Neuigkeiten rund um Cerec sowie klinische Erkenntnisse zum Thema „Funktion“: Der Masterkurs vom 23. bis 25. Mai bot den Teilnehmern in Hamburg ein aktuelles Update zur CAD/CAM-Technologie, viele praktische Übungen, spannende Paneldiskussionen und einen intensiven Austausch mit Kollegen. Organisator der 27. Auflage dieses Cerec-Anwendertreffens war die Deutsche Gesellschaft für computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ).

Mehr als 500 Zahnärztinnen und Zahnärzte kamen nach Hamburg zum 27. Masterkurs, dem „Familientreffen“ der Cerec-Anwender. Im Mittelpunkt stand das Thema Funktion: In mehr als 30 Workshops sowie im Hauptprogramm diskutierten die Teilnehmer, auf welche Weise CAD/CAM-Technologie in der Funktionsdiagnostik, der Artikulation, der Bisslageänderung und auch bei kieferorthopädischen Indikationen unterstützen kann. Höhepunkt waren zwei parallel durchgeführte Live-Behandlungen von Prof. Dr. Sven Reich (Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomaterialien an der Universität Aachen) und Dr. Günter Fritzsche (niedergelassener Zahnarzt aus Hamburg), die intensiv die Anwendung des Scanners sowie der CerecSoftware mit ihren neuen Möglichkeiten im Vergleich zu Vorgängerversionen demonstrierten.

Cerec mit Primescan und neuer Software

Für die Cerec-Anwender bot der Masterkurs auch die Möglichkeit, einen Überblick über Neuerungen und Weiterentwicklungen des Cerec-Systems zu erhalten. Ein Schwerpunkt war der neue Intraoralscanner von Dentsply Sirona: Primescan. Die digitale Abformung erreicht damit eine sehr hohe Genauigkeit und ist einfach durchzuführen. Mit der Primescan wurde auch die neue CerecSoftware 5 auf den Markt gebracht, in deren Entwicklung erfahrene Anwender als Erprober eingebunden waren. Sie berichteten von ihren ersten Erfahrungen und erläuterten das umfangreichere Indikationsspektrum sowie Verbesserungen der Workflows. Die Masterkurs-Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, den neuen Intraoralscanner direkt vor Ort in der angegliederten Dentalausstellung auszuprobieren und sich dazu austauschen. Primescan und die neue Aufnahmeeinheit mit einem Touchscreen zeigten sich auch auf dem Masterkurs als Anziehungspunkt.

Aus der Praxis für die Praxis

In den Workshops wurden intensiv die neuen Möglichkeiten vorgestellt, die sich durch die intraorale Abformung ergeben. Die Referenten zeigten, dass der Scan an verschiedenen Stellen umfangreiche Unterstützung bietet: etwa bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle, der Therapieplanung, der Funktionsdiagnostik, der Kieferorthopädie und Implantologie sowie bei der Dokumentation. Beim Thema Bruxismus kann der Scan dabei helfen, die Schäden genau zu klassifizieren und modellfrei eine entsprechende Schiene herstellen zu lassen. 

„DieCerecTechnologie bietet inzwischen ein so großes Spektrum, dass wir die interessierenden Themen sowohl im Hauptprogramm als auch in Workshops behandelt haben. Auf diese Weise konnte jeder Teilnehmer drei Wunschthemen vertiefen“, sagte Dr. Bernd Reiss, Vorsitzender der DGCZ und Begründer und Organisator des Masterkurses. „Gerade die praktischen Kurse bieten ein intensives Lern-Erlebnis. Und es ist gerade der Austausch von Tipps und Tricks, der den Geist des Masterkurses ausmacht, was uns in der täglichen Arbeit extrem voranbringt.

Curriculum für Tätigkeitsschwerpunkt Cerec

Um die vielfältigen Möglichkeiten des Cerec-Systems in der täglichen Praxis noch intensiver nutzen zu können, startet die DGCZ ab sofort ein CerecCurriculum. Es wendet sich an Omnicam und Primescan Anwender, die das System für eine „Single-Visit-Dentistry“ auch zusammen mit einer Schleifeinheit nutzen. Um während des Masterkurses die Prüfung ablegen zu können, ist der Besuch von vier Pflicht- und zwei Ergänzungskursen innerhalb von drei Jahren notwendig. Grundlage ist die Teilnahme an einem Cerec Intensivkurs vorab. Alle Kurse sind Bestandteil des aktuellen Kursangebots der Digital Dental Academy in Berlin.