hero-ribbon

Neuigkeiten zur IDS hier auf www.frag-pip.de

All-on-4 Excellence Center als klarer Wettbewerbsvorteil

Carree Dental in Köln steht unter der Leitung von Dr. Jochen Schmidt für hochspezialisierte Implantologie auf internationalem Niveau. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und tausenden gesetzten Implantaten zählt die Praxis zu den führenden Zentren für moderne Implantologie.  

Interview mit Dr. Jochen Schmidt

Welche konkreten Voraussetzungen müssen Implantologen erfüllen, um von Nobel Biocare als All-on-4 Excellence Center zertifiziert zu werden?

Jochen Schmidt: Ausschließlich Zahnärzte, Fachzahnärzte oder Implantologen, die eine langjährige klinische Erfahrung vorweisen, können sich für eine Auszeichnung zum Excellence Center durch Nobel Biocare qualifizieren. Es beginnt allein mit dem Nachweis einer signifikanten Anzahl erfolgreich durchgeführter All-on-4-Behandlungen pro Jahr. Nobel Biocare unterscheidet dabei die Stufen Bronze, Silber und Gold. Daneben dürfen ausschließliche Originalkomponenten des Nobel Biocare All-on-4-Systems für Behandlungen verwendet werden, die mit dem gesetzlich geschützten Markennamen All-on-4 beworben werden. Die Zahnärztin und der Zahnarzt können vorbereitend fortgeschrittene chirurgische und prothetische Trainings, z. B. spezielle All-on-4-Masterclasses, absolvieren. Nicht zuletzt muss die notwendige technologische Infrastruktur in der Praxis vorhanden sein, um eine festsitzende Versorgung an einem Tag umsetzen zu können – z. B. DVT, intraorale Scanner, und ein eigenes Dentallabor.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht ein All-on-4 Center of Excellence aus und welche Rolle spielen dabei Erfahrung und die konsequente Umsetzung des Behandlungskonzepts im Praxisalltag?

Jochen Schmidt: Die Erfahrung des behandelnden Chirurgen ist und bleibt der entscheidendste Einzelfaktor für den Behandlungserfolg. Jeder Kiefer ist verschieden und offenbart häufig trotz präziser 3D-Diagnostik unvorhersehbare Komplikationen wie z. B. eine weichere oder fragilere Knochensubstanz als erwartet. Dann ist fundierte Erfahrung unabdingbar, um schnell und sicher reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Dr. Karapetian und ich haben beide 30 Jahre OP-Erfahrung und gemeinsam über 20.000 Implantate erfolgreich gesetzt. Von dieser Erfahrung profitieren wir in jeder einzelnen Operation. Kritische Situationen erkennen wir in den meisten Fällen bereits im Vorfeld und können frühzeitig, sicher und vorausschauend reagieren, noch bevor daraus ein tatsächliches Problem wird. Daneben muss ein so komplexes Protokoll konsequent umgesetzt werden: Sowohl die Infrastruktur der Zahnarztpraxis als auch die operativen Prozesse müssen konsequent und ganzheitlich auf das Behandlungskonzept All-on-4 abgestimmt werden. Das beginnt bei der Diagnostik mit digitaler 3D-Bildgebung mittels DVT, und setzt sich fort in einer spezialisierten Infrastruktur mit modernem, hochsterilem OP-Saal, Aufwachraum mit Monitoring-System der Vitalwerte und der Betreuung des Patienten durch einen erfahrenen Anästhesisten. Ebenso wichtig ist ein praxiseigenes, volldigitales Dentallabor. Der Erfolg der Versorgung hängt maßgeblich davon ab, wie eng und routiniert Behandler und Zahntechniker zusammenarbeiten.

Die Prothetik wird vom Zahntechniker nach genauen Vorgaben des Zahnarztes direkt am Behandlungsstuhl angepasst, notwendige Änderungen lassen sich im eigenen Dentallabor sofort umsetzen. Nur so ist das Konzept ‚Feste Zähne an einem Tag‘ überhaupt darstellbar. All-on-4 ist ein komplexer und zeitkritischer Eingriff, bei dem jeder Handgriff präzise sitzen muss. Ein eingespieltes chirurgisches Assistenzteam ist dabei ebenfalls ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine erfahrene Assistenz arbeitet vorausschauend, unterstützt den Behandler im richtigen Moment und trägt damit wesentlich zur Effizienz, Sicherheit und Qualität der Versorgung bei.

Inwiefern sind regelmäßige praktische Anwendung, dokumentierte Behandlungs-ergebnisse und reproduzierbare Abläufe entscheidend, um als All-on-4 Center of Excellence anerkannt zu werden?

