Mitten im Auge des Corona-Orkans stellt B.T.I. Deutschland mit dem Core-Implantat ein neues System vor – schon mal etwas von Timing gehört, wollte pip von Deutschland-Geschäftsführer Dr. Ralf Rauch wissen.

Interview mit Dr. med. dent. Ralf Rauch, Geschäftsführer B.T.I. Deutschland

pip: Sie glauben, es sei gerade eine gute Zeit, sich mit einem neuen System zu beschäftigen?

Ralf Rauch: Ja, eben nicht mit einem, sondern mit diesem neuen System. Denn lägen nicht bereits so viele klinische Langzeitdaten vor, könnte man meinen, wir hätten das Core-Implantat als gezielte Antwort auf die aktuellen Herausforderungen in den implantologischen Praxen aus der Taufe gehoben. Denn das gesamte System mit all seinen durchdachten einzelnen Komponenten ist darauf ausgelegt, dass Sie in Ihrer Praxis mehr Patienten in weniger Zeit behandeln können – und das ohne jeglichen Kompromiss bei Sicherheit, Vorhersagbarkeit, Primär- und Langzeitstabilität. Also genau die Antwort auf die aktuelle Situation vieler Praxen, die sich fragen, wie sie die aufgezwungene verlorene Zeit und den nun anstehenden Behandlungsstau bestmöglich abarbeiten können, um sowohl ihre Patienten zufriedenzustellen als auch wirtschaftlich für die Praxis noch ein akzeptables oder noch besser gutes Jahresergebnis zu erzielen. Die neue Core-Linie bietet dafür höchste Effizienz bei gleichzeitig breiter Flexibilität und Rentabilität.

pip: Was ist denn so neu an Ihrem Konzept?

Ralf Rauch: Wir haben bewährte und langzeitig erfolgreich erprobte Komponenten in einer extrem schlanken Implantatlinie vereint: Wenige Bohrer und ein sehr einfaches und über- sichtliches Chirurgie-Set – B.T.I.-Anwender können natürlich ihre bestehenden Kits problemlos weiter verwenden – sparen Zeit und Kosten. Das konische Design mit einem selbstschneidenden Apex mit hohem Vorschub erleichtert das Einsetzen in allen Knochenklassen. Die einheitliche Ø 3,5 mm-Plattform bei Implantatdurchmessern von 3,3 bis 4,75 mm und Längen zwischen 5,5 bis 15 mm schafft eine extrem schlanke Lagerhaltung und führt zu deutlich weniger Komplikationen bei der prothetischen Versorgung. Gleichzeitig erzielt man eine hohe Stabilität der periimplantären Weichgewebe und Sie können auch bei einem limitierten Platzangebot implantologische Versorgungen realisieren. Die langjährig erprobte UniCa- Oberfläche ist osteogen, bakterizid und extrem hydrophil und schafft so eine auf Anhieb erhöhte Knochenstabilität und belegt verbesserte Osseointegration. Natürlich nutzt auch die Core-Implantatlinie das biomechanische BioBlock-Konzept zur hermetischen Abdichtung und biologischen Versiegelung, womit der marginale Knochen um das Implantat irritationsfrei und erwiesen besser erhalten bleibt. Bekanntermaßen wird in der Bildung von Mikro-Spalten eine der Ursachen periimplantärer Entzündungen gesehen, was hiermit erfolgreich vermieden wird. Mit einem überschaubaren Satz an Komponenten behandeln Sie erfolgreich fast alle Indikationen.

pip: Ist Core auch auf digitale Prozesse ausgelegt?

Ralf Rauch: Ich denke, es kann sich heute niemand mehr leisten, mit einem System auf den Markt zu kommen, das neben den konventionellen nicht auch CAD/CAM-Verfahren abdeckt, dafür ist die Entwicklung in diesem Bereich erklärtermaßen zu weit fortgeschritten. Es gibt inzwischen viele Praxen, bei denen Sie sich ohne die Möglichkeiten der digitalen Verarbeitung sofort ins Aus stellen würden. Daher bietet Core nicht nur die ganze Bandbreite der prothetischen Versorgungsformen, von der Einzelzahnversorgung bis hin zu Multi-Unit-Lösungen, sondern selbstverständlich können Sie prothetisch sowohl konventionell als auch digital vorgehen.

pip: Im Namen steht auch die besondere Innenverbindung …

Ralf Rauch: Es lag nahe, bei Core – Kern – auch unsere bewährte und besondere vierlappige Innenverbindung aufzugreifen. Dieses besondere Design weist keine Kanten und damit keine Ermüdungspunkte auf. Diese Geometrie ermöglicht eine bessere Verteilung der Axial-, Lateral- und Torsionskräfte und verringert damit, wie in vielen Studien bewiesen wurde, das Risiko einer Verformung bei der Insertion und der Langzeitbelastung des Implantats. Daneben wird das Platzieren der prothetischen Komponenten erleichtert. Sie merken, wir stellen eine insgesamt und im Kern durchdachte Implantatlinie (Core-Implantat) vor, die den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht.

pip: Herzlichen Dank für Ihre Zeit und dieses Gespräch.