Mit „pip steuert“ startet ab Ausgabe 1/2026 eine neue Rubrik in der pip. Steuerberaterin Anita Spörl ordnet wirtschaftliche und steuerliche Fragen aus dem Praxisalltag verständlich ein – mit konkreten Entscheidungshilfen für Praxisinhaberinnen und -inhaber.
Interview mit Anita Spörl , Steuerberaterin
Frau Spörl, Sie beraten seit vielen Jahren Zahnärztinnen und Zahnärzte in steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen. Was motiviert Sie, Ihr Know-how nun in einer eigenen Rubrik in der pip zu teilen?
Anita Spörl: Ich arbeite bereits seit mehr als zehn Jahren in der Steuerberatung – von Zahnarztpraxen bis hin zu großen DAX-Unternehmen. Durch meinen Mann, der selbst eine sehr gut laufende Zahnarztpraxis führt, bin ich zudem ganz nah an der Realität des Praxisalltags dran. Mit der Zeit habe ich verstanden, worauf es Zahnärztinnen und Zahnärzten wirklich ankommt. Deshalb bereitet es mir große Freude, steuerliche Themen so zu erklären, dass sie nicht abstrakt bleiben, sondern im Praxisalltag direkt weiterhelfen. Mit der neuen Rubrik in pip möchte ich dieses Wissen breiter teilen. Mir ist es wichtig, dass Praxen wirtschaftlich stark sind, Probleme früh erkannt werden – und Zahnärztinnen bzw. Zahnärzte sich weniger um Steuern und mehr um ihre Patienten kümmern sollen.
Gleichzeitig ist es mir ein persönliches Anliegen, als Frau in einer Branche sichtbar zu sein, die nach wie vor stark von Männern geprägt ist – sowohl in der Steuerberatung als auch im zahnärztlichen-implantologischen (Inhaberphänomen) Bereich. Obwohl der Frauenanteil in beiden Bereichen stetig wächst, wagen noch immer vergleichsweise wenige den Schritt in die Selbstständigkeit. Ich möchte hier eine Stimme sein, Mut machen und zeigen!
Wofür steht die neue Rubrik „pip steuer“ – was möchten Sie den Leserinnen und Lesern an die Hand geben?
Anita Spörl: „pip steuert“ soll eine verlässliche Begleiterin für wirtschaftliche und steuerliche Entscheidungen im Praxisalltag sein. Mein Ziel ist es, Klarheit zu schaffen – verständlich, praxisnah und auf den Punkt. Die Rubrik versteht sich als Mischung aus Kompass, Werkzeugkasten und Frühwarnsystem.
Welche Themen dürfen die Leser künftig erwarten – und nach welchen Kriterien wählen Sie die Inhalte aus?
Anita Spörl: Die Themen kommen direkt aus der Praxis – aus Gesprächen mit Praxisinhabern aus meinem Mandanten- und Freundeskreis sowie aus meinen Vorträgen. Häufig geht es um Fragen wie Gewinnverteilung in Berufsausübungsgemeinschaften, wirtschaftliche Steuerung, Investitionsentscheidungen oder typische steuerliche Stolperfallen. Ich wähle Inhalte danach aus, was aktuell wirklich relevant ist und gleichzeitig Potenzial für bessere wirtschaftliche Ergebnisse bietet. Jeder Beitrag soll mindestens einen Aha-Moment liefern oder ein Problem lösen, das bisher im Hintergrund geblieben ist. Für Themenvorschläge aus der Leserschaft bin ich jederzeit offen.
Viele Praxisinhaber wünschen sich wirtschaftliche Sicherheit, effiziente Strukturen und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Wie möchten Sie mit Ihrer Rubrik dazu beitragen, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte diese Ziele in ihrem Alltag besser erreichen können?
Anita Spörl: In meinen Beratungen sehe ich oft, wie viel entspannter und erfolgreicher Praxen arbeiten, wenn wirtschaftliche und steuerliche Themen – inklusive einer klaren und verständlichen BWA sowie einem funktionierenden Controlling – strukturiert sind und verlässlich funktionieren. Genau dort setzt die Rubrik an: Sie zeigt, wo Stellschrauben liegen – und welche Maßnahmen wirklich einen Unterschied machen. Ich möchte Mut machen, Zusammenhänge erklären und Wege aufzeigen, wie sich Aufwand reduzieren, Effizienz steigern und damit Freiräume schaffen lassen. Am Ende geht es darum, die Praxis wirtschaftlich stabiler und den Alltag leichter zu machen. Ich verstehe mich dabei als Partnerin auf Augenhöhe: Wir ziehen gemeinsam an einem Strang – und genau das möchte ich den Leserinnen und Lesern in jedem Beitrag mitgeben.
Herzlichen Dank für das Gespräch.
