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40 Jahre Bicon: Weniger ist mehr!

Im sizilianischen Catania beging Bicon Implants Mitte Juni in festlichem Ambiente seinen 40-jährigen Jubiläumskongress. So eruptiv wie seinerzeit die Technologie der extrakurzen Implantate zeigte sich auch der Ätna und begleitete die Veranstaltung mit einem kontrollierten kleinen Feuerwerk.

Bild: Nach zwei erfolgreichen Tagen präsentierte sich eine gut gelaunte Referentinnen- und Referentenriege

Der erste Kongresstag, zu dem Bicon-CEO Dr. Vincent Morgan und Wissenschaftsleiter Prof. Dr. Mauro Marincola in den Palazzo Biscari, einen Prachtbau aus dem 17. Jahrhundert, einluden, unterstand dem Dachthema „Bicon Digital Solutions“. Dr. Giuseppe Carbonaro gab einen Überblick seines 25-jährigen Werdegangs und präsentierte die Transformation der einst analogen Protokolle in die heutigen digitalen Workflows. Auch in Fällen multipler Vorerkrankungen oder kompromittierenden systemischen Situationen zeigen sich die kurzen Implantate in der Behandlung unkompliziert und langzeitstabil. „Die Mittel und Wege ändern sich, die Prinzipien nicht!“, erinnerte Dr. Alfredo Passaretti, auch bei digitaler Unterstützung die etablierten biologischen und ästhetischen Parameter zu beachten. Dr. Lukas Brodocz schloss an mit einem praktischen Leitfaden zur Erstellung CAD/CAM-gefertigter Versorgungen auf Bicon-Implantaten. Selbst bei dramatisch reduziertem Restknochen sind auf den kurzen Implantaten verankerte Teilprothesen langzeitstabil, demonstrierte Dr. Marcello Rossini, dämpfte aber die allgemeine Digital-Euphorie: „Solide wissenschaftliche Untersuchungen besitzen aktuell nicht ganz dieselbe Dynamik, mit der die Industrie neue digitale Verfahren einführt.“ Die dramatische Rehabilitation einer kariös und parodontal schwer geschädigten Patientin wollte Dr. Alberto Murtas immer auch von einem konsequenten Prophylaxeprogramm und einem physiotherapeutischen Training der neuen Bisslage begleitet sehen. Im kongenialen Duo zeigten Dr. Matteo Brusco und sein Zahntechniker Nicola Chiaramonte die navigierte Chirurgie und Prothetik auf Bicon-Implantaten nach dem BCD (Bone Clever Drilling)-Protokoll.

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Eckhard Maedel, Bicon Deutschland, mit Dr. Otmar Elsässer aus Ludwigsburg

Eine prothetische Behandlung mit einer chirurgischen Komponente

„Die dentale Implantologie ist eine prothetische Behandlung mit einer chirurgischen Komponente“, erinnerte Dr. Vincent Morgan. Gemeinsam mit Dr. Muneki Hirayama und dem begnadeten Zahntechniker Paolo Perpetuini gab er einen historischen Rückblick auf die Entwicklungen und Meilensteine von Bicon. Die Trinia CAD/CAM-Discs und -Blöcke eignen sich zur Herstellung von Gerüsten, Unterkonstruktionen von permanenten oder provisorischen Front- oder Seitenzahnkronen, Brückenkonstruktionen und teleskopierenden Restaurationen. Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers zeigte im Team mit Dr. Drago Jelovac eine beeindruckend erfolgreiche Langzeituntersuchung der Implantate in einem Fibula-Transplantat nach Tumor-Operation.


Implantologische Fortbildung in Style

Am nächsten Tag zeigte sich Dr. Estevam Bonfante begeistert vom faserverstärkten Trinia. Unter anderem sprechen die universelle Kompatibilität mit anderen Materialien, die Variabilität der Indikationen und die Langzeit-Evidenz mit einer Lebensdauer von 97,8% für sich. Prof. Dr. Andrea Cicconetti postulierte einen Paradigmenwechsel bei Ganzkieferversorgungen und erbrachte anhand fundierter wissenschaftlicher Daten zur Knochenphysiologie den Nachweis, dass Full-Arch-Lösungen mit kurzen Implantaten und Trinia-Prothetik funktional, langzeitstabil und ästhetisch ansprechend sind. Dr. Drauseo Speratti aus Boston, Prof. Hashem Marei aus den UAE und Prof. Dr. Cherana Gioga von der Universität Bukarest lobten das langjährige und intensive Engagement des Unternehmens in der Wissenschaft und der Ausbildung der kommenden zahnmedizinischen Generationen. Dr. Stefano Carelli zeigte, dass Bicon-Implantate einen geringeren Stress auf den umliegenden Knochen ausüben. In vielen Fällen, in denen sich verschraubte Implantate als aussichtslos erwiesen haben, können damit wieder stabile Verhältnisse geschaffen werden. Dr. Daniel Hernandez demonstrierte erfolgreiche Fälle mit Sofortbelastungen in der ästhetischen Zone. Dr. Otmar Elsässer sammelte mit 15 auf MKG- und Oralchirurgie spezialisierten Kollegen sehr viel Erfahrung. An der Alternative der kurzen Implantate schätzt er besonders die geringe Invasivität und das verminderte Risiko bei reduziertem Knochenangebot oder bei Risikopatienten.

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Prof. Dr. Mauro Marincola und Bicon CEO Dr. Vincent Morgan feierten das große Jubiläum

Dr. Katarzyna Maciejewska und Dr. Michael Drozdowski bewerteten den Knochenzuwachs um die Implantate als besonders signifikant, mit denen ein ursprünglich reduziertes Knochenangebot langfristig sogar wiederaufgebaut und stabilisiert werden kann. Seit fast 20 Jahren dokumentieren Prof. Dr. Giorgio Lombardo und sein Team ihre Behandlungen mit Bicon-Implantaten an der Universität Verona und haben 14 wissenschaftliche Publikationen in anerkannten internationalen Journalen veröffentlicht. „Röntgenbilder lügen nicht!“, damit habe ihn Bicon-CEO Dr. Vincent Morgan einst auf die Seite der kurzen Implantate gezogen. Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers setzte einen letzten Höhepunkt mit der wissenschaftlichen Analyse der einzelnen Design-Features der Shorties und ihrer positiven mechanisch-biologischen Auswirkungen!