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Von safe & simple zu 15 Jahren Sky fast & fixed

Sky fast & fixed: Ein Jahrestag ist eine gute Gelegenheit, auf die oft spannenden Ursprünge eines Produkts, Konzepts oder einer Technologie zurückzublicken. Wie sah die Welt aus, als das heute seit 15 Jahren erfolgreiche Full-Arch-Versorgungskonzept Sky fast & fixed aus der Taufe gehoben wurde? Zwei Wegbegleiter der ersten Stunde im Gespräch.

Bild: Interview mit Dr. med. dent. Frank Kistler (Implantologe) und ZTM Stephan Adler (Zahntechniker)

Sie beide waren dabei, als Sky fast & fixed seinen Anfang nahm …

… das Aha-Moment war Prof. Dr. Peter Brehm, der uns bei einer der regelmäßigen Zusammentreffen fragte, was denn so als zukunftsträchtiges Konzept durch den implantologischen Äther schwirre. Eine Vollversorgung mit abgewinkelten Implantaten innerhalb eines geschlossenen Gesamtkonzepts (Sky fast & fixed) und mit einem klaren Ablaufdiagramm war aufgrund der demografischen Entwicklung nicht nur für Deutschland, sondern vor allem auch international eine sehr interessante Sache. Prof. Brehms unbändige Energie ist ja bekannt, und so hielten wir schon 2006 die ersten Prototypen in Händen. Von ‚safe & simple‘, wandelte sich das Konzept ab 2007 in ‚fast & fixed‘ und ist bis heute ein Highlight für jede Praxis.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgen, Prothetiker und Techniker ist dabei essenziell?

Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizinern und Zahntechnikern, sondern auch die Teamarbeit mit der Industrie. Wir haben mit Jörg Lermer von bredent auch Techniken und Produkte stetig weiterentwickelt, bis hinein in die heute gängigen CAD/CAM-Prozesse, die bei uns inzwischen 90 % der Arbeiten ausmachen. Andere Full-Arch-Konzepte erfordern in der Anpassung der Prothetik unglaublich viel wertvolle Stuhlzeit. Diese Zeiten haben wir ins Labor verlagert.

Damals war der Teamgedanke von fast & fixed seiner Zeit voraus, heute ist ein funktionierendes Miteinander Grundlage vieler erfolgreicher Praxisabläufe.

Wie hat sich die Arbeit des Zahntechnikers damit verändert?

Natürlich ganz enorm, sie ist viel strukturierter. Anhand des DVT und der digitalen Abformung kann ich heute schon im Vorfeld das Provisorium erstellen. Wir lassen die Patienten das Langzeitprovisorium drei bis vier Monate tragen. Man erkennt dann sehr schnell, wie gut der Patient damit zurechtkommt. Bei einigen Fällen können wir das LZP 1:1 in die finale Versorgung übernehmen, bei anderen, vor allem im Oberkiefer, gibt es durchaus weitere Anpassungen, die wir dann natürlich lieber im Provisorium umarbeiten. 90 % der Fälle sind nach sechs bis neun Monaten vollständig abgeschlossen. Übrigens sehen die aktuellen provisorischen Kunststoffe von bredent leider so sensationell aus, dass es fast schwerfällt, sie in der finalen Konstruktion ästhetisch noch zu übertrumpfen.

Wie ist das genaue Vorgehen bei Sky fast & fixed?

Man könnte sagen, 1.0 war die OP zu zweit, um die Präzision der Implantatpositionen gegenseitig zu überwachen. 2.0 war bereits der Einsatz von Schablonen und Angulierungshilfen und 3.0 ist nun nach eingehender Diagnostik und Fallanalyse die präoperative Herstellung der Orientierungsschablone, mittels derer wir mit dem prothetischen Outcome im Blick die Implantate setzen. Ich kann es nicht oft genug sagen: Es handelt sich um ein prothetisches Konzept. Nicht die Implantate spielen die Hauptrolle, sondern die korrekte Funktionsdiagnostik und die entsprechend angepasste Prothetik. Beim Einsatz einer Schablone beobachte ich übrigens, dass Anwender die Implantate oft viel weiter nach distal setzen, womit ich dann schönere und präzisere Brücken anfertigen kann.

Wagen Sie einen Blick in die Zukunft?

4.0 ist sicherlich die komplett geführte Implantation. Wobei das keine Tools für Anfänger sind, die mit bestehenden Konzepten überfordert wären. Wir dürfen daneben nicht vergessen, dass vieles, was wir an Kongressen oder in Fachzeitschriften aktuell sehen, die Spitze ist. Diese Technologien werden sich also mehr in die Breite entwickeln und den Markt dabei nachhaltig verändern. Einzelpraxen und Einzellabors werden weder die Investitionen noch die steten Lernprozesse leisten können, wir werden also vermehrt spezialisierte Planungs- und Fertigungszentren sehen. Viele Verbesserungen liegen auch im Detail, z.B. beim Design der Scanbodies oder einem Angebot innovativer elastischer Kunststoffe zu einem vertretbaren Preis. Ein Partner wie bredent, dem man solche Bedürfnisse und Ideen immer vortragen kann, ist dabei essentiell.

Herzliches Dankeschön, meine Herren.

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