„Mogsd a Fotzn!?“ die provokante Frage an ein unartiges Kind, ob es sich eine Backpfeife einhandeln möchte, hat schon einige Flachländler, die es ins Baierische verschlagen hatte, zunächst schwer irritiert. Was wiederum eine „Fotznspanglerei“ ist, schaute sich pip in Garmisch Partenkirchen an, und besuchte die quirlige Zahnärztin Petra Volz und ihr sympathisches Team.

„Griaß di!“ schallert sie einem entgegen, und, ohne Frage, Petra Volz ist eine echte Type, und hat nicht nur Garmisch-Partenkirchen, sondern auch weitere Teile der Zahnärzteschaft mit ihrer unkonventionellen Art gehörig aufgemischt. Mit dem „Fotznspangler“ wird im bairischen Dialekt der Zahnarzt beschrieben. Das Wort diente der Zahnärztin zum einen als Inspiration für die Namensgebung ihrer Praxis, darüber hinaus versteht sie diesen Begriff als Auftrag ihrer zahnärztlichen Arbeit. In der „[fotzn’spanglerei]“ dürfen und sollen es sich die Patienten gemütlich machen und sich „fast wie dahoam“ fühlen. Das beginnt schon im Wartebereich, in dem sich die Patienten offen um einen urigen Altholz-Tisch versammeln, auf dem eine schön und wertig gestaltete Getränkekarte Erfrischungen anbietet. Beinahe erwartet man, dass gleich noch jemand mit einem warmen Zwetschgenkuchen um die Ecke kommt. „Wir haben uns unsere Inspirationen in der guten Gastronomie, bei Hairstylisten und Wellness-Anbietern geholt“, so Petra Volz. „Die Sterilität vieler Praxen erhöht bei vielen Patienten die Hemmschwelle, bei Angstpatienten umso mehr“.

High Tech trifft Herzenswärme

Ansonsten wird Sterilität in der Praxis aber groß geschrieben: Die verschiedenen Behandlungszimmer präsentieren sich stylish und durch einige liebevolle Details unverwechselbar, aber mit vielen glatten Oberflächen hygienisch und funktional. Im praxiseigenen Labor stellen zwei Zahntechniker den Großteil des Zahnersatzes direkt in der Praxis her. Ein Orthopos-DVT sorgt für High Tech -Diagnostik, und von der maschinell gestützten Wurzelbehandlung bis zur photodynamischen Therapie ist die Praxis technisch auf einem sehr hohen Niveau. Nicht nur der Name rückt aber den handwerklich geprägten Teil der modernen Zahnmedizin bewusst in den Mittelpunkt. Und im Sinn der regionalen Verwurzelung versucht die Praxis, alle Zulieferungen und Dienstleistungen, die in einer modernen Zahnarztpraxis benötigt werden, so regional wie möglich einzukaufen.

Teamgeist und Tradition

„Wir fragen alle unsere Mitarbeiter, in welche Richtung sie sich entwicklen möchten, und sorgen dafür, dass jeder in seinem Fachgebiet top ausgebildet wird“, macht sich Petra Volz für ihr Praxisteam stark. Man spürt an der guten Stimmung, dass sich auch die Mitarbeiter in dieser Praxis „dahoam“ fühlen.  Selber hat es sie schon im Studium stark in die Chirurgie gedrängt, worin sie sich durch gezielte Weiterbildungen und vor allem Hands-On-Ausbildungsteile stetig fortgebildet hat. So zählt sie auch zu den ersten Anwenderinnen des innovativen tiologic-Twinfit-Implantates von Dentaurum, das ihr durch die freie Wahl der Abutment-Variante maximale Flexibilität von der Insertion bis zur prothetischen Versorgung bietet.  Das Vorurteil, nachdem sich Frauen in der Zahnmedizin in erster Linie auf die KFO und die Kinderzahnheilkunde konzentrieren würden, lacht sie weg: „Mit einem guten Team und einer guten Organisation ist die dentale Implantologie und Chirurgie auch in eine Zahnärztinnen-Praxis ohne weiteres zu integrieren“.