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Dentallaser: Die Reaktionen der Patienten sprechen für sich

Sind Dentallaser nette Spielzeuge für Tech-Freaks oder innovative Entlastungen im klinischen Alltag? Die kürzliche Übernahme von Biolase durch MegaGen eröffnet im deutschsprachigen Raum und Europa in jedem Fall eine ganz neue Plattform für exzellenten Kundenservice, stete Produktoptimierungen und weitere Innovationen.
 
Interview mit Malte Schaefer

In den 80er- und 90er-Jahren gab es einmal einen regelrechten Dentallaser-Hype – dann wurde es deutlich ruhiger. Mal wieder eines dieser überschätzten Spielzeuge?

Malte Schaefer: Sie haben Recht, damals machte die Laser-Technologien enorm von sich reden. Allerdings fehlten noch fundierte Studien und vor allem umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem waren die ersten Geräte sehr teuer, weshalb viele Zahnärzte zögerten, in diese Innovation zu investieren. Tatsächlich ist der Laser aber kein Spielzeug, sondern ein hochpräzises und effizientes Instrument mit enormen Vorteilen für die Behandlung und die Heilung. Mich begleitet er seit dem ersten Tag meiner zahnärztlichen Laufbahn. Die Einsatzgebiete sind nahezu unbegrenzt: von Parodontalbehandlungen, ästhetischen Kronenverlängerungen und Implantatfreilegungen bis hin zur Endodontie, Herpes- und Aphthen-Behandlung, Narbenbehandlung, Schmerztherapie, Laser-Bleaching oder der präzisen Sulkusbehandlung vor einer Abformung oder einem Scan.

Dazu nur ein konkretes Beispiel: Die Freilegung eines Implantats dauert mit dem Laser nur eine Minute – und das völlig ohne Skalpell, ohne Naht, ohne Narbenbildung. Die Patienten profitieren damit von einer schnelleren Heilung, weniger Schmerzen und einer deutlich besseren Ästhetik. Mittlerweile gibt es neben meinen Erfolgsgeschichten aus der Praxis auch zahlreiche Studien, die diese positiven Effekte wissenschaftlich belegen.

Welchen Zeitraum würden Sie veranschlagen, bis man den Laser und die Indikationsbreite beherrscht?

Malte Schaefer: Natürlich erfordert der Umgang mit dem Laser eine gewisse Einarbeitung. Der erste Schritt ist der Laserschutzbeauftragten-Kurs – safety first! Danach folgt eine Geräteeinweisung sowie praktische Übungen an extrahierten Zähnen, Eiern oder Schweinekiefern, wie wir es auch aus der allgemeinen Chirurgie kennen. Die modernen Biolase-Geräte sind leicht und intuitiver denn je – mit einer Benutzeroberfläche, die einem Tablet ähnelt. Nach wenigen Tagen ist man einsatzbereit, eine Hospitation bei einem erfahrenen Kollegen ist aber definitiv empfehlenswert. Nach nur ein paar Monaten beherrscht man den Laser souverän.

Wodurch unterscheidet sich WaterLase von anderen Dentallasern?

Malte Schaefer: Ein entscheidender Vorteil ist der flexible Arm – im Gegensatz zu anderen Lasern mit starren Führungen erleichtert er die Handhabung erheblich. Außerdem steht hinter Biolase ein engagiertes Support-Team, das ich seit Jahren für seine Verlässlichkeit schätze. Das wahre Highlight ist jedoch die patentierte Kombination aus Laser, Luft und Wasser, die eine besonders gewebeschonende Behandlung ermöglicht. Dadurch kann der Laser sowohl im Hart- als auch im Weichgewebe präzise und effektiv eingesetzt werden, während die thermische Belastung deutlich reduziert wird.

Wie ist denn die Reaktion der Patienten – immerhin handelt es sich um eine weitere Privatleistung?

Malte Schaefer: Die Reaktionen meiner Patienten sprechen für sich und für den Einsatz des Lasers: Viele sind überrascht, wie angenehm die Behandlung mit dem Laser ist. Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse bei Parodontitis-Patienten: Schon nach kurzer Zeit wird das Zahnfleisch sichtbar straffer, heilt schneller aus und blutet nicht mehr. Auch die Langzeitergebnisse sind beeindruckend – auf Röntgenbildern sehen wir oft nach sechs Monaten eine deutliche Knochenregeneration. Noch ein besonders spannendes Beispiel: Wir konnten bereits mehrere Zähne mit Lockerungsgrad 3 – also eigentlich zum Extrahieren verurteilt – erhalten! Seit zwei Jahren kombiniere ich den Laser mit der Hyaluronsäure von Regedent – und diese Kombination ist einfach eine fantastische Lösung für die Regeneration. Klar, der Laser ist eine Privatleistung, aber der Vorteil für meine Patienten auch unmittelbar: kürzere Behandlungszeiten, weniger Schmerzen und Schwellungen, schnellere Heilung und bessere ästhetische Ergebnisse. Wir hatten daher noch nie Kostendiskussionen. Nicht nur für mich, auch für meine Patienten ist der Laser in jedem Fall also eine sehr lohnende Investition.

Herzlichen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch.