Beim BTI Expertensymposium in Berlin präsentierten internationale Referenten aktuelle Konzepte der Implantologie und regenerativen Therapie. Im Fokus standen vorhersagbare Behandlungsergebnisse, minimalinvasive Ansätze und neue Implantatdesigns für komplexe klinische Situationen.
Fokus auf Vorhersagbarkeit und Reversibilität
Nach der Begrüßung durch Dr. Ralf Rauch, General Manager BTI Deutschland, und die Einführung durch den Moderator des Tages, Dr. Babak Saidi, eröffnete BTI-Gründer Dr. Eduardo Anitua das Symposium mit mehreren Vorträgen. Zentrales Leitmotiv seiner Ausführungen war die Vorhersagbarkeit implantologischer Therapien sowie die Möglichkeit zur Reversibilität von Versorgungen.
Anitua betonte die Bedeutung strukturierter Behandlungsprotokolle. Bei festsitzendem Zahnersatz favorisiert er Konzepte mit begrenzten Brückengliedern, um im Komplikationsfall flexibel reagieren zu können. Bei zahnlosen Patientinnen und Patienten setzt er auf eine höhere Implantatanzahl, um Stabilität und Langzeiterfolg zu sichern. Gleichzeitig unterstrich er den Wert erhaltener Restzähne für die digitale Planung und provisorische Versorgung.
Neues Implantat für atrophierte Kiefer
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Versorgung stark atrophierter Kiefer. Anitua stellte ein neues Implantat mit reduziertem Durchmesser von 2,5 mm vor, das speziell für horizontale Knochenatrophien entwickelt wurde. Grundlage waren klinische und laborbasierte Analysen, die zeigten, dass nicht allein der Implantatdurchmesser über den Erfolg entscheidet.
Das Implantat ist für verblockte Versorgungen konzipiert und integriert sich in das bestehende BTI-System mit konischem Apex und spezifischer Oberflächenstruktur. Ziel ist eine zuverlässige Therapieoption auch bei eingeschränktem Knochenangebot.





PRGF in Hart und Weichgewebe
Ergänzend präsentierte Anitua Ergebnisse zur Socket Preservation mit PRGF Endoret. Studien zeigen Vorteile hinsichtlich Entzündungsreduktion, Schmerzempfinden, Wundheilung und Knochenregeneration.
Dr. Paul Schuh knüpfte daran an und demonstrierte den Einsatz von PRGF in der Weichgewebsaugmentation. Die Biologisierung von Transplantaten und Ersatzmaterialien eröffnet zusätzliche therapeutische Möglichkeiten in der täglichen Praxis.
MRONJ als interdisziplinäre Herausforderung
Zum Abschluss widmete sich Dr. Sven Bival der medikamentenassoziierten Kiefernekrose. Die seltene, aber klinisch relevante Komplikation erfordert eine differenzierte Diagnostik und Therapie. Bival stellte PRGF als möglichen Schlüsselmechanismus zur Unterstützung der Geweberegeneration vor.




Ausblick auf kommende Veranstaltungen
Das nächste große BTI Event steht bereits fest. Am 17. April des kommenden Jahres lädt das Unternehmen zum BTI Day nach Frankfurt am Main ein.
