology? A Scientific Literature Review. Smile Dental Journal, Band 11, Ausgabe 4 – 2016
  4. Kleiber J., Immediate extraction placement and loading in the aesthetic zone. Implant Dentistry Today, Januar 2013
  5. Troedhan A., Kurrek A., Wainwright M. Ultrasonic Piezotome surgery: is it a benefit for our patients and does it extend the surgery time? A retrospective comparative study on the removal of 100 impacted mandibular 3rd molar. Open Journal of Stomatology, 2011
  6. Goyal M., Marya K., Jhamb A., Chawla S., Ranjan S., Veenitah Singh P., Aggarwal A., Comparative evaluation of surgical outcome after removal of impacted mandibular third molars using a Piezotome or a conventional handpiece: a prospective study. British Journal of Oral and Maxillofacial Surgery. 50(2012):556-561.