Seit 40 Jahren steht Bicon für Innovation in der Implantologie. Zahlreiche Entwicklungen haben das Unternehmen besonders geprägt und auch das Bicon-System trägt viele Alleinstellungsmerkmale. Kurze Implantate und digitale Workflows könnten künftig immer wichtiger werden. Zeit für ein paar Fragen.
Interview mit Eckhard Maedel, Country Manager Bicon
Herr Maedel, Bicon feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen – welche Meilensteine waren für Sie besonders prägend?
Eckhard Maedel: Bicon war von Anfang an ein Pionier in der Implantologie. Bereits 1985 haben wir kurze Implantate mit Plateau-Design eingeführt – ein völlig neues Konzept. Dieses Design ermöglicht eine flächige Kraftverteilung und hohe Stabilität. Später setzten wir mit der 360°-konischen Verbindung neue Maßstäbe bei Dichtigkeit und Langzeiterfolg. Heute bieten wir zusätzlich einen vollständigen digitalen Workflow – von der Planung bis zur Versorgung – der unsere minimalinvasiven Ansätze perfekt ergänzt. Nicht zuletzt haben wir die Prothetik revolutioniert, indem wir auf Schrauben und Zement weitgehend verzichten. Unser systemeigener Locking-Taper-Mechanismus garantiert nicht nur eine bakterielle Dichtigkeit, sondern auch eine außergewöhnlich einfache Handhabung im klinischen Alltag.
Was unterscheidet das System von Bicon grundlegend von anderen Konzepten für kurze oder Mini-Implantate?
Eckhard Maedel: Ein wesentlicher Unterschied liegt im Design. Bicon ist kein einfach verkürztes Schraubenimplantat. Unser Plateau-Design optimiert die Knochenbelastung und die Osseointegration auf einzigartige Weise. Kurze Implantate von Bicon bieten Stabilität und Langzeiterfolg ohne Kompromisse. Durch die Integration in digitale Planungs- und Fertigungsprozesse ermöglichen wir gleichzeitig eine präzisere, effizientere Behandlung.
Darüber hinaus erlaubt unser System eine flexible prothetische Versorgung, die bei Bedarf auch rein digital umgesetzt werden kann – was vor allem die Behandlungszeit erheblich verkürzt.
Wie stehen Sie wissenschaftlich zur Diskussion um Mini-Implantate und Langzeitprognosen?
Eckhard Maedel: Unsere kurzen Implantate sind seit über 25 Jahren wissenschaftlich gut dokumentiert. Zahlreiche Studien belegen Überlebensraten von 96 Prozent bei Implantaten mit nur 5 mm Länge. Durch die Kombination mit moderner digitaler Planung bieten wir höchste Sicherheit und Vorhersagbarkeit – ein wichtiger Aspekt sowohl für Behandler als auch für Patienten. Besonders hervorzuheben ist die bewiesene Knochenerhaltung rund um das Implantat – ein Resultat unseres Designs und der mikrospaltfreien Verbindungstechnik, die eine mikrobielle Infiltration effektiv verhindert.
Wie hilft Bicon in schwierigen anatomischen Situationen, etwa bei wenig Knochenangebot?
Eckhard Maedel: Gerade bei limitierten Platzverhältnissen oder reduziertem Knochenangebot spielen unsere kurzen Implantate ihre Stärken aus. Oft können wir auf aufwändige Knochenaugmentationen verzichten. In Verbindung mit präziser digitaler Planung bieten wir minimalinvasive, stabile Lösungen, die schneller umgesetzt werden können und für den Patienten mit deutlich weniger Risiko verbunden sind. Dies ist nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch von Vorteil, da der natürliche Gewebeverlauf besser erhalten bleibt.
Wie sehen Sie die Zukunft der kurzen Implantate – und Bicons Rolle darin?
Eckhard Maedel: Minimalinvasive und digitale Konzepte werden die Implantologie zunehmend bestimmen. Kurze Implantate werden dabei eine immer wichtigere Rolle spielen, weil sie weniger invasiv sind und dennoch langfristig stabile Ergebnisse liefern. Mit unserer jahrzehntelangen klinischen Erfahrung und unserem durchgängigen digitalen Workflow wird Bicon auch in Zukunft Maßstäbe setzen – für einfachere, sicherere und patientenfreundlichere Implantologie. Unser Fokus bleibt dabei klar: Innovationen entwickeln, die sowohl die Lebensqualität der Patienten verbessern als auch die Arbeit der Behandler erleichtern.
Herzlichen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch.
