Osstem, an fünfter Stelle im globalen Implantatmarkt, ist bereits seit 2005 in Deutschland vertreten. Vor einem Jahr hat sich das Unternehmen im Innen- und Außenverhältnis neu aufgestellt und wird künftig direkter und persönlicher Ansprechpartner für seine Anwenderinnen und Anwender sein.

Interview mit Christian Unger, Vertriebsleitung Osstem Deutschland

Die übliche Frage – was unterscheidet Sie denn von anderen Anbietern?

Christian Unger: Meine Antwort mag Sie überraschen, aber ich sehe die Unter- scheidungsmerkmale nicht wesentlich in der Hardware. Wir haben ein ausgeklügeltes Implantat-Portfolio für alle Indikationen und auch eine Erfolgsquote von über 97 %, aber das dürfen die meisten der in Deutschland zugelassenen Anbieter von sich behaupten. Für mich machen die Menschen eines Unternehmens den Unterschied. Wir spüren in der Zahnärzteschaft angesichts der zunehmenden Anonymität bei vielen Herstellern eine tiefe Sehnsucht nach persönlichem Austausch und vertrauensvoller Beratung. Die Tatsache, dass wir als Osstem genau das mit einem hoch motivierten und engagierten Team bieten können, war mit ein Grund für meine Entscheidung, meine berufliche Laufbahn hier fortzusetzen. Unser vornehmliches Unterscheidungsmerkmal ist der enorm zugewandte und weit über eine Routine hinausgehende persönliche Dialog – und unsere Anwender spiegeln uns ihre große Freude darüber zurück.

Gut, Sie rangieren daneben auch unter den sehr preisgünstigen Anbietern.

Christian Unger: Bitte nicht verwechseln mit ‚Billig-Implantaten‘! Mit weltweit mehr als 2,3 Millionen verkauften Implantaten im Jahr – was dem Doppelten des gesamten deutschen Marktes entspricht – haben wir natürlich ein Produktionsvolumen, mit dem wir auch hohe Qualitäten zu einem sehr günstigen Preis-Leistungsverhältnis anbieten können.

Was steckt hinter Osstem?

Christian Unger: Osstem wurde bereits 1997 in Korea von dem Zahnarzt Dr. Kyoo-Ok Choi gegründet und entwickelte sich im asiatisch-pazifischen Raum rasch zu einem der Marktführer. Dr. Chois Credo war, Zahnärzten und ihren Patienten nur das Beste zu bieten, und so investieren wir mit mehr als 400 Mitarbeitern allein in diesem Bereich durchschnittlich 7 %, in den vergangenen Jahren zeitweise sogar bis 11 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das schlägt sich dann nicht nur in innovativen Implantat-Designs und -Oberflächen nieder.

Wir entwickeln auch sehr hilfreiche chirurgische und diagnostische Instrumente und Geräte, die bei Anwendern völlig unabhängig vom bevorzugten Implantattyp gern eingesetzt werden.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Christian Unger: Nehmen wir allein unsere SOI-Oberfläche. Viele Zahnärzte setzen aktuell diverse Nachbehandlungstechniken ein, um die Implantatoberfläche wieder hydrophiler zu machen. Wir verwenden in der Herstellung einen speziellen ph-Puffer und behandeln die Oberfläche mit einer Vakuum-UV-Bestrahlung vor. Damit entnehmen Sie ein superhydrophiles Implantat direkt aus der Packung, mit den bekannten positiven Eigenschaften bei der beschleunigten Osseointegration. Bei den Geräten nenne ich beispielhaft das CAS-Kit für den krestalen Sinuszugang, ein Bohrer-Kit für den internen Sinuslift, das für alle gängigen Implantatsysteme einsetzbar ist. Es ist betont atraumatisch und sehr intelligent designt: Die nach innen gerichteten Schneidekanten bilden einen konischen Knochendeckel und die gewonnenen Knochenspäne werden automatisch nach kranial verlagert und heben die Membran ganz sanft an. Bisher war jeder, der es ausprobiert hat, total begeistert.

Und für eine Fortbildung oder einen Hands on-Kurs muss ich nach Korea?

Christian Unger: Wir würden – ich darf erinnern, unser Gründer ist selber Zahnarzt – schwerlich so viel in Forschung und Entwicklung investieren, um dann die Fortbildung vor Ort zu vernachlässigen. Theoretische und auch Hands on-Kurse werden regelmäßig hier bei uns in Eschborn veranstaltet. Innerhalb unseres AIC-Training-Centers, das schon im Jahr 2000 gegründet wurde, haben wir weltweit bereits über 65.000 Zahnärzte ausgebildet. Auf der Plattform des AIC Europe finden sich viele Webinare, Livestreams und Video-on-Demand-Kurse. Und dieses Jahr wird Ende Oktober in Rom das internationale Osstem-Hiossen-Meeting stattfinden. Ich lade Ihre Leser herzlich ein, unser freundliches Gesicht einmal kennenzulernen!

Herzliches Danke für das Gespräch, Herr Unger.