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„Make it simple“ – MIS: So klar kann Implantologie sein

Das israelische Implantatunternehmen MIS, seit 2016 Teil von Dentsply Sirona, feierte 2025 seinen 30. Geburtstag. Die Gelegenheit, einen Blick in die Geschichte von MIS zu werfen. Was dürfen Anwender und jene, die es werden möchten, künftig von MIS erwarten?
 
Interview mit Christine Schwendner und Guido Haag


Wie beschreiben Sie als Insider die Marke MIS im Dentalmarkt?

Guido Haag: MIS hat eine lange Geschichte und ist seit nun mehr als 30 Jahren auf dem Markt. Es wurde von Zahnärzten für Zahnärzte entwickelt und hat sich klinisch bewährt. MIS steht für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit einfach handzuhabenden Komponenten – auch für die Prothetik.

Christine Schwendner: MIS verfügt über mehrere Implantatsysteme. C1 und Seven sind weit verbreitet und lassen sich dem Value-Segment zuordnen. Durch die Integration in Dentsply Sirona profitiert die Marke von einem großen Vertriebsnetz und den damit verbundenen Services sowie von Aktionsvorteilen im Dentsply Sirona-Webshop. Auf diese Weise haben Zahnärzte in vielen Märkten Zugang zu MIS und seinen Produktlösungen.

Was macht die Marke MIS aus Ihrer Sicht zu einer ganz besonderen?

Guido Haag: Das steckt praktisch im Namen – make it simple. Die Implantate sind im Handling einfach, intuitiv und komplett. Die passenden Bohrer werden mit dem Implantat direkt mitgeliefert. Als Einmalprodukte müssen diese nicht extra sterilisiert werden, was Zeit spart. Der MIS Organizer sorgt für einen immer passenden chirurgischen Ablauf – der Anwender entnimmt die Instrumente entsprechend der Reihenfolge und ist damit auf der sicheren Seite. Komplettiert wird das Implantat durch passende, mitgelieferte prothetische Komponenten wie zum Beispiel eine TiBase.

Christine Schwendner: Aus unserer Sicht eignen sich Implantate von MIS ganz besonders für jene Zahnärzte, die die Implantologie in ihr Portfolio integrieren möchten und noch nicht über so umfangreiche Erfahrungen verfügen. Sie können sich mit diesem System voll auf den Patienten konzentrieren, und sie gewinnen sehr schnell Routine beim Implantieren, weil die Protokolle praktisch vorgegeben sind. Manche Implantate, und da sprechen wir als Dentsply Sirona aus Erfahrung, passen besser zu Anwendern, die schon länger mit Implantaten arbeiten und sehr individuelle Protokolle entwickelt haben.

Nun sind Bohrprotokolle und Handling die eine Sache – wie steht es um den klinischen Erfolg der MIS-Implantate? Was haben Studien ergeben?

Guido Haag: Wir wissen aus Studien, dass die MIS-Implantate kumulative Überlebensraten um circa 97 Prozent über mehrere Jahre zeigen. Auch die Daten zur Veränderung des marginalen Knochenniveaus sind klinisch hervorragend.

Christine Schwendner: Generell liefern MIS-Implantate in der veröffentlichten Literatur vergleichbare Ergebnisse wie viele andere etablierte Implantatsysteme: hohe Überlebensraten und moderater Knochenabbau bei korrekter Indikationsstellung und erfahrener chirurgischer Technikanwendung.

Als Teil von Dentsply Sirona steht MIS auch intern im Wettbewerb zu anderen sehr bekannten Marken. Wo ordnet sich MIS ein?

Christine Schwendner: Es ist richtig, dass Dentsply Sirona über ein umfangreiches Portfolio für die Implantologie verfügt. MIS fügt sich hervorragend ein, weil dieses System andere Anwender anspricht als beispielsweise PrimeTaper. Wir verstehen uns als Komplettanbieter, der die Wünsche vieler Kunden – und auch Patienten – adressiert. Es gibt in der Implantologie keine ‚Onesize-fifi ts-all‘-Lösung; es braucht individualisierbare Konzepte, weil Patienten – hier nur klinisch betrachtet – unterschiedlich sind.

Welche interessanten Neuigkeiten darf die dentale Community von MIS in naher Zukunft erwarten?

Guido Haag: Wir freuen uns schon sehr auf das Implant Solutions World Summit in Göteborg. Dort trifft sich eine internationale Implantat-Community. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor Ort zu sein, um von den jüngsten Innovationen aus erster Hand zu erfahren und sich mit Kollegen intensiv auszutauschen. Mehr Informationen gibt es auf der ‚Implant Solutions World Summit 2026‘-Website.

Vielen Dank für Ihre Zeit und das interessante Gespräch.