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Der Patient – das Herzstück unseres Handelns

Mit über 30 Mitarbeitern bietet das Zentrum für Zahn-, Mund-und Kieferheilkunde Dr. Dr. Tröltzsch im pittoresken mittelfränkischen Ansbach das gesamte Spektrum moderner zahnmedizinischer Versorgungen. Tradition und High Tech gehen hier zugunsten der Patienten eine perfekte Symbiose ein.

Interview mit Dr. Dr. Markus Tröltzsch

Seit wann hat sich Ihre Praxis mit digital gestützten Verfahren beschäftigt, und welche Überlegungen standen dahinter?

Markus Tröltzsch: Ich würde uns als ´Middle Adopter´bezeichnen: Die digitale Planung erfolgt bei uns schon seit 2012, gematcht mit der analogen, damals noch mit CT, seit 2016 dann mit DVT. Seit 2018 operieren wir zu 80% voll schablonengeführt, und seit Anfang 2023 nun auch dynamisch navigiert, z.B. mit dem X-Guide von Nobel Biocare. Die analogen Prozesse haben wir dabei noch nicht vollständig verworfen, oft sehen wir immer noch einen großen Vorteil, ´mit Hosenträger und Gürtel´zu arbeiten, also eine große Menge an Informationen aufeinanderlegen zu können. X-Guide ist dabei echte Freihandchirurgie mit 3D-Führung der Bohrer und Implantate in Echtzeit, und meines Erachtens wirklich ein Paradigmenwechsel. Wobei ich ganz wichtig finde, das Verfahren nicht nur in der Implantologie, sondern für deutlich mehr oralchirurgische Aufgaben einzusetzen, also auch für intraossäre Tumore, die WSR, Weisheitszahn-Entfernungen und etliches mehr. Damit haben wir echte digitale Oralchirurgie, bei der die vorhandenen extraoralen Planungstools direkt in die Behandlung übertragen werden. Ich wage die Prognose, dass dynamische Guide – Systeme, bei korrektem, eben nicht nur implantat-exklusivem, sondern breitem oralchirurgischen Einsatz, in fünf Jahren in seiner Wertigkeit dasteht, wo heute das DVT ist.

Mussten bei Team und Patienten Widerstände überwunden werden, oder erforderte es auf beiden Seiten Lernkurven?

Markus Tröltzsch: Bei beiden Gruppen sind solche innovativen Verfahren absolut der Renner. Bei Patienten erfahren wir nicht nur ein reges Interesse an der Technik, sondern auch eine große Dankbarkeit, dass unsere Praxis hier so offensiv agiert und investiert, und ihnen diese modernen Verfahren mit all ihren Vorteilen angedeihen lässt. Patienten, selbst im höheren Alter, informieren sich inzwischen fast alle im Vorfeld auch im Internet, und sind dabei technikaffiner als man glaubt. Das Team wiederum erlebt es ganz klar als eine enorme Aufwertung des Berufsbilds, einige kommen sogar an ihren freien Nachmittagen extra in die Praxis. Am Anfang mussten wir die OP-Teilnahme mit diesen Verfahren regelrecht verlosen, damit jeder gerecht daran teilhaben kann.

Auch dass unsere Praxis in unserer Region damit eine Vorreiterrolle einnimmt, oder, wie einige vom Team es nennen, damit ´eine Influencer-Praxis´ ist, macht unsere Mitarbeiter sichtlich stolz und zusätzlich motiviert. Auch Patienten bemerken häufig beeindruckt, dass wir im weiten Umkreis die einzige Praxis seien, die solche High-Tech-Methoden anwendet.

Ihr Praxisstandort wirkt so schön gemütlich und traditionell – wieso wollen Sie trotzdem in 60 Minuten vom Scan bis zum Provisorium?

Markus Tröltzsch: Es geht ja nicht nur um dieses eine Verfahren, das allerdings für Patienten, die ein Sofortprovisorium benötigen, ein sehr effizienter Prozess ist. Und wieso meinen Sie, dass Patienten in einem beschaulichen Landstrich wie unserem weniger anspruchsvoll sein dürfen als in einer Metropolregion? Patienten wollen überall dasselbe, und das ist in erster Linie weniger Zeit beim Zahnarzt verbringen und wenig Schmerzen, sowohl beim Besuch selbst als auch im Anschluss. Die Preisfrage ist bei uns eher nachrangig, die ersten beiden Kriierien sind unseren Patienten ganz klar die wichtigsten. Jeder, der schon mal eine Stunde den Mund offenhalten musste, weiß doch, wie es sich anfühlt, wenn der Zahnarzt dann sagt: `O.k., jetzt ist Halbzeit´. Wir erleben heute dagegen durchweg sehr positiv überraschte Patienten, dass die geplante Behandlung bereits nach so kurzer Zeit um ist. Die Digitalisierung ist dabei keine Spielerei für mich als Zahnarzt, sondern insbesondere die 3D-Navigation ist eine echte Fähigkeitserweiterung. Ich kann damit auf einmal Dinge tun, die ich vorher so nicht konnte. Und das meist auch noch schneller, sicherer und vorhersagbarer. Das Risikoprofil meiner Behandlungen wird damit deutlich flacher. Wir arbeiten vor allem am Menschen, da ist mir so etwas sehr wichtig.

Wie wichtig ist Ihnen bei digitalen Prozessen, die gesamte Kette aus einer Hand zu bekommen?

Markus Tröltzsch: Nicht nur bei den digitalen Prozessen, bei allen Arbeitsabläufen sind mir Service und Unterstützung durch den jeweiligen Industrieanbieter sehr wichtig. Da halte ich es mit meinen Patienten, und will auch vor allem keine Zeit vergeuden und keine, in dem Fall, Kopfschmerzen, weil irgendetwas nicht funktioniert, oder ich einer Fragestellung und deren Lösung endlos nachlaufen muss. Bei Nobel Biocare schätze ich die Kompatibilität der einzelnen Geräte und Verfahren, und die perfekt aufeinander abgestimmte Hardware und einheitliche Softwarebasis. Nicht zuletzt aber auch die Tatsache, einen einzigen Ansprechpartner zu haben, der all unsere Bedürfnisse und auch Fragen aufnimmt, firmenintern für uns kanalisiert und in kurzer Zeit für uns löst. Auch diese Effizienz wird ja im Grunde nahtlos wieder zum Patienten durchgereicht. Und der steht im Mittelpunkt all unserer Bemühungen, all unserer Investitionen und aller Erweiterungen unseres Behandlungsspektrums.

Herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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