Jochen Schmidt: Das All-on-4-Konzept erfordert, wie soeben dargestellt, ein komplexes Zusammenspiel aus Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik, das wiederum nur durch kontinuierliche Durchführung beherrscht wird. Jeder Fall schärft die klinische Urteilsfähigkeit, z. B. bei der Einschätzung von Knochenqualität, der Entscheidung über eine mögliche Sofortbelastung oder dem Umgang mit unerwarteten anatomischen Gegebenheiten. Ein Team, das diese Abläufe regelmäßig durchführt, arbeitet sicherer, effizienter und mit vorhersagbareren Ergebnissen. Nicht ohne Grund verlangen Zertifizierungsprogramme eine Mindestfallzahl. Sie ist ein belastbarer Indikator dafür, dass Kompetenz nicht nur vorhanden, sondern durch Erfahrung gefestigt ist. Eine sorgfältige Dokumentation ist elementarer Bestandteil der Behandlung, um sowohl die Qualität der Versorgung messbar zu machen und auch, um sie stetig zu verbessern. Überlebensraten, marginaler Knochenverlust, prothetische Komplikationen und Patientenzufriedenheit müssen dazu systematisch erfasst werden. Ohne diese Daten lässt sich weder intern steuern noch nach außen belegen, dass die Behandlungsergebnisse dem Exzellenz-Anspruch standhalten. Es gilt außerdem zu vermeiden, dass die Qualität von der Tagesform einzelner Personen abhängt, und daher muss die Behandlung auf standardisierten Protokollen und reproduzierbaren Abläufen aufbauen. Von der digitalen Planung über definierte Bohrsequenzen bis hin zur strukturierten Nachsorge ist jeder Schritt klar festgelegt und dokumentiert, sodass jeder Fall nach denselben verbindlichen Kriterien behandelt wird. Exzellenz wird damit vom individuellen Können zur institutionellen Verlässlichkeit. Zusammen bilden diese drei Säulen den Nachweis, dass eine Praxis das All-on-4-Konzept nicht gelegentlich gut, sondern stetig zuverlässig und überprüfbar auf höchstem Niveau betreibt.

Welche Bedeutung haben kontinuierliche Fortbildung, fachlicher Austausch und klinische Erfahrung für die erfolgreiche und sichere Umsetzung des All-on-4-Konzepts in Ihrer Praxis?

Jochen Schmidt: Nicht nur bei All-on-4, sondern grundsätzlich stellt kontinuierliche Fortbildung sicher, dass Behandler mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten. Das All-on-4-Konzept hat sich seit seiner Einführung durch Paulo Maló stetig weiterentwickelt: Neue Implantatoberflächen, verfeinerte Protokolle für die Sofortversorgung, DVT-basierte Diagnostik, digitale Planungstools und geführte 3D-Navigation wie z.B. über das Nobel X-Guide verändern den klinischen Alltag stetig. Nur durch regelmäßige Fort- und Weiterbildung können wir unseren Patienten ein Höchstmaß an Implantat-sicherheit garantieren. Sei es auf Kongressen, bei Hospitationen in spezialisierten Kolleginnen- und Kollegenpraxen oder im interdisziplinären Team aus Chirurgie, Prothetik und Zahntechnik: Der fachliche Austausch schafft einen Raum, in dem Komplikationen offen besprochen, Behandlungsstrategien verglichen und individuelle Lösungsansätze diskutiert werden können. All-on-4 ist kein isoliert chirurgisches oder prothetisches Verfahren, sondern ein Teamkonzept. Die Abstimmung zwischen dem Chirurgen, der die Implantate setzt, dem Prothetiker, der die provisorische und definitive Versorgung plant, und dem Zahntechniker, der sie umsetzt, entscheidet maßgeblich über den Langzeiterfolg. Letztlich ist dann die klinische Erfahrung der der Faktor, der theoretisches Wissen in verlässliche Behandlungskompetenz überführt. Die anatomischen Verhältnisse wie die Kieferhöhlenausdehnung, der Verlauf der Nerven, die Knochenqualität und -quantität variieren von Patient zu Patient erheblich. Erfahrung ermöglicht es, fundierte Entscheidungen zu treffen, etwa bei der Wahl des Insertionswinkels, der Primärstabilität oder der Frage, ob eine Sofortversorgung im konkreten Fall vertretbar ist. Studien zeigen, dass die Komplikationsrate mit zunehmender Fallzahl des Behandlers sinkt, was die Bedeutung einer soliden Lernkurve nur nochmals unterstreicht.

Welche Rolle spielt der Status als All-on-4 Center of Excellence in der Zusammenarbeit mit überweisenden Kollegen?

Jochen Schmidt: Die Bezeichnung und der Status positionieren die Praxis als spezialisierten Dienstleister für komplexe Fälle, also meist stark atrophierte Kiefer. Weniger erfahrene überweisende Kollegen können die chirurgische Phase auslagern, während sie die prothetische Nachsorge behalten. Das Zertifikat wirkt zudem als objektives Qualitätsversprechen gegenüber dem überweisenden Partner. Es ist leicht nachprüfbar, welche Voraussetzungen Behandler und Praxis erfüllen müssen, um den Status zu erlangen. 

Welchen konkreten Mehrwert bietet der Status als All-on-4 Center of Excellence aus Ihrer Sicht für Patienten und die Sichtbarkeit der Praxis nach außen?

Jochen Schmidt: Hier gelten die Bezeichnung und der Status unserer Beobachtung nach wie ein Gütesiegel, das bei Patienten höchste fachliche Kompetenz signalisiert und Bedenken und Ängste reduziert. Die Aufnahme in das offizielle Experten-Verzeichnis von Nobel Biocare ermöglicht zudem für Patientinnen und Patienten eine höhere Auffindbarkeit im Netz. Durch die Spezialisierung auf diese hocheffiziente, patientenfreundliche Methode mit signifikant weniger Operationszeiten und einer insgesamt kürzeren Behandlungsdauer grenzen wir uns klar von Wettbewerbern ab.

Das All-on-4-Verfahren ist zudem das bekannteste und renommierteste Sofortversorgungskonzept auf vier Implantaten am Markt, und vielen Patienten ein Begriff. Sie verbinden es mit hochwertigen Premiumimplantaten mit lebenslanger Garantie, einem etabliertes und erprobten Behandlungskonzept sowie erfahrenen Chirurgen. Für die Praxis ergibt sich ein klarer Marketingvorteil im Bereich der Sofortversorgung.

Herzlichen Dank für das Gespräch.