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„Wir gestalten die nächste Dekade der Implantologie aktiv“ 

Dentsply Sirona: Während der EuroPerio 11 in Wien sprachen wir mit Xavier Carro, Group Vice President EMEA bei Dentsply Sirona, über die Rolle Deutschlands als Innovationsmotor in der Implantologie, den Weg zur vollständigen Digitalisierung der Behandlungsabläufe – und warum Investitionen in Community-Building und Fortbildung wichtiger sind denn je.
 
Interview mit Xavier Carro, Group Vice President EMEA bei Dentsply Sirona

Deutschland ist einer der reifsten und innovationsgetriebensten Implantologiemärkte in Europa. Wie richtet Dentsply Sirona seine Strategie aus, um den spezifischen Anforderungen deutscher Zahnärzte sowie Patienten gerecht zu werden?

Deutschland ist ein absoluter Schlüsselmarkt – nicht nur in Bezug auf die Größe, sondern vor allem wegen seiner Qualitätsansprüche. Unsere Strategie basiert hier auf langfristigem Engagement und starker Kundennähe. Nehmen Sie Ankylos: Wir sehen in der deutschen Community ein enormes Potenzial, das wir nun gezielt stärken wollen. Der Ankylos-Kongress in Frankfurt war ein deutliches Zeichen – er war ausgebucht, mit Teilnehmern aus 13 Ländern. Das zeigt: Diese Community lebt. Es geht dabei nicht nur um zusätzliche Features – wir haben digitale Abutments und Downloadoptionen im Workflow vorgestellt – sondern vor allem um die Stärkung der Community rund um Ankylos. Dieses System hat Tradition, genießt Vertrauen und besitzt Innovationskraft. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diese Identität wieder zu festigen.

Digitale Workflows gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Wie unterstützt Dentsply Sirona die digitale Transformation der Implantologie in diesem stark regulierten und qualitätsfokussierten Markt?

Digitalisierung ist für uns kein Schlagwort, sondern eine strategische Notwendigkeit. Wir sehen sie als Schlüssel, um Behandlungsprozesse zu standardisieren, vorhersehbarer zu machen und reproduzierbare klinische Ergebnisse zu unterstützen. Während früher exzellente Ergebnisse oft an individuelle Expertise gebunden waren, machen digitale Workflows heute Top-Qualität für mehr Praxen zugänglich. Besonders wichtig ist das für eine neue Generation von Zahnärzten, die „Digital Natives“ sind. Sie erwarten intuitive Softwarelösungen, integrierte Workflows, intraorale Scanner, Designplattformen und einfache Anbindungen an CAD-/CAM-Fertigungssysteme wie Atlantis.

Wir wissen aber auch: Der Wechsel in die digitale Welt muss schrittweise erfolgen. Deshalb bieten wir flexible Einstiegsmöglichkeiten – von der ersten Scan-Datenübermittlung bis hin zum komplett digitalen Workflow. So begleiten wir unsere Kunden Stück für Stück, ohne ihren Praxisalltag zu überfordern.

Zahnärzte legen großen Wert auf evidenzbasierte Praxis. Wie stellen Sie sicher, dass Implantatlösungen und Fortbildungsprogramme diesen Erwartungen gerecht werden?

Wissenschaftliche Exzellenz ist einer der Grundpfeiler unserer Strategie. Unsere Implantatsysteme wie das Astra Tech Implant System oder Ankylos stehen für langjährige klinische Evidenz – und wir investieren kontinuierlich in Studien und Technologien. Ein wichtiges Format wird im März 2026 der Dentsply Sirona World Kongress in Bonn sein, die erste DS World in Deutschland. Er steht ganz im Zeichen klinischer Fortbildung. Von Alignern über Implantate bis Endodontie bieten wir dort ein umfassendes Weiterbildungsprogramm – 100 % klinisch, 100 % praxisnah, 100 % interdisziplinär. Das Feedback aus der deutschen Community ist uns dabei besonders wichtig.

Zur EuroPerio heben Sie gleich mehrere Jubiläen hervor: 40 Jahre Astra Tech Implant System, 30 Jahre MIS, 25 Jahre Atlantis, 25 Jahre Ossix. Was möchten Sie deutschen Kunden in Bezug auf das langfristige Engagement Ihres Unternehmens mitgeben?

Diese Zahlen stehen nicht einfach nur für Marktpräsenz – sie stehen für Vertrauen, Innovation und wissenschaftlichen Fokus. Unsere Systeme sind seit Jahrzehnten verlässlich im Einsatz, und dennoch entwickeln wir sie stetig weiter. Wir bringen Implantate, Abutments und digitale Schnittstellen auf den Markt – nicht trotz, sondern wegen unserer Historie. Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht nur bestehen, sondern das nächste Jahrzehnt der Implantologie mitgestalten. Dafür investieren wir – in Wissenschaft, in Qualität, in Partnerschaften. 

Herzlichen Dank für das interessante Gespräch.