Digitales Röntgen: Langjährig erprobte und wissenschaftlich evidente Behandlungsmethoden mit neuesten Erkenntnissen in der modernen Zahnmedizin zu verknüpfen, darum geht es Dr. Ina Sophie Kraft in ihrer niedergelassenen Praxis in Walluf. Schon früh implementierte sie das digitale Röntgen – und stand pip Rede und Antwort.

Interview mit Dr. med. dent. Ina Sophie Kraft, Zahnärztin

pip: Seit wann setzen Sie 3D-Diagnostik in Ihrer Praxis ein und was waren Ihre hauptsächlichen Beweggründe?

Ina Sophie Kraft: Ich habe die Praxis Anfang 2018 von meinen Eltern übernommen und, wie das immer so ist, wollte diese erst einmal auf den neuesten Stand bringen. Natürlich geht das alles nicht auf einen Schlag, man muss schon aus finanziellen Gründen für sich Prioritäten setzen. Nachdem ich meine Doktorarbeit an der Universitätsklinik Mainz in der MKG gemacht hatte, war ich mit der dreidimensionalen Diagnostik bereits vertraut, und mir war damals schon klar, dass hier ohne Frage die Zukunft liegt. Direkt nach dem Studium habe ich übrigens den DVT-Fachkunde-Kurs gemacht: Auch ohne noch selber ein Gerät zu besitzen, war mir klar, dass es wichtig wäre, solche Aufnahmen richtig befunden zu können. Bei Dürr Dental wurde ich dann auf das VistaVox S aufmerksam, das – wie es sich herausstellen sollte – perfekt für mich passte. Ich bekam ein tolles Angebot über den Intraoralstrahler VistaIntra, den Speicherfolienscanner VistaScan Mini View und das VistaVox S. Die Installation und Einweisung erfolgten an zwei Tagen und ich war bezüglich Röntgen (digitales Röntgen) auf dem neuesten Stand. Heute möchte ich mein DVT nicht mehr missen.

pip: Haben sich bei Ihnen Behandlungskonzepte durch die verbesserten diagnostischen Möglichkeiten verändert?

Ina Sophie Kraft: Ja, eindeutig. Wenn Sie sich erst einmal an die dreidimensionalen diagnostischen Möglichkeiten gewöhnt haben, gehen Sie nicht wieder zurück. Ob in der präimplantologischen Diagnostik und Prothetik oder der Vorbereitung von Wurzelkanalbehandlungen, Sie wissen einfach viel besser, was Sie erwartet. Ein bisschen trickreich war es, dies den Patienten zu vermitteln. Sie können sich vorstellen, wie oft ich zu hören bekam, dass das früher doch auch ohne ging. Man muss anfangs schon etwas Zeit aufbringen, dem Patienten zu erklären, welche Vorteile es mit sich bringt und am Ende finden sie es dann doch interessant und beeindruckend. Ich erkläre auch jedes Mal, dass ich eine entsprechende Weiterbildung gemacht habe, um diese Schichtbilddiagnostik adäquat anwenden zu können. Endgültig den Durchbruch bei einigen Patienten gab es, als auch mein Vater, der mich manchmal noch in der Praxis vertritt, in seinem doch fortgeschrittenen Praktiker-Alter noch den DVT-Fachkunde-Kurs absolvierte, weil auch ihn die neuen diagnostischen Möglichkeiten faszinierten.

pip: Setzen Sie die 3D-Diagnostik auch als Tool innerhalb ganzer digitaler Workflows ein?

Ina Sophie Kraft: Nach einer Praxisübernahme müssen Sie ein bisschen aufpassen, sich nicht zu vergaloppieren. Sie müssen ja auch die Patienten bei allen Neuerungen mitnehmen können. Aktuell setzen wir bereits eine Intraoralkamera zur Prozessoptimierung, zur Dokumentation und zur Patientenkommunikation ein. Wir dokumentieren damit auch Zwischenschritte von Behandlungen, was sich besonders bei Revisionen als sehr hilfreich erweist. Auch in der PZR ist sie ein guter Motivator. Demnächst werde ich anfangen mit einem IOS zu arbeiten, und da werden sich sicherlich mit dem DVT weitere integrative Schritte ergeben.

pip: Was halten Sie von der Aussage, mit einem 3D-Röntgen (digitales Röntgen) brauche man weniger diagnostische Expertise?

Ina Sophie Kraft: Ich denke, diese Frage habe ich schon mit dem Hinweis auf den frühzeitigen Fachkunde-Kurs beantwortet. Ganz im Gegenteil: Sie sind ja auch verpflichtet, alles zu befunden, was Sie sehen. Ich würde ungern mit dem Risiko leben wollen, vielleicht eine entscheidende Stelle übersehen zu haben, weil mir die grundlegende Ausbildung fehlt.

pip: Was hat Sie besonders für den VistaVox S von Dürr Dental eingenommen?

Ina Sophie Kraft: Ganz klar die enorm intuitive Bedienung. Auch für meine ZMF, die zwar alle unheimlich gut ausgebildet sind, aber von denen einfach wenige Computer-affin sind. Das Gerät redet quasi mit einem und so wird die Angst vor etwas Neuem, Komplizierten ganz schnell genommen. Nach nur zwei Tagen Einführung war VistaVox S in unserer Praxis ‚angekommen‘, und heute merkt man auch im Team die Faszination, dem Patienten eine so tolle Technologie anbieten zu können.

pip: Herzlichen Dank für das Gespräch.