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Nationales Osteology Symposium Düsseldorf: Regeneration, Strand und ein Kampf der Konzepte

Beim Nationalen Osteology Symposium in Düsseldorf haben die beiden wissenschaftlichen Vorsitzenden PD Dr. Ausra Ramanauskaite und Prof. Dr. Dr. Eik Schiegnitz einen absoluten Fortbildungs-Volltreffer hingelegt. Neben einem spannenden und erfrischenden wissenschaftlichen Programm, inklusive zahlreicher Hands-on Workshops und eines parallel laufenden DH-Symposiums, überzeugte besonders die Location: das RheinRiff Convention Center. Dort gab es beim Get-together nicht nur Beachvolleyball und Surf-Möglichkeiten. Die Stimmung während der zwei Symposiumstage war durch die Beach-Atmosphäre des RheinRiffs durchgängig positiv und angenehm.

Zum Start des Symposiums in der modernen Beach-Atmosphäre des Rhein-Riffs standen am ersten Tag Hands-on Workshops auf dem Programm
Alveolarkammaugmentation und geführte Knochenregeneration waren die Themen die PD Dr. Dr. Steffen Koerdt und Dr. Matthias Schulz in ihrem Workshop aufgriffen.
Im Workshop von Jun. Prof. Dr. Paula Korn drehte sich alles um die Sofort- und Spätimplantation. Die Referentin gab dabei strukturierte Handlungsempfehlungen basierend auf der dazugehörigen aktuellen Leitlinie „Implantationszeitpunkte“.
PRGF, Sticky Bone und Blutamnahme standen im Fokus des Workshops von Dr. Marie Sophie Katz. Dabei wurde den Teilnehmern gezeigt, wie PRF-Membranen und flüssiges i-PRF zur Herstellung von Sticky Bone gewonnen wird.
Welche Rolle hat Hyaluronsäure in adjuvanten Therapieansätzen? Diese Frage beantwortete DH Vesna Braun in ihrem Workshop. Die Teilnehmer konnten die Anwendung von Pocket X- Gel im Alltag testen.
Im Workshop von PD Dr. Dr. Markus Schlee ging es vor allem um die Schirmschraubentechnik unter Verwendung von Hyaluronsäure und Polynukleotiden sowie Weichgewebemanagement.
Von der Erhaltung des Alveolarkamms zur komplexen Augmentation mit dem patientenspezifischen Titangitter führte Prof. Dr. Dr. Eik Schiegnitz die Teilnehmer in seinem Workshop.
In ihrem Workshop zur Knochenaugmentation mittels modifizierter Schalentechnik gab Dr. Laura Wanner Einblicke in die autologe Schalentechnik – sowohl theoretisch wie auch praktisch.
Am zweiten Tag begrüßten die Kongresspräsidenten PD Dr. Ausra Ramanauskaite und Prof. Dr. Dr. Eik Schiegnitz die Teilnehmer zum wissenschaftlichen Programm des Nationalen Osteology Symposiums in Düsseldorf.
Ins RheinRiff Düsseldorf kamen zum Nationalen Osteology Symposium mehr als 450 Teilnehmer.
Auch die Stände der Aussteller der Industrieausstellung fanden sich beim Nationalen Osteology Symposium in ungewöhnlicher Umgebung von Sand, Palmen und Liegestühlen wieder. In den Pausen konnten die Teilnehmer sich dort erfrischen und an den Ständen über die neuesten Produkte und Dienstleistungen informieren.
Marcus Kieffer, Geschäftsführer Geistlich Biomaterials Deutschland, nutzte ebenfalls die Gelegenheit, die Teilnehmer in Düsseldorf zur komplett ausgebuchten Veranstaltung zu begrüßen.
Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden zeigte die Grenzen und Chancen der Regeneration des Alveolarfortsatzes und des Parodontiums. Kein Knochentransplantat bleibe so, wie es eingesetzt wurde. Dabei schilderte Terheyden die horizontalen und vertikalen Grenzen der Augmentation, mehr als 3,7 mm würden nicht funktionieren. Trotz des digitalen Workflows dürfe die Chirurgie nicht vergessen werden. Sein dringender Appell: die Anatomie und Biologie der Gewebe bei der Schnittführung beachten.
Univ.-Prof. Dr. Hendrik Dommisch und PD Dr. Dr. Keyvan Sagheb brachten für das Thema „Grenzen der Regeneration“ in Session 1 Live-OP Videos mit. Dommisch zeigte dabei unterschiedliche Lösungen der parodontalen Regeneration, Sagheb die Knochenrekonstruktion im Kieferbereich mittels patientenspezifischen CAD-CAM Mesh. Im Anschluss diskutierten die drei Referenten die Grenzen in der regenerativen Therapie mit den Moderatoren Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas und PD Dr. Dr. Steffen Koerdt.
In der zweiten Session des Tages gab es einen Kampf der Konzepte bei der Biologisierung für die Regeneration. Prof. Dr. Reinhard Gruber befasste sich kritisch mit dem Einfluss verschiedener Biomaterialien und der Frage nach Aufwand und Nutzen. Dr. Marie Sofie Katz arbeitete klare Hinweise auf die Biologisierung mit PRF aus, musste aber auch zugeben, dass die Evidenz niedrig ist. Dafür vereinfach PRF das Handling bei der Biologisierung etwa mit KEM. PD Dr. Dr. Markus Schlee fragte, ob Biologisierung mit Polynukleotiden und Hyaluronsäure nur ein Hype sei? Auch hier gebe es zwar vielversprechende klinische Ergebnisse für den Einsatz von Regenfast und Bio-Oss, aber es fehle ebenfalls an Langzeitdaten und Evidenz.
Vier Referenten aus der Praxis teilten sich beim Kampf der Konzepte in Session 3 die Bühne. Thema diesmal: Knochenaugmentation. Dr. Laura Wanner übernahm die Position der autologen Schalentechnik, PD Dr. Jonas Lorenz die Schirmschraubentechnik, PD Dr. Amely Hartmann und Dr. Marcus Seiler vertraten resorbierbare Meshes und nicht-resorbierbare Titangitter.
Auch in Session 4 trafen verschiedene Konzepte aufeinander, diesmal zum Thema „Periimplantäres Weichgewebe als Faktor für langfristigen Implantaterfolg“. Dr. Frederic Kauffmann zeigte die Vorteile von autologem Gewebe für die Weichgewebsverdickung und -verbreiterung. Prof. Dr. Daniel Thoma blickte auf Weichgewebeersatzmaterialien und Dr. Frank Spitznagel sah die Prothetik als Game-Changer für optimales Weichgewebe.
Lob von allen Seiten gab es für die Event-Location RheinRiff, die wirklich außergewöhnlich war und bei tollem Wetter eine Beach-Atmosphäre in den Pausen bot.