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JCCI 2025: Teamgeist, Biologie und Präzision

Mit über 180 Teilnehmenden aus 17 Ländern markierte der 5. Joint Congress for Ceramic Implantology (JCCI) im schweizerischen Kreuzlingen einen Höhepunkt für die biologische Zahnmedizin. Zwei Tage voller Innovation, interdisziplinärem Austausch und klarer Botschaften: Exzellenz entsteht im Zusammenspiel von Mensch, Technik und Biologie.

Bild: Der JCCI im schweizerischen Kreuzlingen wartete mit einer sensationellen Referentenriege auf.

Die 21 SDS-Ambassadoren, die mit ihren spannenden Vorträgen die zwei Tage Fortbildung prägten, machten deutlich: Keramikimplantate sind längst keine Alternative mehr, sondern der Standard für eine nachhaltige, ganzheitliche Zahnmedizin. Dr. Ilian Dargel zeigte in seinem Vortrag „Superior in the Anterior“, wie sich durch biodynamische Augmentation und die Nutzung autogener Zahnsubstanz („Tooth Transformer“) natürliche Regeneration fördern lässt. In seiner Praxis spielt die Kombination aus „Sticky Bone“ und Harvesting-Techniken aus der Tuberositas eine Schlüsselrolle – ganz im Sinne der Biologie: „Stabilität, Raum und Zeit sind die wahren Erfolgsfaktoren.“ Dr. Johanna Graf betonte die Knochenheilung als Fundament ästhetischer Frontzahnversorgungen. Mit Instrumenten wie Benex gelingt die atraumatische Zahnentfernung, und durch präzise Primärstabilität – mindestens 25 Ncm – wird selbst Sofortbelastung kalkulierbar. Sie warnte vor Medikamenten als versteckten Risikofaktoren und verwies auf die Bedeutung genetischer und epigenetischer Entzündungsneigungen.

Fehler vermeiden, Biologie verstehen

Mit eindrucksvollen Fallbeispielen zeigte Dr. Tobias Wilck, wie wichtig Fehleranalyse und Grenzerkenntnis sind. Auch Dr. Thore Santel verdeutlichte mit dem Thema „Maximum Torque from the Tip“, dass biologische Zahnmedizin nicht zwingend auf Augmentationen angewiesen ist. Seine klinischen Erfahrungen mit dem neuen triangulären SDS-Implantatsystem belegen: Stabilität entsteht durch Design und biologisches Verständnis – nicht durch Materialfülle. Dr. Fabian Schick betonte in seinem Vortrag „Vom Rückschlag zum Durchbruch“ die Bedeutung der Knochenqualität. Mit Ultraschallmessungen (CaviTau) lassen sich Heilungsverläufe präziser einschätzen. Sein Credo: „Nur gesunder Knochen garantiert erfolgreiche Osseointegration.“

Performance, Teamkultur und Zukunftsblick

Der zweite Kongresstag stellte den Menschen in den Mittelpunkt. Dr. Dominik Nischwitz erinnerte daran, dass Zahnärzte „High Performance Athleten“ sind, deren körperliche und mentale Fitness entscheidend für chirurgische Präzision ist. Dr. Kelly Blodgett (USA) zeigte eindrucksvoll, wie Teamstrukturen die Praxisleistung bestimmen: Persönlichkeitsdiagnostik, Empowerment und gemeinsame Fortbildungen schaffen Motivation und Effizienz. Einen visionären Ausblick bot Dr. Robert Bauder mit seinem Konzept der Bio-Longevity: Biologische Zahnmedizin sei Teil eines umfassenden Gesundheitsprozesses, der Prävention, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität vereint. Dr. Jigar S. Gandhi ergänzte mit seiner Perspektive auf Verantwortung und „Biohacking“, dass Heilung immer ganzheitlich zu denken sei – Körper, Geist und Umwelt im Einklang. Zum Abschluss wagte Dr. Mario Parra einen Blick in die Zukunft der Zahnmedizin. Künstliche Intelligenz, so Parra, könne nicht nur Praxisprozesse automatisieren, sondern auch Patientenkommunikation verbessern: „KI erstellt individuelle Berichte, die Verständnis und Vertrauen fördern – doch Datenschutz bleibt Pflicht.“ Der 6. JCCI Kongress findet am 9. und 10. Oktober 2026 statt.