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NextStep Curriculum: Implantologie mit Plan

Mit großem Erfolg legte Nobel Biocare das erste der neuartigen NextStep Curricula auf. An vier konzentrierten Wochenend-Modulen, vor allem aber durch die bewusst gering gehaltene Zahl der Teilnehmenden, den Fokus auf digitale Prozesse und das anschließende Mentoring-Programm mit Supervision in der eigenen Praxis bietet sich hier ein zeitgemäßes Fortbildungsformat. 

Interview mit Dr. Elisa Meid (auf dem Foto mit Dr. Lorenz Meid
)

Inwiefern hat Sie Ihre universitäre Ausbildung auf eine implantologische Tätigkeit in der eigenen Praxis vorbereitet, und an welchen Punkten haben Sie im Praxisalltag gemerkt, dass darüberhinausgehende strukturierte Fortbildung notwendig ist?

Dr. Elisa Meid: Die dentale Implantologie war, wie bei vielen, auch bei mir kein Schwerpunkt der Standardausbildung. Die chirurgische Erfahrung reicht also nach dem Examen auf keinen Fall aus, um sofort komplexe Fälle selbstständig zu behandeln. Dementsprechend sind nach dem Studium strukturierte Curricula im Grunde unerlässlich, um die notwendige Kompetenz in der Implantatchirurgie und -prothetik zu erlangen. Die natürliche Diskrepanz zwischen universitärem Wissen und der klinischen Realität in der Praxis braucht auch eine gewisse Übergangszeit, in der man Erfahrungen sammeln kann. Zunächst in der Prothetik, langfristig aber auch in der Chirurgie. Kurz: Die Uni liefert die Basis, aber die spezialisierte implantologische Tätigkeit wird in der Regel erst durch postgraduale Fortbildungen und Curricula praxisreif erlernt.

Was hat Sie konkret dazu bewogen, sich für das Implantologie-Curriculum von Nobel Biocare zu entscheiden, und welche Erwartungen oder Fragestellungen haben Sie zu Beginn mitgebracht?

Dr. Elisa Meid: Mein Vater hat kam schon in den 90er Jahren mit Nobel Biocare in Kontakt, und begann, sobald die Technologie ausgerollt wurde, dann auch schon recht früh, mit Nobel Biocare navigiert zu implantieren, damals noch mit den Parallel- und Replace-Implantaten. Er hatte zuvor externe Implantologen in der Praxis, war aber von der Möglichkeit des navigierten und damit so viel präziseren Vorgehens sofort sehr angetan, und wurde in seiner Annahme auch mehr als bestätigt. In unserer Praxis im Herzen des Naturparks Altmühltal hatte dank meines Vaters auch sehr früh ein DVT Einzug gehalten, und nicht zuletzt durch die damit eröffneten so viel besseren diagnostischen Möglichkeiten lag auf der Hand, meine implantologische Expertise weiter auszubauen. Wir wollten unseren Patienten in der ihnen vertrauten Praxis auch die modernen Möglichkeiten der dentalen Implantologie bieten. Gerade die Möglichkeit des Backward Planning und damit des Managements von Grenzfällen bei schwierigen Nachbarstrukturen haben mich persönlich besonders fasziniert und überzeugt. Damit kann ich selbst komplexe implantologische Fälle heute risikoarm und patientenfreundlich durchführen. Ausschlaggebend für das Nobel-Biocare-Curriculum war neben dem sehr praxisorientierten Aufbau das Mentoring-Konzept. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen, die trotz vieler Fortbildungen immer noch nicht die Kurve bekommen haben, wirklich dann auch in der eigenen Praxis selbstsicher implantologisch tätig zu sein.

Aber nicht nur für die ersten Schritte, auch für meine weitere Lernkurve und meine zukünftige persönliche Entwicklung ist mir das stetige Mentoring wichtig. Das gibt es in dieser intensiven Form nur hier. 

