Wie Zahnärzte dem zunehmenden Patientenwunsch nach metallfreien implantologischen Versorgungen entsprechen können, wurde auf der Zeramex Roadshow 2019 durch Mainz, München und Zürich eindrücklich dargestellt. Wie einfach es heute ist, Patienten mit reversibel verschraubbaren ATZ-Keramik-Implantaten zu versorgen, auch unter Einbindung digitaler und individueller prothetischer Lösungen, erfuhr pip Anfang Oktober im Schweizerischen Spreitenbach.

„Der Zuspruch hat uns fast ein wenig überrannt“, so Adrian Hunn, Leiter Marketing und Sales bei Zeramex, aber die zunehmend aktive Nachfrage seitens der Patienten veranlasst inzwischen viele, sich über diese alternative Versorgungsform zu informieren. Gleichwohl will man keine Kompromisse machen, zu große Risiken eingehen oder die vorzeigbaren Erfolgsraten der konventionellen Versorgungen unterschreiten.

Geschäftsführer Jürg Bolleter zeigte die lange Tradition des Unternehmens Dentalpoint bei der Fertigung von Implantaten aus Zirkonoxid auf, die in der Entwicklung des Zeramex XT, dem bislang einzigen zweiteiligen, reversibel verschraubbaren und bis zur PEEK-verstärkten Carbonschraube vollständig metallfreien System ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Mehr als zehn Jahre Erfahrung und zehntausende gesetzter Implantate bieten ein Know-how, aus dem sich schöpfen lässt. Die hauseigene Produktion ist auf ein beachtliches Volumen angewachsen, um der verstärkten Nachfrage aus den Märkten zu genügen. Philip Bolleter, Leiter Technik und Produktion, demonstrierte die aufwendige Qualitätskontrolle, bei der jedes Implantat über eine durchschnittliche Dauer von drei Minuten eine individuelle Prüfung durchläuft. „100 prozentige Qualitätskontrolle finden Sie sicherlich nicht so häufig“, so Bolleter.

Das ganz andere Protokoll erlernen

Dr. Dr. Thomas Mehnert ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln und damit kaum in der Ecke der „esoterischen Wünschelrutengänger“, in die man Anwender von Keramik-Implantaten einst gern rücken wollte. Seit Einsatz der zweiteiligen Typen ist der Anteil der Keramikversorgungen in seiner Praxis dynamisch auf mehr als zwölf Prozent angewachsen. Die Überlebensraten liegen mit 98,4 Prozent im ersten Jahr höher als in der Literatur bisher angegeben. Gleichwohl mahnt er an, sich mit Material und Protokoll intensiv zu beschäftigen: „Die Bereitschaft zur Fortbildung muss sein – das sind wir uns und unseren Patienten schuldig!“ Nicht nur Dr. Mehnert, auch Dentalpoint bieten mit den hauseigenen Experten und regionalen Patenzahnärzten die Möglichkeit, den Einsatz von Keramikversorgungen praktisch zu erlernen. Eine Präsentation der Innovationen beschloss die Veranstaltung: Mit dem neuen Kompetenzzentrum „Zeramex Digital Solutions“ bietet das Unternehmen nun auch digitale und individualisierte Prothetiklösungen. Die neuen Docklocs ermöglichen die Verankerung auf Locatoren. Im Frühjahr 2020 wird das Sortiment um ein durchmesserreduziertes 3,5 mm-Implantat für die Frontzahnversorgung ergänzt.