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Permadental: Mit digitalem Denken aktiv gestalten

Mit der Permadental Roadshow „We think digital“ bringt Permadental den niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzten die digitale Welt näher. Die perfekte Gelegenheit, um einmal nachzuhaken, was genau Digitalisierung für Zahnarztpraxen eigentlich heißen soll.

Interview mit Jens van Laak, Gebietsleiter Deutschland Permadental, Produktspezialist Intraoralscanner

In der aktuellen Roadshow von Permadental heißt es, man sei zu 70 % digital. Was bedeutet dies genau?

Jens van Laak: Wir von Permadental haben schon vor fast 20 Jahren erkannt, dass die Digitalisierung in der Produktion die Präzision erhöht, Abläufe optimiert und Softwareprogramme uns bei einer fehlerfreien Produktion unterstützen. So haben wir in der Vergangenheit sukzessive jeden Arbeitsschritt digitalisiert – und die Reklamationsrate liegt digital unter 1%. Aber überall, wo Erfahrung, ein Gefühl für Ästhetik und zahntechnisches Fingerspitzengefühl unerlässlich sind, wird auch weiterhin auf unsere Kollegen gesetzt.

Der Anteil an Praxen, die einen Intraoralscanner verwenden, wird größer. Trotzdem gibt es immer noch Vorbehalte …

Jens van Laak: Wie bei allen Veränderungen im Leben sind Vorbehalte sicher ein normaler Schutzmechanismus. Man möchte ungern seine gewohnten Arbeitsabläufe verlassen. Nach vielen Gesprächen mit Praxen in ganz Deutschland kann ich drei Gründe für eine zunächst ablehnende Haltung unterscheiden.

1. Es wird abgewartet, bis Scanner besser funktionieren oder für alle Indikation einsetzbar sind. Hier kann man im Dentalmarkt erkennen, dass die Entwicklungsschritte der Scanner sehr klein geworden und die Systeme inzwischen sehr ausgereift sind. Warum also warten? Moderne Scanner unterliegen keinen Limitationen mehr und sind für alle Arten von Versorgungen einsetzbar.

2. Es gibt Bedenken beim Scannen von sublingualen Bereichen oder Implantaten. In den vergangenen Jahren habe ich in vielen Hundert Demos in Praxen gesehen, dass auch das sublinguale Scannen mit entsprechenden Materialien und richtigen Techniken problemlos funktioniert. Für das Scannen von Implantaten stehen hochpräzise Scanbodies zur Verfügung. Auch hier ist die ,digitale Abformung‘ herkömmlichen Abformungen eher überlegen.

3. Nach einem negativen Ergebnis wird der digitale Workflow in Zweifel gezogen. Es gibt noch immer Praxen, in deren Workflow der Scanner nicht erfolgreich implementiert wurde. Misserfolge werden natürlich kommuniziert und nähren Vorbehalte. Wir legen von Anfang an den Fokus auf einen funktionierenden klinischen Workflow und unterstützen unsere Kunden bei der Digitalisierung. 

Nur wer seinen neuen Scanner wirklich richtig einzusetzen weiß, wird in allen Indikationsbereichen erfolgreich sein. Hier liegt der Vorteil unserer Firmen-Philosophie: Wir verkaufen nicht nur den Scanner, wir zeigen den Praxen den digitalen Weg auf. ,We think digital‘.

Für welche Praxen lohnt es sich, über eine Planungssoftware nachzudenken?

Jens van Laak: Schon in wenigen Jahren wird eine komplette digitale Planung in immer mehr Praxen zum Alltag gehören. Wir bei Permadental haben jetzt schon einige Jahre hervorragende Ergebnisse mit permaView erzielt. Ich denke, dass besonders für nicht allzu erfahrene Praxen eine digitale Fallplanung absolut sinnvoll ist. Fehler können vermieden werden und das Ziel der Therapie und der Weg dahin stehen fest. Anproben und Korrekturen werden minimiert und die ästhetischen Wünsche der Patienten besser realisiert.

Welche Vorteile sehen Sie im Workflow der Praxis, wenn dort zunehmend digital gedacht wird?

Jens van Laak: Auch durch unsere intensive Schulung des Behandlerteams beim Kauf eines Scanners und der nachfolgenden Betreuung haben wir heute bereits eine Reihe von Kunden, die komplett digital arbeiten, also auch ohne herkömmliche Abformungen. Es werden nahezu durchweg hervorragende Ergebnisse erzielt, das zeigt auch die beeindruckend niedrige Reklamationsquote bei genau diesen Kunden. Wirklich digital denkende Praxen sind in der Lage, die schnell wachsende Zahl an Tools und Möglichkeiten zu antizipieren und wirklich umzusetzen. ,Digitales Denken‘ bedeutet, trotz immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen die Zukunft der eigenen Praxis aktiv zu gestalten. Und natürlich wird auch die Zusammenarbeit von Labor und Praxis positiv beeinflusst.

Vielen Dank für das interessante Gespräch.