Beim Osteology-Kongress 2026 in Wien stieß ein Satelliten-Symposium auf besonders großes Interesse. Im nahezu randvollen Auditorium diskutierten am Donnerstagnachmittag die renommierten Forscher Prof. Dr. Dr. Anton Sculean und Dr. Roland Glauser Symbionic Teeth – eine neuartige Zahnersatzlösung, die mit einer Schutzbarriere im Weichgewebe die konsequente Weiterentwicklung von heutigen Zahnimplantaten darstellt.
Bild: Prof. Dr. Dr. Anton Sculean und Dr. Roland Glauser ((Foto: dental JOURNAL/Oliver Rohkamm)
Sculean und Glauser forschen gemeinsam mit den führenden Histologen Dr. Peter Schüpbach und Prof. Dr. Dieter Bosshardt an der Universität Bern zur frühen Weichgewebsheilung nach der Insertion von Symbionic Teeth. Ihre Analysen zeigen, dass Epithelzellen bereits kurz nach dem Einsetzen eines Symbionic Tooth mit dessen transmukosaler Oberfläche verwachsen. Dr. Glauser zufolge resultiert daraus eine sogenannte „mukosale Schutzbarriere“.
Mukosale Schutzbarriere ermöglicht Zero Periimplantitis
Sculean und Glauser präsentierten dem Kongresspublikum hierzu REM-Aufnahmen und histologische Querschnitte, die belegen, dass diese Schutzbarriere die Plaquemigration in tiefere Gewebeschichten verhindert. Es wird angenommen, dass dadurch plaqueinduzierte Nebenwirkungen, die typischerweise bei Zahnimplantaten auftreten (Mukositis und Periimplantitis), deutlich reduziert werden können.
Tatsächlich zeigten Symbionic Teeth der Marke Patent in unabhängigen Langzeitstudien an den Universitäten Düsseldorf und Graz über Zeiträume von 9 und 12 Jahren keinen Fall von Periimplantitis – selbst bei Patienten mit Risikofaktoren. Im Vergleich dazu berichtet ein Literaturreview bei konventionellen Zahnimplantaten eine Periimplantitis-Prävalenz von 22 Prozent – jeder fünfte Implantatpatient ist also betroffen.
Nach dem Vorbild des natürlichen Zahns
Die mukosale Schutzbarriere rund um Symbionic Teeth bietet einen Schutzmechanismus, der mit der Weichgewebsbarriere natürlicher Zähne vergleichbar ist. Dadurch können Symbionic Teeth die Gesundheit der umliegenden Gewebe erhalten und ästhetische Ergebnisse ermöglichen, die langfristig stabil bleiben. Auch hierzu liegen Belege aus der Wissenschaft vor: Die erwähnte Langzeitstudie der Universität Düsseldorf zeigte nach 9 Jahren eine durchschnittliche Mukosarezession von 0,1 mm bei allen untersuchten Symbionic Teeth, was auf eine langfristig stabile Ästhetik der Versorgungen schließen lässt.