Wie haben Sie den inhaltlichen und didaktischen Aufbau des Curriculums erlebt – insbesondere die Verzahnung von Theorie, praktischen Übungen und klinischer Anwendung?

Dr. Elisa Meid: Die Struktur ist total sinnvoll aufgebaut. Es beginnt mit wichtigen anatomischen Grundlagen, und geht weiter über die Diagnostik und korrekte Indikationsstellung zu den chirurgischen Techniken, der Prothetik mit dem entsprechenden Komplikationsmanagement, und abschließend der digitalen Planung. Die Kombination von Vorträgen, Hands-On-Übungen und praktischen Fallbesprechungen führt alles Wesentliche sehr gut zusammen und stellt den so wichtigen direkten Praxisbezug her. Der strukturierte Aufbau reduziert für viele sicher auch die Hemmschwelle für den Einstieg in die dentale Implantologie, und erhöht die klinische Sicherheit durch die ebenfalls vermittelten evidenzbasierten Richtlinien. Die intensiven Hands-on-Elemente ermöglichen das zuvor Gelernte dann direkt selbst umzusetzen. Als absolut gewinnbringend empfand ich persönlich die betont kleine Anzahl an Teilnehmenden. Dadurch konnte jede Frage umfassend besprochen werden, und auch beim Hands-On profitiert jeder Kursteilnehmer ganz individuell. Durch die regelmäßigen Treffen in festen Gruppen entsteht zudem ein intensiver persönlicher Austausch mit den Experten und Kolleginnen und Kollegen. Dadurch vermittelt dieses Curriculum ein sehr exklusives Gruppengefühl. Und durch das weitere Mentoring auch nach Abschluss des eigentlichen Curriculums bleibt Nobel Biocare auch langfristig mein Partner bei meiner ganz persönlichen Weiterentwicklung.

Welche Kompetenzen oder Denkweisen aus dem Curriculum haben sich nachhaltig in Ihrem Praxisalltag verankert, und wo spüren Sie heute den größten Mehrwert für Ihre Patientinnen und Patienten?

Dr. Elisa Meid: Ganz klar gibt mir das Curriculum eine ganz neue Sicherheit in Bezug auf Indikationsstellung, Planung und Durchführung. Auch meine Kompetenz in der Patientenauswahl, der rechtssicheren Aufklärung und strukturierten Dokumentation ist nun auf einem ganz anderen Level. Daneben sind das vermittelte korrekte Management von Hart- und Weichgewebsregeneration, aber auch die Früherkennung von Komplikationen ganz entscheidend für den erfolgreichen und langfristigen Erhalt eines Implantates. Der Mehrwert setzt sich aus all diesen Komponenten zusammen. Für mich persönlich ergaben sich auch neue Einblicke in das Zusammenspiel von Implantologie und Prothetik. Die zahntechnische Seite betrachte ich nun ganz anders und viel intensiver.

Welche Bedeutung hat für Sie die weiterführende Betreuung über das Mentoring nach Abschluss des Curriculums, und wie wichtig ist diese kontinuierliche Begleitung für Ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung in der Implantologie?

Dr. Elisa Meid: Das persönliche Mentoring ist ein weiterer Aspekt, der das Nobel-Biocare-Curriculum zu weit mehr macht als einer klassischen Fortbildung. Es bildet und verfestigt die Brücke zwischen Curriculum und Praxis. Es gibt zusätzliches Vertrauen, schafft Sicherheit und ermöglicht ein nochmals effizienteres, weil wirklich ganz auf mich und meine Bedürfnisse zugeschnittenes Lernen. Das 1-zu-1-Mentoring, wie ich es bereits erleben durfte, hat meine Ängste vor Komplikationen deutlich abbauen helfen, und das Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten ungemein gefördert.

Genau dieses fundierte Selbstvertrauen ist oft der entscheidende Punkt, um die dentale Implantologie dann wirklich nachhaltig und erfolgreich in der eigenen Praxis zu etablieren.

Herzlichen Dank für das Gespräch.